Nach etwa fünfzehn Jahren ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Buch der Wandlungen und dem Kauf von etwa zehn verschiedenen, auch fremdsprachigen Ausgaben dieses Klassikers, komme ich doch immer wieder auf die meisterliche Übersetzung Wilhelms zurück.
Ihr merkt man an, daß sie unter Aufsicht und Anleitung eines chinesischen Meisters dieser Orakelkunst entstand. Ebenfalls merkt man ihr an, daß Richard Wilhelm wohl sein Herzblut für diese Übersetzung, die ihn mehr als neun Jahre intensiv beschäftigte, gegeben hat.
Das, was dem Buch in dieser Übersetzung noch einen zusätzlichen Reiz gibt, ist das von J. W. v. Goethe inspirierte, etwas altertümliche Deutsch.
Die Übersetzung Wilhelms ist DIE Referenzübersetzung, obwohl sie mittlerweile bald achtzig Jahre alt ist, und sie ist in viele Sprachen weiterübersetzt worden. Das sagt wohl alles.