Vor mehr als 30 Jahren begann Nikolaus Harnoncourt, Mozarts "Idomeneo" radikal neu zu deuten, in Zürich gemeinsam mit Jean-Pierre Ponnelle. Seither hat der "Idomeneo" Harnoncourt nicht mehr losgelassen, immer tiefer drang er in das Wesen des Werkes ein. Im Sommer 2008 hat er dazu bei der Grazer styriarte seinen letzten Schritt gesetzt: Zum ersten und einzigen Mal in seinem Leben wollte er auch Regie führen, um "Idomeneo" einmal wirklich richtig zu machen. Eine junge Traumbesetzung stand ihm zur Seite, Saimir Pirgu in der Titelpartie, Marie-Claude Chappuis als Idamante, Julia Kleiter als Ilia und Eva Mei als Elettra, der fabelhafte Arnold Schoenberg Chor und der Concentus Musicus Wien auf Originalinstrumenten, und obendrein Heinz Spoerlis Zürcher Ballett. Das Ergebnis liegt hier auf zwei DVDs im Rahmen der "styriarte Festival Edition" vor. Leicht nachzuvollziehen, was Ulrich Weinzierl ("Die Welt") nach der Premiere seinen Lesern verriet: "Ein Triumph des Musiktheaters, wie wir ihn schon lange nicht erlebt haben".
Eine TV-Dokumentation über die Entstehung der Opernproduktion und ein reich bebildertes Buch ergänzen das Produkt.