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Ich, Coriander [Gebundene Ausgabe]

Sally Gardner
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Februar 2006
"Ich bin Coriander Hobie. Dies ist meine Geschichte. Dies ist mein Leben."

Coriander verlebt eine Kindheit voller Liebe und Glück. Als die Mutter plötzlich stirbt und der Vater sich kurz darauf neu verheiratet, zerbricht ihre heile Welt. Die Stiefmutter Maud führt ein strenges Regiment und lässt nichts unversucht, um Coriander zu demütigen. Als ihre Qualen unerträglich zu werden drohen, eröffnet sich für Coriander plötzlich eine ganz andere Welt: Sie betritt ein Feenreich, in dem Gut und Böse in heftigem Kampf gegeneinander liegen. Und sie erkennt, dass hier das Vermächtnis ihrer Mutter verborgen liegt ...

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
  • Verlag: Cbj (1. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570131041
  • ISBN-13: 978-3570131046
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 519.601 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Coriander hat eine Geschichte, die sie liebt wie keine andere. Es ist die Geschichte ihres Vaters Thomas Hobie, der alles auf eine Karte setzt, alles verliert, und mit der Liebe seines Lebens alles zurück gewinnt. Es ist die Geschichte eines Kaufmanns, der den Kopf voller Träume hat und sein gesamtes Geld in ein Schiff investiert, das nach Konstantinopel fahren und mit einer Fuhre Seide zurückkommen soll. Aber das Schiff wird als verschollen gemeldet, Corianders Vater glaubt sich ruiniert, einem vermeintlichen Bettler gibt er seinen letzten Umhang. Da sieht er seine spätere Frau, heiratet sie, führt ein Leben im Glück. Und mit sehr viel Geld: Denn das Schiff kommt doch noch im Hafen an, beladen mit kostbarsten Gütern.

So märchenhaft wie in der Geschichte ihres Vaters wird es für Coriander zunächst nicht werden. Nach einer wundervollen Kindheit beginnt ihr Unglück mit dem Tod der Mutter. Der Vater verheiratet sich neu, ihre Stiefmutter Maud ist der Teufel in Person. Doch dann eröffnet sich Coriander plötzlich eine neue Welt, in der es Feen gibt und den Kampf von Gut und Böse, in den sie verstrickt wird wie im Märchen.

Die Lebensgeschichte von Sally Gardner, der britischen Autorin von Ich, Coriander, ist mindestens ebenso spannend und klingt fast genauso märchenhaft wie die ihrer Titelheldin: Wegen Buchstabenblindheit lernte sie erst als Jugendliche lesen, wurde als lernbehindert eingestuft und musste sich ihren Lebensweg ebenso hart erkämpfen wie die Protagonistin ihres faszinierenden, sicher auch mit zahlreichen autobiografischen Elementen ausgestatteten Bands. Ich, Coriander ist Gardners erster Kinderroman. Aber es ist derart kraftvoll und souverän erzählt, dass man hofft, die Autorin möge schon bald ein neues Buch dieses Kalibers vorlegen. Ab zehn Jahren. --Isa Gerck

Pressestimmen

"Ein wunderschönes Buch, das seinen Charme aus der Verbindung zwischen Magie und historischer Wirklichkeit bezieht." (The Guardian )

"'Ich, Coriander' ist wie ein Märchen aus vergangenen Zeiten - geschrieben für die Gegenwart." (The Daily Telegraph )

"'Ich, Coriander' ist ein kleines Fundstück, ein außergewöhnlicher Schmöker, der Kinder (...) wie auch Erwachsene anspricht und den man bis zum Schluss nicht aus der Hand legen mag." (Bulletin Jugend & Literatur / Katja Theiß ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anfangswirr - später spannend! 15. März 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Beim Schein einer Kerze erzählt Coriander ihre wundersame Lebensgeschichte. Sie erlebt die wohl schönste Kindheit, die man sich nur vorstellen kann. Umhütet und umsorgt von ihren Eltern wächst sie in einer Welt ohne Probleme auf. Doch dann wird ihre Mutter Eleanor wieder jäh an ihre schwere Kindheit in der Feenwelt erinnert. Rosmore, die böse Feenkönigin schickt Eleanor ein Paket, bei dessen Öffnen sie so schwer verletzt wird, dass sie stirbt, denn das Paket war mit einen Zauber belegt.

