Der Liedermacher Gerhard Schöne hat für dieses Album bekannte Kirchenlieder und Choräle neu vertont und mit eigenen Texten versehen.
Die Kompositionen sind von der Gruppe L`art de Passage, dem Dresdner Gitarrenduo Saleh/Naßler und Gerhard Schöne frei bearbeitet worden. Die alten Lieder kommen so im neuen Gewand daher - sie wirken nicht mehr wie jahrhundertealte, getragene Kirchenchoräle, sondern klingen nun alltagstauglich in Liedermacherart. Statt auf der Orgel werden die Stücke mit Gitarre und verschiedenen Blas- und Schlaginstrumenten vorgetragen. Trotzdem erkennt man die Melodien sofort wieder.
Am beeindruckendsten finde ich jedoch die neuen Texte - bis auf die erste Liedzeile sind sie jeweils komplett neu geschrieben worden. Wer Gerhard Schöne kennt, weiß, dass er nicht einfach nur ein paar Lieder aneinander reiht, sondern dass er etwas mitzuteilen hat. Es geht ums Christsein, um Mitmenschlichkeit, Pazifismus, um Natur- und Tierschutz. Diese großen Themen packt er konkret, inhaltsreich und ausdrucksstark an. Mir gefallen die Texte so gut, dass ich sie manchmal im Gottesdienst statt der Originalversionen leise für mich singe bzw. mitdenke.
„Ich bin ein Gast auf Erden" erschien erstmals im Frühjahr 1991, denn in der atheistischen DDR war solch eine Veröffentlichung nicht möglich.