Das Debut-Album von Hardline "Double Eclipse" zählt seit Jahren zu meinen Lieblingsalben und auch als DJ kann ich an den Hardrock-Abenden einiges davon erfolgreich verwerten. Daher hatte ich mich natürlich gefreut, nach 10 Jahren ein zweites Hardline-Album in Händen halten zu können. Der erste Wermutstropfen ist, dass Neal Schon nur noch bei einem Song dabei ist, aber das muss das Album noch lange nicht schlecht machen, vorallem bei einem solchen tollen Sänger.
Was das Album leider für meine Ohren schlecht macht, ist die nach meiner Meinung in keinster Weise gelungene Modernisierung des Hardline-Sounds. Die Kompositionen wirken angebiedert an Chart-Erfolge anderer Bands, die mit dem Hardrock nichts zu tun haben und kommen daher meist kraftlos und uninspiriert (bzw. vom falschen inspiriert) herüber.
Einzig der Song "Y" ist ein überzeugender Rocker, der Rest kommt leider sehr lahm daher und hat - auch auf dem balladesken Sektor - nicht mehr viel mit den alten Hardline zu tun und wird auch für Axel Rudi Pell Fans enttäuschend sein.
Fazit: Reinhören! Im Gegensatz zum Debut "Double Eclipse", das man als Hardrock-Fan blind kaufen kann und haben sollte, empfehle ich einen Kauf nur zur Sammlungsvervollständigung. Den zweiten Stern bekommt das Album von mir nur wegen Johnny Gioelis toller Stimme und dem Song "Y".