Wer sich mit Benchmarking im Allgemeinen befasst, wird beim Vergleichen von IT-Strukturen noch dazulernen müssen. Zwar ist auch hier das „Nebeneinander Legen" von mehreren Unternehmen Sinn der Übung, doch hat die IT ihre eigenen Metriken, Vergleichspunkte und Regeln.
Hierzu bietet Michels aus einer offenbar profunden Erfahrung zunächst eine Reihe von nützlichen Fakten in Form kurzer Beschreibungen der wichtigsten technischen IT-Benchmarks.
Hat man diesen Teil studiert, kann man sich im Dschungel der vielen Spezialbegriffe und Benchmark-Suiten zurechtfinden. Man lässt sich nicht mehr zu Kurzschlüssen verleiten.
Welche Teile der IT kann man überhaupt benchmarken ?
Was gehört zur IT-Infrastruktur ?
Warum kann man IT-Anwendungen nicht so einfach benchmarken ?
Warum unterscheidet man MIPS von MIPS-Stunden ?
Wie sind TPMC im Verhältnis zu MIPS zu sehen ?
Kann man Mainframes überhaupt mit Servern vergleichen?
Mit solchen Fragen wird der IT-Benchmarker konfrontiert und dazu findet er hier Antworten und Hilfen. Der Autor geht noch darüber hinaus: Er verbindet was unbedingt zusammengehört, nämlich die technischen Grundlagen mit der betriebswirtschaftlichen Sicht des IT-Unternehmers. Er fordert, dass die Wirtschaftlichkeit der Informationsversorgung als Vergleichskriterium heranzuziehen ist, diese aber auf unmanipulierbaren Einheiten und Metriken beruhen muss. Seine augenscheinlich umfangreichen Erfahrungen bei der betriebswirtschaftlichen Beratung des IT-Management kommen hier auch dem Leser zugute.
Da man von der Website des Autors den „Level 1" dieses Werkes kostenlos downloaden kann, lässt sich abschätzen, was einen erwartet. Hilfreich ist auch, dass man dort das Inhaltsverzeichnis und den Index vorher studieren kann. Einige hundert Schlagworte ermöglichen so im Vorhinein eine bessere Beurteilung des Inhalts. So geht man kein Risiko beim Kauf des Buches ein.
Derzeit sind fokussierte Bücher zum IT-Benchmarking sehr selten, daher kann man über die Mängel der Aufmachung hinwegsehen. Auch möchte man sich einen aufmerksameren Korrekturleser wünschen.