Wirbelsturmfilme hat es ja schon viele gegeben und die meisten sind sehr gut. Ice Twister" bildet da keine Ausnahme, er gehört uneingeschränkt zu den sehenswerten Filmen. Auch ist es eine geniale Idee vom Regisseur gewesen, mal einen Tornado nicht nur" aus Wind bestehen zu lassen, sondern aus Eis - das hat es bislang so noch nie gegeben.
Leider sind die Actionszenen sehr knapp bemessen, stattdessen wird zuviel von den Darstellern gequatscht. Man fühlt sich da irgendwie wie ein Schüler im Theorieunterricht, der es nicht mehr erwarten kann, bis er die Praxis erleben darf.
Auch die rasiermesserscharfen Eissplitter" erlebt man nur ein einziges Mal aus der Ferne, wie sie vom Himmel regnen und einen Mann attackieren. Hier besser ins Detail zu gehen und aus der 12-er-Fassung eine 16-er zu machen, wäre klug gewesen. Wenn man deutlich und in Nahaufnahmen sieht, wie die Eissplitter ihre Opfer massakrieren.
Außerdem gibt es einen nahezu unverzeihlichen Logikfehler, der mehr als stümperhaft ist und der wirklich nicht hätte passieren dürfen (und wohl auch nicht passiert wäre, wenn irgendwer der am Dreh Beteiligten seinen Kopf bei der Sache gehabt hätte): ein Bauer fällt vom Traktor, liegt auf der linken Seite und erfriert. Als er gefunden wird, liegt er immer noch gefroren auf dem Feld, aber jetzt auf der rechten Seite. Wer hat ihn umgedreht...? Den Bauern hat doch ein Lebender gespielt. Spätestens der hätte sich beim erneuten Hinlegen melden müssen und sagen: "vorher lag ich aber noch auf der linken Seite, als ich erfror. Sollte das dann nicht jetzt auch wieder so sein?"...
Die Bildqualität ist sehr zufriedenstellend, schön rein, farbenprächtig und kontrastreich, auch die Tonqualität überzeugt. Da fegen die Stürme durch das Heimkino und Gewitterdonner erschüttern das Sofa.