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Die amerikanische Firma Asylum nutzt es als Geschäftsmodell, zu erfolgreichen großen Kinoproduktionen, kleinere B-Filme nachzuschieben, die ähnliche Titel und ähnliche Geschichten haben. Als "I am Legend" in die US-Kinos kam, gab es dementsprechend auch gleich "I am Omega" auf DVD. Dieser Film liegt nun auch in deutscher Sprache vor. Und natürlich darf man ihn nicht mit dem großen Vorbild vergleichen, da die Asylum-Produktion vermutlich weniger Geld zur Verfügung hatte, als die Will-Smith-Produktion für das Catering benutzt hat. Darum muss man andere Maßstäbe ansetzen, welche nun einmal für kleine B-Filme gelten. Und innerhalb der Riege der SF-Actionfilme macht "I am Omega" gar keine üble Figur, was auch daran liegt, dass man mit Mark Dacascos einen sympathischen und fähigen Schauspieler an Bord hat, der auch in den wenigen ruhigen Momenten, in denen seine Figur mit der Einsamkeit konfrontiert ist, überzeugend ist. Darüber hinaus weiß Dacascos natürlich, was eine Harke ist und schlägt sich gegen die Mutanten dieser leergefegten Welt ganz gut. An Action mangelt es bei diesem Film wahrlich nicht. "I am Omega" kann man als eine inoffizielle und sehr freie Adaption von Richard Mathesons Roman "Ich bin Legende" ansehen. Abseits von Dacascos sind die schauspielerischen Leistungen eher unter dem Durchschnitt, aber die Anwesenheit des "Crying Freeman" und die actionreich erzählte Geschichte machen den Film zumindest für seine Fans mehr als nur goutierbar. Übrigens: Hier wurde an Original-Locations in der Wüste und den Bergen gedreht, die man auch schon bei Captain Kirks Kampf gegen den Gorn in der klassischen "Star Trek"-Folge "Ganz neue Dimensionen" sehen konnte. Die sehr markante Felsformation nutzte man u.a. auch in "Bill und Teds verrückte Reise in die Zukunft". Fazit: Ein B-Actionfilm, bei dem man natürlich nicht mit Blockbuster-Maßstäben herangehen darf. Tut man das jedoch nicht und ist in Stimmung für B-Film-Action, dann ist der Film schon ganz gut.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild weist natürlich eine Videoästhetik auf und kann seine Low-Budget-Entstehung nicht verleugnen. Die Farben haben einen erdigen Look, nicht unähnlich "The Last Sentinel". Rauschen ist praktisch nicht vorhanden, ein Vorteil der hier verwendeten Technik. Der Kontrast ist zu steil geraten. Bei dunklen Szenen fehlten Texturen (Dacascos' Hemd bei 00:06:35), bei hellen Elementen blüht das Bild richtig (00:34:24; Dacascos' Unterhemd). Die Schärfe ist ordentlich. Man kann zwischen deutschem und englischen Ton wählen. Die Umgebungsgeräusche sind recht gut untergebracht, die Dialoge sind klar verständlich, wobei sie im Original noch etwas harmonischer mit Musik und Geräuschkulisse zusammenwirken. Der Audiokommentar der Macher ist ziemlich locker ausgefallen. Man weiß natürlich, dass man nur einen kleinen B-Film gemacht hat, aber der Stolz der Macher ist schon offenkundig. Und auch gerechtfertigt, ist der Film für das, was er sein soll, doch ganz ordentlich geworden. Es gibt ein kurzes, gut siebenminütiges Making Of, das natürlich nicht sehr viele Infos bieten kann, aber man erfährt etwas mehr von dem Autor Geoff Meed, der hauptsächlich als Schauspieler tätig ist. Die Bloopers sind ganz amüsant, etwa wenn ein Mutant einen Hund jagt. Der Trailer verspricht natürlich einen größeren Film. --movieman.de
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