Vor einigen Jahren, als Iaido in Deutschland noch niemand kannte, hatte ein solches Buch sicherlich Pioniercharakter. Diese Zeiten sind vorbei: Es gibt zahlreiche Dojos, hochgraduierte deutsche Trainer (z.B. Karl-Heinz Lübcke aus dem Hansa-Dojo in Hamburg) und auch die japanischen Vorgaben haben sich geändert. So ist seit der Erstveröffentlichung des vorliegenden Buches bereits zweimal der Bestand an Grundschul-Katas aufgestockt worden, erst auf 10, inzwischen auf 12 Formen in der Seitei-Iai. Auch die hier beschriebenen Bewegungsabläufe entsprechen nicht mehr dem Entwicklungsstand, den das Iai in den letzten Jahren erfahren hat. Die Zeichnungen sind zudem sehr klein und ungenau und für Anfänger besteht die Gefahr, sich gleich zu Beginn Falsches anzugewöhnen. Tiefen Einblick in den Trainingsalltag kann das dünne Bändchen ohnehin nicht bieten. Aber in erster Linie rate ich des veralteten Wissensstandes wegen vom Kauf ab.