Matthew Reilly verwendet in seinem äußerst spannenden Thriller, der in einer amerikanischen Forschungsstation in der Antarktis spielt, eine Reihe guter Ideen: ein in millionenjahren alten Eis eingefrorenes Raum(?)schiff, mutierte Meeressäuger, sich verselbständigende Geheimorganisationen und die Anprangerung der NATO als verlogenes Bündnis.
Leider fehlt es angesichts dieser guten Ideen an einer intelligenten und überraschenden Auflösung des Rätsels. Man findet sich tatsächlich in einem nicht enden wollenden Gemetzel einer Truppe Marines mit diversen internationalen, glücklicherweise nacheinander auf den Plan tretenden Spezialeinheiten wieder. Wer überlebt, ist bald vorhersehbar. Leider ist der Held wenig interessant, da zu perfekt und unpersönlich dargestellt. Einfallsreiche Dialoge darf man nicht erwarten.
Was mich an dem -trotzdem sehr spannenden - Buch am meisten nervt, ist der endlose überhebliche Patriotismus und die Glorifizierung des einsam kämpfenden amerikanischen Helden, der sich gegen alle stellt: die verräterischen und verlogenen Franzosen, die eingebildeten Briten und schließlich die eigenen geheimsten Spezialeinheiten.
Wer auf Militär, Action, Technik und Antarktis steht, für den ist dieses Buch ein voller Erfolg.