"Ein Mann verschenkt seinen Hund und fährt mit dem Zug weg. Als der Zug in einen Tunnel fährt, erschießt sich der Mann. Warum?"
Leicht zu lösen oder eine echte Kopfnuß, die man nicht mit den üblichen "Nußknackern" knacken kann? Wie auch immer, ich habe dieses Buch mit dem größten Vergnügen gelesen. Nach einer gelungenen Einführung in die Grundformen des Denkens bringt das I.Q.-Training insgesamt 112 unterschiedliche Rätseltypen, Denkaufgaben und Geschichten, zu deren Lösung verschiedene "Denkwerkzeuge" nötig sind. Mal ist ein systematisches Vorgehen gefragt, mal spielen Intuition und Kreativität, ein Um-die-Ecke-Denken die entscheidende Rolle. Rätselsymbole (die Eule steht für das logische Denken, das Opossum für das laterale/kreative Denken), die Unterteilung in drei Schweregrade und drei Altersgruppen (ab 8, 10, 14 Jahren) sorgen für eine leichte Orientierung und zielgenaue Suche. Wer einmal nicht weiter weiß, kann im Lösungsteil nachschlagen. Besser ist es jedoch, Walter A. Heiby zu beherzigen: "Freude entsteht durch das Lösen von Problemen und nicht dadurch, daß man Lösungen vorgesetzt bekommt". Die Rätsel sind verblüffend, faszinierend und können süchtig machen.
Und wer wünscht sich das nicht, in seinen Denkstrukturen flexibel zu sein? "Eines Tages sitzt Churchill beim Dinner neben Lady Astor. Sie wendet sich ihm zu und sagt spitz: "Mr Churchill, wenn ich mit Ihnen verheiratet wäre, würde ich Ihnen Gift in den Kaffee tun." Churchill erwidert: "Madam, wenn ich mit Ihnen verheiratet wäre, ... dann würde ich den Kaffee trinken."