Wo Maximilian Hecker sonst so überirdisch über allem schwebend auf seinen vergangen Alben erschien, so verliert er auf "I'll be a virgin, I'll be a mountain" das Attribut der Ausserweltlichkeit und scheint irdisch zu werden.
Beim allerersten Reinzappen war ich tieftraurig, ob dieser musikalischen Wandlung, hieß es doch Abschied nehmen von diesen Metawelten die Heckers Musik so ausmachten und die auch den Hörer so enorm entführten, fast flüchten ließen vom weltlichen Alltagsgeprange...
Doch auch auf seiner neuen Scheibe finden wir den vertrauten Heckerschen Gefühlssehnsuchtsherzschmerz-ich will-sterben-um-zu-leben-Pathos wieder, nur wirkt alles gesetzter, nicht mehr fließend, eher angekommen als abgehoben.
Dennoch fand ich die früheren Alben mit ihrer fast schon inszenierten Lied-Schwülstigkeit einfach herrlich und so war Hecker für mich ein Passenger of foreign worlds, ein SehnSÜCHTIGER, der einen wie mich, der so vermessenen Welt entriß und mit dem man in Tiefen vordrang wie es sonst kaum ein Musiker schafft...
4 Sterne, weil ich das Überirdische vermisse und 4 Sterne, die eigentlich 3 sind, aber weil ich mit jedem Hören mich einlasse auf die neue musikalische Darbietung des Heckerschens Universums...