Gehören Sie auch zu den Menschen, die unter der Bedienung eines Computers lediglich das Versenden einer E-Mail und das Hin- und Her Schubsen der Maus verstehen? Dann wissen Sie nicht unbedingt weniger als Jen Barber. Ihr ist es jedoch gelungen, beim Einstellungsgespräch das Blaue vom Himmel zu lügen und einen Job als Relationship-Managerin der IT-Abteilung zu bekommen. Könnte natürlich auch daran gelegen haben, dass der Chef von Reynholm Industries ebenso wenig eine Leuchte im Computer-Nirwana ist.
Voller Tatendrang fährt sie mit dem Fahrstuhl hinunter in den Keller. Dort hat die IT-Abteilung ihre Büroräume, falls man sie so nennen kann. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten mit ihren neuen Mitarbeitern Roy und Moss, kommt man überraschend gut miteinander aus.
Die beiden jungen Männer haben zwar jede Menge Ahnung von Computern, sind von sozialer Kompatibilität allerdings weitestgehend befreit. Hier kann Jen wiederum aushelfen. Sicher nimmt sie auch mal das eine oder andere Fettnäpfchen mit, bewegt sich auf dem Parkett zwischenmenschlicher Interaktion jedoch etwas versierter. Schon wird eine Mitarbeiter-Party geplant, um die permanent ignorierten IT-Jungs unters Völkchen zu bringen. Natürlich endet das mit einer peinlichen Geschichte, die nie hätte erzählt werden sollen und Roy und Moss sind noch unbeliebter als zuvor. Aber von solchen Niederlagen lässt man sich nicht unterkriegen. Im Gegenteil. Katastrophen werden nicht umschifft - man steuert geradewegs auf sie zu.
Roy hat regelmäßig Schwierigkeiten mit dem schönen Geschlecht und wird wegen patziger Auskünfte schon mal mit einem Damenschuh verprügelt. Moss wohnt noch bei Mutti, setzt das Büro in Brand oder lässt sich von einem Kannibalen zum Kochkurs einladen. Und Jen gerät immer wieder mit der Führung der Firma aneinander, insbesondere, wenn sie ausländische Geschäftspartner verprellt und beispielsweise vorgibt, fließend Italienisch zu sprechen. Wenn Roy und Moss ihrer Chefin auch noch bei einem Vortrag über das Internet behilflich" sind, geht der Spaß erst richtig los.
Echte Highlights sind Gastauftritte von Noel Fielding als Richmond, dem vierten Team-Mitglied hinter der geheimnisvollen, roten Tür. Seit er sich mit Denholm Reynholm überworfen hatte, fristet er sein Dasein im gut temperierten Server-Raum und überwacht die blinkenden Lichter. Nicht zu vergessen der triebgesteuerte Douglas Reynholm, der nach dem Tod seines Vaters die Firma übernimmt. Im Übrigen wird man nie erfahren, auf welche Weise Reynholm Industries eigentlich Geld verdient.
Die beliebte IT-Phrase Have you tried turning it off and on again?" - die hier als running gag genutzt wird - wurde in der deutschen Synchronisation leider falsch übersetzt. Da heißt es: Schon mit ein- und ausschalten versucht?" Wenn man so einen Computer nämlich erst mal ausgeschaltet hat, tut der natürlich auch nix mehr. Soviel ist mal sicher. Vielleicht hatte der Dialogschreiber für das Drehbuch der Synchronisation aber auch so viel Ahnung von Computern wie Jen. Mit wäre nicht lippensynchron gewesen" kann man das jedenfalls nicht entschuldigen. Richtig herum - also erst ausschalten und dann wieder einschalten - funktioniert es übrigens tatsächlich... hin und wieder. (ausführliche Rezension inklusive Bildmaterial auf BritTV.de)
Die DVD-Ausstattungen der tellyvisions Veröffentlichungen sind exzellent. Sowohl Ton als auch Untertitel sind in Deutsch und Englisch dabei und es gibt jede Menge Extras, inklusive Audiokommentare, Making of, Out-takes, entfernte Szenen, Interviews, einer Set Tour u.a.