entspannte Mucke von 4 absoluten Könnern. Auf die Songs gehe ich hier mal nicht ein, das ist
sicher Geschmackssache. Die perfekte Technik und die coolen Riffs sind jedoch nicht selbstverständlich.
Es gibt Bands, die komplizierter, ausgefeilter etc. antreten. Nur brauche ich das? NEIN! Sammy Hagar macht im Grunde seit 40 Jahren das, was er am besten kann (neben dem Saufen :-)), er macht Rock'n'Roll. Joe Satriani hat auch schon anspruchsvollere Alben verzapft. Aber das Ganze ergibt Sinn und ist so genial, weil es eben eingängig ist. Was nützt mir die ausgefeilteste Mucke, wenn ich mir davon auch so garnichts behalten kann?
Genau hier liegt der Geniestreich von Chickenfoot. Es ist eine Mischung aus allem, was die Jungs bisher gemacht haben. Speziell Montrose und teilweise Van Halen hört man hier raus. Aber das ist ja nun wahrlich nichts schlechtes!
Die Produktion ist auch so ein Punkt. Das Ganze ist eher "roh" produziert. Eine Wohltat im Vergleich zu den ganzen gepimpten Produktionen, bei denen die Effekte wichtiger als die Musik sind.
Wer ehrlichen, eingängigen, mitunter amüsanten Rock'n'Roll (im Sinne von (Hard)Rock) mag, kann hier zugreifen.
Und diejenigen, die meinen, alte Säcke hätten eh nichts mehr drauf, sollte sich vor Augen halten, das Sammy Hagar seit kurzem schlanke 64 Jahre alt ist. So eine Röhre gibt es kein zweites Mal!
Und nochwas: derjenige, der den ganzen Guitarheros das Spielen beigebracht hat ist - richtig, Joe Satriani!