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IBM und der Holocaust: Die Verstrickung des Weltkonzerns in die Verbrechen der Nazis Taschenbuch – Restexemplar, 1. September 2002


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 752 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. September 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548750877
  • ISBN-13: 978-3548750873
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 796.504 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Es ist ein offenes Geheimnis, dass zu den Bewunderern des Naziregimes nicht nur deutsche Großindustrielle gehörten, sondern auch führende Manager namhafter US-Unternehmen. Ebenso, dass sich Nazideutschland zur Verwaltung des Holocaust der IBM-Datentechnik bediente. Dennoch überrascht das ganze Ausmaß der Verstrickung, wie es sich nun in Edwin Blacks Buch IBM und der Holocaust offenbart.

Nach minuziösen Recherchen ist es Black gelungen, eine Fülle von Indizien und Detailinformationen zu einem erschütternden Gesamtbild zusammenzufügen. Das Ergebnis seiner Anstrengungen dürfte dem Computer-Riesen IBM nicht nur ein gehöriges Imageproblem bescheren, sondern auch Entschädigungsklagen von NS-Opfern. Im Mittelpunkt der schockierenden Enthüllungen steht der legendäre Gründer und erste Präsident von IBM, Thomas J. Watson, und die damalige deutsche Tochtergesellschaft des Konzerns, die Deutsche Hollerith Maschinen Gesellschaft (Dehomag).

Die von Black als "ideologisch-technisches Bündnis" charakterisierten Geschäftsbeziehungen begannen mit der Volkszählung im Jahre 1933. Während des Krieges waren Tausende Hollerith-Lochkartenmaschinen überall in Deutschland und dem von ihm beherrschten Europa im Einsatz. Sie bildeten das Herzstück des "Maschinellen Berichtswesens", das die gesamte Wehrmachtslogistik, die Rüstungsproduktion, die Sklavenarbeiter oder die Vernichtungslager der SS effektiv verwaltete. Auch wenn die IBM-Manager keinen detaillierten Einblick in die verbrecherische Nutzung ihrer Maschinen hatten, waren sie sich der kriegswichtigen Bedeutung der Hollerith-Technik durchaus bewusst. Was sie freilich nicht daran hinderte, selbst nach dem Kriegseintritt der USA noch Lieferverträge mit dem Reich abzuschließen.

Der Holocaust wäre auch ohne die IBM-Maschinen geschehen. Aber bei der Organisation des industriellen Massenmordes spielte die Datenverarbeitung eine zentrale Rolle. "IBM Deutschland leistete mit seinen eigenen Mitarbeitern und seinen eigenen Geräten die unerlässliche technische Hilfestellung, die das Dritte Reich benötigte, um zu realisieren, was nie zuvor vollbracht worden war", resümiert Black, "die Automatisierung der Vernichtung des menschlichen Lebens". --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Geschäft vor Moral« DIE ZEIT »Vor Black schilderte keiner so eindringlich die Rolle des Datenmultis als technischer Ausstatter des Hitlerschen Gewaltsystems.« DER SPIEGEL