Als Stieftochter Rosmores erfuhr Eleanor nur wenig Liebe, denn Rosmore war und ist immer noch hinter Eleanors Feenschatten her, der ihr die ultimative Macht über das Feenreich ermöglichen würde. Doch Eleanor floh vor ihrer Stiefmutter und heiratete Corianders Vater Thomas Hobie.

So enden nach dem Tod der Mutter durch Rosmores Machenschaften Corianders schöne Kindertage. Ihr Vater heiratet die strenge Puritanerin Maud. Gezwungen durch die Nachricht seiner baldigen Festnahme, weil er dem König auf der Flucht ins Exil verholfen habe, lässt er Coriander allein bei seiner neuen Frau. Maud lässt Coriander hart für sich arbeiten und bildet zusammen mit Arise Fell, einem selbst ernannten Prediger, eine „göttlich gewollte" Schreckensherrschaft.

Eines Tages treiben die beiden es so weit, dass sie Coriander in eine schwere Holztruhe einschließen. Doch die Truhe ermöglicht einem Freund der Mutter Coriander in die Feenwelt zu holen. Dort begegnet sie Tycho, ihrer großen Liebe, der die leibliche Tochter von Rosmore heiraten soll. Doch weil er sich weigert der Braut das Ja-Wort zu geben, verwandelt Rosmore Tycho in einen Fuchs und lässt ihn jagen.

Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit: Coriander muss den Feenschatten finden und Tycho retten. Ob ihr das gelingt?

Fazit:
Das Buch „Ich, Coriander" deckt viele Lesegeschmäcker ab. Zum einem werden Freunde von Liebesgeschichten auf ihre Kosten kommen, aber auch diejenigen, die es gerne spannend mögen, werden viel Spaß beim Lesen dieses Buches haben. Für jeden ist in diesem Buch etwas dabei.
Allerdings fand ich den Anfang etwas wirr geschrieben. Aber mit zunehmender Seitenzahl begann mich die Geschichte zu faszinieren.

Sally Gardner ist es besonders gut gelungen, die Charaktere der handelnden Figuren herauszuarbeiten. Es hat Freude gemacht, die Personen immer besser kennen zu lernen.

Für Leser von historischen Romanen ist „Ich, Coriander" sicherlich auch kein Fehlkauf, denn die Geschichte ist eingebettet in wirkliche Geschehnisse der englischen Geschichte.

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch für Jugendliche 24. März 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin die Enkelin von Herr Bleschke (14 Jahre) und habe dieses Buch gelesen.Normalerweise lese ich nicht sehr viel,aber von diesem Buch bin ich nicht mehr losgekommen.Es kommt einem so vor,als würde einen dieses Buch verzaubern.Jedoch ist dieses Buch nur für die schön,die sich auch für Hexen und Feen interessieren.Ich fand,dass es sehr schön zu lesen ist,da es nicht zu klein geschrieben ist und deshalb berwerte ich es auch mit 5 Sternen.
Also viel Spaß beim Lesen! :o) Eure Paula
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Aschenputtel 1. Februar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Coriander führt beinahe das Leben einer Prinzessin. Behütet von ihrem Vater, einem reichen Seidenhändler, und ihrer Mutter, einer Kräuterheilerin, lebt sie ganz in der Nähe der Tower Bridge im London des Jahres 1660.
Doch diese Idylle findet ein jähes Ende, als Coriander von einem merkwürdigen Mann ein verführerisch glänzendes Paar silberner Schuhe geschenkt bekommt. Dann überschlagen sich förmlich die Ereignisse: Corianders Mutter stirbt und ihr Vater, traumatisiert und scheinbar nicht mehr Herr seiner Sinne, heiratet kurze Zeit später Maud, die sich als eine böse, religiöse Fanatikerin herausstellt. Noch kann Coriander auf die Hilfe ihres Vaters vertrauen, doch dieser fällt in Ungnade und muss außer Landes fliehen. Coriander bleibt allein in der Obhut ihrer Stiefmutter zurück und diese lässt keine Gelegenheit aus, sie zu quälen und zu misshandeln. Um sich endgültig ihrer ungeliebten Stieftochter zu entledigen, sperrt Maud Coriander in eine hölzerne Kiste, nagelt diese zu und überlässt das Kind ihrem Schicksal, dem unausweichlichen Tod.

