Die fiktive Autobiographie von Cosima d"Agoult,Liszt, von Bülow, Wagner, fasziniert durch Detailwissen und Beschreibung der Umgebung, der Atmosphäre und der Menschen mit denen sie zu tun hatte.
Der Autor zeichnet allerdings ein vermutlich sehr subjektives Charakterbild dieser Frau; u.a. als gräßliche Mutter, und- mit unüberhörbarem Mißfallen- als Frau " mit dem Willen zur Macht".
Der sich durchs ganze Buch ziehende kaltherzige, ermüdend zynische Ton, der ihr vom Autor in den Mund gelegt wird, hinterläßt die beklemmende Frage, ob es sinnvoll ist die Biographie einer Frau aus dem 19.Jahrhundert, die mitnichten in ihrem Leben die Wahl gehabt hat, von einem Mann des 21. Jahrhundert schreiben und beurteilen zu lassen. Lücken, Fragen und Zweifel bleiben.