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 20. Dezember 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Edwin Black weist nach, wie sehr IBM von seiner Kooperation mit Hitler-Deutschland profitiert hat.
Das Naziregime führte mehrere Volkszählungen in Deutschland und den überfallenen Ländern durch, um eine Planungsgrundlage für seine Vernichtungspläne zu bekommen. Hierfür nutzte man gerne IBM's Hollerith Lochkartenmaschinen. IBM profitierte von ihren weltweiten Patenten d.h. ihrer Monopolstellung und lieferte so viel sie konnte.
Der Skandal liegt nicht darin, wie in der Presse zu lesen war, dass der Autor behauptet, ohne IBM sei kein Holocaust möglich gewesen. Das behauptet der Autor an keiner Stelle. Aber er belegt überzeugend, dass der Holocaust ohne IBM nicht so effizient zu organisieren gewesen wäre. Er führt diesen Beweis anhand des Vergleichs zwischen den Opferzahlen in Frankreich und Holland. In Frankreich entkamen prozentual viel mehr potenzielle Opfer, weil keine Hollerithmaschinen zur Verfügung standen. Anders als in Holland, wo man auf einen gepflegten Datenbestand und Hollerithmaschinen zurückgreifen konnte.
Selbst die auf Statistik basierende Rassentheorie profitierte von den neuen technischen Möglichkeiten, sie in die Tat umzusetzen. Dank der Erfassung von Geburtsdaten aus Kirchen- und Synagogenbüchern in den Ahnenreihen ihrer Gemeindemitglieder liessen sich nicht nur die gegenwärtigen Religionsmerkmale der Bürger erfassen und auswerten, sondern auch die Religionsmerkmale ihrer Vorfahren nachvollziehen und zu künstlichen Bevölkerungsgruppen wie "Achtel-, Viertel- und Halbjuden" kategorisieren.
Die Nazis dankten dem IBM Chef Watson seine technologische Leistungsfähigkeit und Loyalität zu Deutschland sogar mit einer Ordensauszeichnung.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dirk Schmidt am 2. April 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Wenn vom Thema des Holocaust und dem Nachweis der Verstrickungen IBMs darin mal abgesehen wird, dann bleibt ein weiteres wichtiges Themengebiet über. Das Thema des verantwortlichen Umgangs mit persönlichen Daten bis zum Recht auf informationelle Selbstbestimmung, also Datenschutz. Das Buch zeichnet klar nach, wie das Dritte Reich auf die von IBM beherrschte Lochkartentechnologie angewiesen war, mit deren Hilfe die Bevölkerung gezielt ausgeforscht, erfaßt und letztendlich sogar verwertet werden konnte. Konnten früher nur einzelne Beispiele aufgeführt werden, ist die Buch sicher der frühest ansetzende Nachweis, wie Vorläufer der Computer und Datenbank-Softwaren bereits in der Lage zum Schaden verwandt werden konnte. Ein Diskurs über Sinn und Zweck von Datenschutz, darüber welche Daten erhoben und verwertet werden sollten, wird an diesem Buch nicht mehr vorbeikommen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Malte Neumann am 10. Juli 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dies ist ein bedeutendes, von zahlreichen zwingenden Dokumenten gestütztes Buch. Es ist darüber hinaus sehr eindrücklich geschrieben. Am Ende steht man betroffen vor der Erkenntnis, wie weit doch die Gier und die Skrupellosigkeit des IBM-Vorsitzenden Watson und seiner willigen Mitprofiteure reichte, und wie dementsprechend gut und ordentlich der Kapitalismus während des nazistischen Vernichtungskrieges funktionierte. Watson überlässt nach dem Kriegseintritt der USA Ende 1941 guten Gewissens seine vorher direkt kontrollierte deutsche Tochterfirma Dehomag einem Treuhänder, und dieser geht eifrig daran, die Gewinne der Firma zu mehren, sodass selbst die Wehrmacht unter den peinlich eingehaltenen Mietforderungen stöhnt und ihnen dennoch nachkommt. Als die US-Truppen dann Europa befreien, sammeln die „IBM-Soldaten", vom Konzern quasi gestellte und ausgebildete Nachrichteneinheiten, die diversen Lochkartenmaschinen wieder ein und berichten freudig ihrem Präsidenten (Watson) von ihren Funden. Natürlich gehen alle während dieser Zeit gemachten Erlöse rasch aufs IBM-Konto in New York.
Manche behaupten, der Holocaust hätte auch ohne die Lochkartentechnologie stattgefunden. Aber in dieser „Effizienz"? Jeder weiß, wie gut abgestimmt unter den Bedingungen eines „totalen" Krieges die Vernichtungsaktionen organisiert waren. Black legt dar, wie sehr das von der Hollerithmaschinerie abhängig war, dass selbst Eichmanns Eisenbahnen niemals ohne diese Form der Datengewinnung und Datenauswertung so pünktlich genau gefahren wären.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch beschreibt sehr detailiert die Geschehnisse und die Wege mehrerer Personen die in diesem Zusammenhang stehen.
Im Allgemeinen geht es darum, aufzuzeigen mit welchen Wegen und Mitteln IBM in das Kriegsgeschehen der NAZIs involviert gewesen ist. Das Buch und die Berichterstattung ist zusammenhängend und wirft keine offenen Fragen auf. Scheint gut recherchiert zu sein mit umfangreichen Quellenangabe.

Interessant ist es für alle die sich mit dem Thema beschäftigen und sich nicht nur mit den üblichen Verdächtigen abgeben wie Faber-Castel, den Stahlgiganten, o.a. dt. Unternehmen, sondern auch an einem Beispiel sehen wollen wie ausländische Unternehmen in der Kriegsmaschinerie mitgewirkt haben und nach dem Krieg ungeschoren bzw. unbeschadet davongekommen sind. IBM ist in diesem Hinblick sehr gut davon gekommen, man schwimmt halt eben immer mit der Strömung mit...

Lesen ist sehr empfehlenswert!
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