Von 2006 an galt LaFee als Teenygöre, die mit frechen Songtexten und ernsten Themen ihre Fans in den Bann riss und so manchen Eltern sicherlich die schamesröte ins Gesicht trieb. Kurz nachdem ihre Karriere begann und sie Erfolg hatte, wollten es andere Acts ihr gleich tun. Mit ähnlich frechen Texten versuchten es Liza Li und Sha und scheiterten.
Dann verabschiedete sie sich 2009 mit einem eher mäßigen Best Of-Album in eine lange Pause. Eine Pause die sie brauchte um ihre Akkus aufzuladen, ihre Freizeit - die recht knapp war - zu genießen und zu überlegen, ob sie in Zukunft weiter Musik machen möchte. Sie trennte sich von ihrem alten Team und ging in sich. Nach einer langen Pause setzte sie sich mit ihrer alten Plattenfirma EMI zusammen und sie beschlossen gemeinsam, dass LaFee wieder Musik machen sollte. Sie suchte sich ein komplett neues Team und arbeitete unter anderem mit dem Produzenten Peter Hoffmann zusammen, der unter anderem schon Erfolgssongs für Falco, Tokio Hotel und Oli P. produziert hatte.
Ihre Musik klingt anders und doch so nach LaFee. Waren ihre Songs früher von E-Gitarren unterstrichen, so hat sie jetzt komplett ins Popfach gewechselt. Dies tut ihrer Musik aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Sie klingt frischer und besser denn je. Mit "Ich bin" zeigt sie uns den Weg in die Richtung, die sie gehen möchte: Ernste, tiefgründigere Texte. Der Song ist ruhig und wird mit einem wunderschönen Streicharrangement unterstrichen. Der Bonustrack "Unschuldig", den es ausschließlich auf der Single gibt, ist genau anders: Er ist laut und der Text lässt daraus schließen, dass aus dem Mädchen LaFee eine Frau gereift ist, die weiß was sie will.