Das erste wirkliche Highlight des Jahres und eine unwiderstehliche Platte. AI Phoenix liegen klanglich ziemlich genau zwischen Lambchop und Belle & Sebastian. Bei einigen Stücken fällt mir noch Adam Green ein. Das Beste von beiden Seiten des Atlantik, könnte man sagen. Die Band um Songschreiber und Sänger Patrick Lundberg benutzt einfache musikalische Mittel und erzeugt damit große Stimmungen. Das Zusammenspiel der beiden Stimmen, neben Lundberg Mona Mørk, ist schlicht bezaubernd. Trotz oftmals reduziertem Tempo langweilt dieser „Letter one" zu keiner Sekunde - im Gegenteil - man möchte immer mehr. Das liegt ganz sicher an einigen nicht ganz so zurückgenommenen Stücken und an manch schöner Textidee. „Carefully, cautiously / this is where we're going / this is mediocrity / a right lane possibility," klagt Lundberg im Song "Autobahn" und liefert damit eine gelungene Beschreibung des allgemeinen Geisteszustands unserer Tage. „I saw the arrogant / I saw the Eiffel Tower / I can't remember it / not exactly, not the hour," ist auch schön.
Ich freue mich schon auf den Letter two und werde mir in der Zwischenzeit die beiden Vorgängeralben besorgen.