In diesem Bundle enthalten sind zwei Filme. Insgesamt gebe ich dieser Zusammenstellung drei Sterne, die Amazon mit "Nicht schlecht" betitelt. Warum, das werde ich in zwei Teilen erklären.
Der erste Film, Age of the Dragon, hat mir gefallen. Es ist kein Wunderfilm, aber er ist gut, die Schauspieler überzeugen, wenn man von gelegentlichen Schwächen der Schauspieler von Quiqueg und Ismail absieht, die aber zu verkraften sind. Außerdem ist das Machwert recht bildgewaltig, die BluRay-Version lohnt sich allein deshalb. Die Animationen der Drachen sind hervorragend gelungen, die Drachen sehen außerdem wirklich gut aus.
Die Geschichte ist eine Neuauflage von Moby Dick, ein Junge, dessen Schwester von einem weißen Drachen getötet wurde, schwört Rache und jagt diesen Drachen sein Leben lang. Das Ende kennen wir, der Film bleibt recht nah an der Vorlage. Danny Glover spielt Captain Ahap sehr gut und überzeugend. Der Film ist spannend selbst wenn man eigentlich weiß, was passieren wird.
Herausragend ist er nicht, er ist mit eineinhalb Stunden auch etwas kurz, man hätte manchen Erzählstrang nach meinem Geschmack ausbauen können. Der Film ist ab sechzehn, weil die eine oder andere blutige Szene vorkommt. Sollte man sich auch dran halten.
Der Film ist mir vier Sterne wert, man hätte eben etwas mehr rausholen können. Bedauerlich für mich, dass nur eine DTS-HD Spur drauf ist und meine Anlage kein DTS spricht, nur DolbyDigital. Daher kann ich nur sagen, der Analoge HiFi Sound ist schon wirklich gut, da wird der Digitalton kaum hintenanstehen, vermute ich.
Der zweite Film, Fire and Ice ist eine herbe Enttäuschung. Er fängt noch ganz passabel an. Ein König hat eine draufgängerische Tochter, das Königreich wird von einem Feuerdrachen angegriffen und der Berater, der sich später als Verräter entpuppt, rät stets und beständig, sich dem feindlichen König anzuschließen, der ein Drachenei besitzt, was irgendwie vor den Drachenangriffen schützt. Ein Held samt Kumpel (einzig überzeugend: John Rhys Davies) schlägt vor, den Drachen zu bekämpfen, was er auch tut. Gelegentliche Kampfszenen sind grottenschlecht choreografiert und absolut langweilig. Nachdem ein Eisdrache gegen den Feuerdrachen ins Feld geführt wird, fliegen dieselben eine Viertelstunde umeinander herum, bespucken sich gegenseitig mit Feuer und Eis, plötzlich liegt der Feuerdrache kaputt auf dem Boden.
Einige Protagonisten tauchen plötzlich an Schauplätzen auf, wo man sie nicht recht erwartet hätte, man versteht oft nicht, woher sie wussten, dass sie jetzt genau da gebracht würden. Es ist wenig erstaunlich, dass der Verrat des königlichen Beraters, welcher plötzlich selbst bei seinem "bösen König" in Ungnade gefallen ist, auffliegt und er seinerseits von seiner Eskorte verraten wird. Der Held lockt dann den Eisdrachen, weil der ja eigentlich auch böse ist, in eine Falle und tötet ihn obwohl den ganzen Film über darauf herumgeritten wird, dass nur ein Drache einen anderen Drachen töten kann. Aber sein Vater war ja auch ein Drachentöter... Soviel zur Logik.
Die Filmmusik ist ekelhaft. Zum Schluss wird sie noch schlimmer. Ein langweiliges unausgegorenes Thema plätschert zusammenhangslos mit dem Film mit und zerstört die einzigen Momente, in denen etwas Spannung aufkeimen könnte, restlos. Gegen Ende ist es lächerlich.
Die Dialoge im Film sind eine Beleidigung. Die schauspielerischen Qualitäten sind bei den meisten Charakteren wirklich unangenehm, so dass man in den letzten zwanzig Minuten stets geneigt ist, im schnellen Vorlauf zum Ende zu gelangen. Der Film erinnert mich alles in allem sehr unangenehm an einschlägige, deutsche Fernseh-Katastrophenfilmproduktionen.
Einziger Pluspunkt: Die Bilder, die Kameraführung (abgesehen von Kampfszenen) ist gelungen. Ohne Ton als Hintergrundoptik ist der Film daher durchaus brauchbar.
Dieser Film bekommt einen Stern, denn er hat mir überhaupt nicht gefallen. Zum Glück habe ich den zuerst gesehen und anschließend den oben beschriebenen.
Fazit:
Für den Preis lohnt sich der Kauf nur begrenzt. Denn eigentlich kauft man zwei günstige Filme, von denen man den letzten nicht anzusehen braucht. Vermutlich diente der erste als Zugpferd für den zweiten. Hätte man ihn etwas unblutiger gestaltet, hätte man ihn ab zwölf freigeben können und seinen Kindern zeigen. So aber nicht.
Entscheide jeder selbst, ob eine gelungene, nette aber nicht überragende Neuauflage von Moby Dick 13 Euro wert ist.