...wie es ihn später nicht wieder gab und vermutlich auch nie mehr geben wird. Lediglich der Nachfolger zu dieser Scheibe konnte noch einmal halbwegs anknüpfen.
DJ Muggs tobt sich auf dieser Platte erstmals so richtig aus und kreiert ein düsteres Klanggebilde das bis heute im HipHop m.E. völlig einzigartig geblieben ist (zumindest in dieser Qualität). B-Real's Stimme selbst scheint dabei häufig im Grunde nicht mehr als ein Instrument zu sein (zumal seine Texte hier insgesamt belangloser denn je sind) und selbiges gilt noch mehr für Sen Dog, der hier so ziemlich zu einem reinen Hintergrundinstrument degradiert wird (warum eigentlich? Ich mag seinen Style als Kontrast zu B-Real, auch wenn letzterer ohne Zweifel der begabtere MC ist).
Mit diesem Album haben sich Cypress Hill damals von vielen "Black Sunday" Fans entfremdet. Auch ich war erstmal ziemlich vor den Kopf gestoßen, als ich die Scheibe das erste mal gehört habe. Es hat nicht lange gedauert und es war nicht nur mein Lieblings-Cypress Hill Album, sondern (bis heute) eine meiner absoluten Lieblings-Musik Scheiben überhaupt.
Es fällt schwer irgendeinen Track hervorzuheben, weil die Scheibe von vorne bis hinten eigentlich nur krass ist. Erwähnenswert ist vielleicht "No Rest for the Wicked", bei dem es sich um einen extrem harten Diss gegen den ehemals befreundeten Ice Cube handelt. Dieser hat darauf später mit seiner Westside Connection ("King of the Hill") eine denkbar schwache Antwort geliefert.
In den frühen neunzigern ging das zu Ende, was heute manchmal als "golden era" des HipHop bezeichnet wird (ca. Mitte der 80iger bis Anfang 90iger). DJ Muggs für die Westküste und der RZA für die Ostküste waren einige der wenigen Produzenten, die dafür sorgen konnten, das HipHop mir auch Mitte der 90iger noch Spass gemacht hat. Leider sind auch diese beide schon längst nur ein Schatten ihrer selbst...