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Alleine der auserwählte Bandname ist ein Genuss (humorvoll, "leicht" entrückt und irgendwie sehr subversiv) und das unter diesem Begriff laufende Liedgut ist ebenfalls ein Erlebnis, zwar der anderen, aber der durchaus richtigen Art.
Wie mein Vorredner (s.o.) schon erwähnt hat, haben die meisten diese Band wohl dank Kurt Cobain kennengelernt, der wohl um das "Hitpotential" dieser Formatierung gewusst haben muss.
Jeder ehrliche Fan wird zugeben, dass die Tracks der Meat Puppets (Plateau, Oh Me, Lake Of Fire), neben dem etwas abgelutschten Leadbelly-Cover, den Vaselines-Interpretationen und dem Bowie-Song, das Feinste vom Feinsten (so muss man wohl sagen) sind.
Jene Songs bersten geradezu vor Emotion, Aufschrei und Traurigkeit, was natürlich vor allem an der unglaublichen Performance Herrn Cobains liegt.
Die Originalversionen sind anders, haben aber ihren eigenen, durchaus eigenwilligen, aber gerade deshalb so noch nie gehörten Charme.
Alles wirkt etwas holprig und amateurhaft im ersten Anlauf, bei weiteren Hördurchgängen wird aber klar, dass diese drei Musiker ihr Handwerk verstehen und noch mehr Talent haben.
Wunderschöne Melodien, Melancholie, Uptempo und bizarre, verblüffende Texte, die alle scheinbar unter Einfluss von Peychote geschrieben worden sind, jener psychoaktive Kaktus, den auch schon The Doors oder William S. Burroughs zu schätzen wussten.
Es gibt neben den bereits erwähnten "Nirvana"-Hits also auch einige Meat Puppets-Juwelen zu entdecken:
das schmissige und gleichzeitig melancholische "Lost", das Ohrwurmstückchen "Climbing" ("Climb, climb, I always climb...")und "The Whistling song", der ebenso durch tollen Melodiebogen in Gesang und Instrumental verzückt.
Außerdem gibt es 7 (!) Bonustracks, u.a. ein "Stones"-Cover, ein tolles Artwork, eine "green-tinted jewel box" (will heißen, die CD- Hülle schimmert grünlich),einen Artikel von Michael Azzerad (Nirvana-Biograph), sowie die Lyrics zu den "besten" Songs.
Hört's euch an!
P.s.: Macht nicht den Fehler und kauft euch neuere Meat Puppets-Alben (z.B.: Golden Lies), sind zwar ganz nett, aber lange nicht mehr dasselbe (Chris Kirkwood ist nicht mehr dabei), hört sich alles zu klar, rockig und mainstreamig an (sogar Crossover-Einflüsse), erinnert einfach nicht an die "gute alte Zeit".
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