Produktinformation
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| 1. Warheads |
| 2. Rest In Peace |
| 3. Politicalamity |
| 4. Color Me Blind |
| 5. Cupid's Dead |
| 6. Peacemaker Die |
| 7. Seven Sundays |
| 8. Tragic Comic |
| 9. Our Father |
| 10. Stop The World |
| 11. God Isn't Dead? |
| 12. Everything Under The Sun: I. Rise 'N Shine |
| 13. Everything Under The Sun: II. Am I Ever Gonna Change |
| 14. Everything Under The Sun: III. Who Cares? |
Den Abschluss der Scheibe bildet ein 20-minütiges Bombastrock-Epos, das mit einem kompletten Orchester eingespielt wurde, und auch die übrigen Tracks leben von schrägen Melodien und einem fast schon in Queen-Dimensionen vorstoßenden Faible für komplexe, anspruchsvolle Songaufbauten. Klar, dass man mit dieser CD in kommerzieller Hinsicht mächtig baden ging, an der herausragenden Qualität von III Sides To Every Story ändert dies jedoch nicht das Geringste. --Michael Rensen
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Teil 1 "Yours" bietet, was man schon von der "Pornograffitti" kennt: funkigen Hardrock, diesmal durchgehend mit politisch engagierten Texten - wer die "Pornograffitti" auch jenseits des Hits mochte, wird hier - mit Ausnahme des etwas langweiligen "Cupid`s Dead" - eine Offenbarung erleben.
Teil 2 "Mine" zeigt Extreme nicht mehr von der gesellschaftskritischen, sondern von der privaten Seite: Zuckersüßer, aber intelligenter Pop, meist Liebeslieder, aber auch das textlich naive, musikalisch einschmeichelnde "Stop The World". Am Ende dieses Teils steht mit "God Isn`t Dead?" ein ergreifender, knapper Übergang zu
Teil 3 "& The Truth": Der Höhepunkt dieser Platte und des Extremeschen Schaffens überhaupt, der endgültige Beweis, daß auch Amerikaner ProgRock machen können (und was für welchen), unter Mithilfe von Mike Moran, der ja schon mit Extremes erklärten Vorbildern Queen und Freddie Mercury äußerst erfolgreich gewirkt hatte. Das ist wirklich ein über zwanzigminütiges Klangerlebnis, als sich permanent steigernde Akustiknummer beginnend, dann in Heavyrock übergehend, um in einer einfach wunderschönen, im besten Sinne bombastischen Orchesterphantasie zu enden, in deren Verlauf sich Frontman Gray Cherone als eine der größten (leider überhörten) Rockstimmen präsentiert. Atemberaubend!
Auch der Ausnahme-Gitarrist und Multiinstrumentalist Nuno Bettencourt muß einfach erwähnt werden, der hier seine große Begabung vom ersten bis zum letzten Ton auslebt.
Es ist nachvollziehbar, daß sich dieses Album auf dem Markt nicht durchsetzen konnte. Die "More Than Words"-Hörer waren schon vom Rest der "Pornograffitti" abgeschreckt, und auch den anderen machten es Extreme mit diesem Album nicht gerade leicht, zumal es keinen einzigen auch nur potentiellen Single-Hit enthielt. Dennoch zeigten Extreme hier wie nie zuvor und danach, daß sie von ihrem Engagement und ihrem musikalischen Können her eine der Bands der 90er Jahre und des 21. Jahrhunderts hätten werden können. Es sollte nicht sein, und nach ihrem vierten Album gingen sie dann getrennte Wege. Man kann es nur bedauern. Was bleibt, sind ihre vier Platten, deren am meisten unterschätzte und beste III Sides To Every Story ist. Für den aufgeschlossenen Freund experimentierfreudiger, schlicht und ergreifend guter Musik ist es indes nie zu spät.
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