Doch Coriander entkommt in einer Art Trance in eine andere geheimnisvolle Welt, in der die Zeit nicht existiert. Doch auch diese wundervolle Welt steckt voller Gefahren und Intrigen und sie muss all ihre Fähigkeiten einsetzen, um in dieser zeitlosen Welt zu überleben.

Ein historischer Fantasyroman

Sally Gardners Roman „Ich, Coriander“ spielt im London des Jahres 1660. Bis kurz vor diesem Jahr herrschte in England Bürgerkrieg zwischen den „Kavalieren“ genannten Katholiken und den „Rundköpfen“, fanatischen Protestanten. Doch auch nach dem Ende des Bürgerkrieges fanden sich in beiden Parteien Menschen, die mit dem Frieden nicht einverstanden waren und an ihrem Glauben festhielten. Zu diesen fanatischen Eiferern, den „Puritanern“, gehört auch Corianders Stiefmutter Maud. Diesen exakt recherchierten politischen Hintergrund baut die Autorin geschickt als Motivation für die Grausamkeiten der Stiefmutter in den Plot ein und vermeidet so den Vorwurf, nur ein weiteres „Aschenputtel“ geschaffen zu haben.
Doch „Ich, Coriander“ besteht weitestgehend aus zwei sich beeinflussenden Handlungssträngen. Was auf den ersten Blick parallel läuft, entpuppt sich am Ende als ein geschickt aufgezogenes Marionettentheater. Doch wer hält die Fäden in den Händen und zieht die Stränge. Und kann Coriander durch ihr Leben ohne Zeitlimit die „reale Welt“ nachhaltig dadurch ändern, dass sie ins Fantasy-Reich eingreift?

Im London allein gelassen und zum Tode verurteilt, pendelt sie zwischen Wachen, Träumen und Trance hin und her und gerät auch dort in Todesgefahr, als sie sich in den Prinzen verliebt, der die Tochter der bösen Königin heiraten soll. Zu allem Unglück verliebt sich dieser auch in Coriander und so beginnt auch hier ein Wettlauf mit dem Tod. Doch im Gegensatz zu London ist sie hier nicht alleine, sondern findet schnell Freunde und Verbündete, die mit der Herrschaft der bösen Königin nicht einverstanden sind und alles daran setzen, Coriander zu helfen.

Poetik Pur

Sally Gardner hat, obwohl dies ihr Debütroman ist, schon einen unverwechselbaren Stil entwickelt. Sie selber begründet dies damit, dass sie auf Grund einer schweren Krankheit nicht in der Lage ist, bestimmte lange oder komplizierte Wörter zu erfassen. So las sie sich ihren Text so lange durch, bis er mehr als ein Musikstück denn ein Buch klang. Diese Vorgehensweise merkt man dem Buch deutlich an. Sowohl der Roman im Ganzen als auch die einzelnen Figuren, Schauplätze, Handlungsstränge und Dialoge klingen durchkomponiert bis zum letzten Satzzeichen und macht das Buch zu einem Lesevergnügen sonders gleichen. Besonderen Dank muss man hier der Übersetzerin zollen, die es geschafft hat, diese Melodie verlustfrei ins Deutsche zu übertragen.

Nix für die süßen Kleinen

„Ich, Coriander“ ist kein Buch für Erstklässler. Obwohl von drastischen Gewaltdarstellungen abgesehen wird, ist die Vorstellung, von der Stiefmutter lebendig in eine Kiste eingenagelt zu werden, nicht gerade angenehm. Sie als Elternteil wissen natürlich am Besten, womit ihr Kind umgehen kann. Meine Empfehlung lautet: ab dem 10. Lebensjahr.
Darüber hinaus bietet sich dieses Buch auch als Diskussionsgrundlage für die Auswirkung religiösen Fanatismus auf die Menschen an. Gerade diese Thematik ist zur Zeit leider sehr aktuell und in ihren Auswirkungen für unsere Zukunft noch nicht absehbar.

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