Um es erst einmal vorwegzunehmen: ganz so großartig ist das nicht mehr, was die Herren Gripp und Co. hier abliefern. Waren das Debut und der Nachfolger 'How to meet girls' noch voller Hits, fielen schon die 2-mal erschienene EP und 'American Cheese' etwas ab. Nun geht es noch ein bisschen tiefer.
Obwohl auch 'IV' durchaus einige Klassiker zu bieten hat, sind doch so manche Füller vorhanden, die den Gesamteindruck etwas trüben.
Auch textlich reicht der Charme früherer Alben nicht für die ganze Länge.
Im Einzelnen (1-10):
Oh me oh my(8): guter opener mit schönem Synthie-Sound, leitet das Album
kraftvoll ein
Golfshirt, pt.2 (9): einer der Hits der Platte, Spitzenfortsetzung vom Debut, sogar
besser, genialer Refrain, genialer Text
Highschool reunion (5): uninspiriert, fast belangsloser Song über abgelutschtes Thema,
für Gripp-Verhältnisse mauer Text
WTC#7 (6): nur leicht besser als Highschool reunion (in Text & Melodie)
Dianalee (5): wenig aufregend, man zitiert sich textlich mal wieder selbst,
musikalisch eher nichtssagend, langweilig
Crocodile (4): der Tiefpunkt des Albums, mein 'Skip'-Song, quasi eine
Karikatur der eigenen Texte, langsam, nervig, schwach
Manatee (10): Und dann hauen sie einen raus! Das beste Lied. Spitzentext mit
Cheerleader Refrain und Surf-Synthies ' Klassiker!
Garage sale (8): erinnert musikalisch etwas an 'Nose-ring girl', origineller Text,
mann, muss Herr Gripp in seiner Jugend frustriert gewesen sein
Led Zeppelin rules (8): schöner ironischer Song über Rock-Nostalgie mit Ohrwurm-
Refrain
Dance (7): schneller Rock-Song mit schönem Refrain, aber 'schon wieder'
ein 'romantisch-pubertärer' Text
I'm not a loser (7): auch hier ist der Versuch, sich am Debut zu orientieren offensichtlich, klappt
auch relativ gut
The backpack song (7): kann sich nicht so entscheiden, ob es ein Song sein will, wird es aber
schließlich, wie kann man einen Text über so etwas schreiben?
Gesamt: (7)
Insgesamt ist dieses Album nur mit 3,5 Sternen zu bewerten.
Da das aber nicht geht ' bin ich hart und gebe nur 3.