Einleitend: Ich stehe Flippern grundsätzlich positiv gegenüber. Nicht nur aus nostalgischer Erinnerung an die eigene Jugendzeit, sondern auch, weil dabei immerhin noch echte Gegenstände durch eine echte Umwelt bewegt werden - und nicht nur Bits und Bytes über die Platine wie bei Computerspielen. Diesen Kinderflipper haben wir für unseren 4-jährigen Sohn gekauft, einen großen Cars-Fan.
Von der äußeren Gestaltung im Cars-Design ist das Stück nett. Innenleben und Spielablauf sind sehr einfach gehalten: In der Mitte sind ein paar elektrisch betriebene Bumper ("Pilze"), die die Kugel in diverse Richtungen schießen und dabei Soundeffekte auslösen sowie eine kleine Punktanzeige im oberen Teil hochzählen. Sonst gibt es nur ein paar Plastikstege, zwischen denen die Kugel nach unten rollt, sowie die insgesamt 4 Schießhebel. Die funktionieren rein mechanisch, ohne Strom - finde ich in Ordnung, ein bisschen mehr "Ballgefühl"
Bisher funktionieren die Hebel bei uns noch (siehe vorige Rezension), dafür ist das Drehrad, mit dem die Kugel wieder in Abschussposition gebracht wird, eine einzige Katastrophe: Ewig am Klemmen, der Ball lässt sich nur mit viel Würgerei weiterbefördern. Da wurde echt gespart. Ich muss befürchten, dass da irgendwann gar nichts mehr geht und wir zu Gewaltmaßnahmen greifen müssen, damit das Stück noch spielbar ist.
Da Amazon nach dem Punkt "pädagogisch wertvoll" gefragt hat: Was lernt man denn durch Flippern? Sicher kann man dadurch die Reaktionsgeschwindigkeit trainieren, wie ja auch mit vielen Computerspielen. Und man sammelt ein paar mechanische Erfahrungen: Knopf bewegt Hebel stark oder schwach, Hebel trifft Kugel in verschiedenem Winkel, Kugel prallt ab, verliert oder gewinnt Schwung usw. - immerhin walten die Gesetze der Physik und das ganze ist dadurch nicht komplett sinnlos.