Mit dem Buch von Roland Böttcher kommen Sie ans Ziel, gleich woher Sie kommen.
Eine kurze Einführung stellt prägnant der grundlegende Aufbau des neuen ITIL dar. Für die erfahrenen ITIL V2 Anwender, dient diese Darstellung als Orientierungshilfe in die revidierte Struktur und jeder findet sich mit gutem Gefühl wieder zu Recht. Die Vaterschaft der ITIL V3 ' Methoden ist schnell etabliert.
Feiern Sie den ersten Kontakt mit der ITIL- Welt, haben Sie das Glück etwas über die Geschichte und letzten Erneuerungen des ITIL- Regelwerkes zu erfahren. Nicht zu viel, nicht zu detailliert, aber Sie ahnen schon wo die grundlegenden Unterschiede liegen werden.
Die vier nächsten Kapitel: Service Strategy, Design, Transition, Operation sind strukturell ähnlich aufgebaut und enthüllen systematisch, wozu die ITIL V3 Prozesse entstanden sind, was sie alles machen sollten, wie man sie auch dazu bringen kann und zuletzt werden noch praktische Hinweise gegeben, in Form konkret definierten messbaren Erfolgsfaktoren, wie man die Prozessperformanzen messen kann.
Der geübte ITIL- Servicemann erkennt sofort die neue Zuordnung der, bereits, aus der meist bekannten Sparten des ITIL V2, Service Delivery und Support bekannten, Prozesse, und identifiziert auch unmittelbar die neu dazu Geschaffenen. Die aus ITIL V2 importierten Grundprozesse weisen mehrheitlich dieselben bekannten Merkmale auf, die schon geläufig waren.
Wozu dann neue Prozesse? Alle , aus ITIL V2 bekannten Aktivitäten, Entscheidungen und Schnittstellen werden mit ITIL V3 in ein prozess-übergreifendes Lebenszyklus Management integriert, daher war die Einführung weiterer Prozesse notwendig. Die Schnittstellen, die jetzt die Übergänge zwischen den neuen, oben erwähnten, Service Grundprozesse steuern, zeigen eine neuartige Prägung und erlauben die Entwicklung, Implementierung, Bewirtschaftung, Auswertung und geregelte Stilllegung der angebotenen IT- Services entlang einer einzigartigen, unternehmenspezifischen Serviceentwicklungsstrategie.
Zusammen zählen die ITIL V3 Hauptprozesse (Service Strategy, Service Design, Service Transition, Service Operation) zwanzig Unterprozesse. Zum Vergleich, Service Delivery und Service Support in ITIL V2 liessen sich mit zehn Unterprozessen meistern.
ITIL V3 verpackt alle diese Hauptprozesse mit einer dynamischen Hülle, die als Continual Service Improvement bezeichnet wird. Sie ist dafür verantwortlich, mit den erarbeiteten Resultaten, die die konsolidierten Kennzahlen ableiten lassen, gezielte und zweckmässige Massnahmen zu entwerfen und umzusetzen mit dem Ziel, die effektive und effiziente Businessrelevanz der IT-Dienste sicher zu stellen.
Die ITIL V3 Originalquelle füllt fünf grosse, doppel-spaltig geschriebene Bänder auf. Die Lektüre dieses Werkes ist sicherlich sehr zum empfehlen.
Roland Böttcher erklärt, auf knapp hundert-achtzig Seiten, eine sehr informative, kompakte, verständliche Schilderung des neuen ITIL 'Gerüstes.
Das ITIL- Interesse, welches die Lektüre seines Buches, weckt, wird noch viele dazu bringen das Originalwerk anzupacken und es, wenn auch nur teilweise und /oder zeitweise, zu konsultieren.
Dr. Gabriel Felley