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I am Airen Man: Roman [Taschenbuch]

Airen
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

9. Mai 2011
Ein junger Mann hat zwei wilde Jahre Berlin überlebt und geht nach Mexiko City. Hart, schnell und mit viel Gespür für Sprache und Rhythmus erzählt er von seinen Tagen und Nächten zwischen Flashbacks und exzessiven Erkundungen. Die Hölle, so viel steht von Anfang an fest, ist nicht der Absturz, sondern das Mittelmaß. Es ist ein Balanceakt zwischen altem und neuem Leben, zwischen den dunklen Höhlen der Vergangenheit und einem neuen flirrenden Alltag.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453675991
  • ISBN-13: 978-3453675995
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 63.695 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Airen, geboren 1981, arbeitete nach seinem Studium als Praktikant in einer Unternehmensberatung in Berlin und zog danach für zwei Jahre nach Mexiko. Seine Erfahrungen im Berliner Club Berghain protokollierte er in seinem Blog (und seinem ersten Buch »Strobo«), aus dem Helene Hegemann in Axolotl Roadkill zahlreiche Passagen zunächst ohne Quellenangabe übernahm; so wurde er zum heimlichen Star einer heftig geführten Literaturdebatte.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"ACAPULCO ist ein öliges Schwipp-Schwapp, blitzende, geldgebleichte Zähne, eine besonnte Nazilagune, House-Music und Meeresfrüchte, ein mexikanisches Las Vegas, überteuerte Drogen, das Haus von dem und dem, Victoria-Kronkorken im Sand, gegenseitig in den Mund geschobene Melonenstücke, ein Albtraum von Mexiko, eine Messe sämtlicher in der Welt vertretener Hotel ketten, rangeklatscht an die zehn Meter Strand. Eine immersommrige Geldausgebestation.
Wir kamen spät. Das Luxushotel. Es war klar, dass dieser Ort nach Gras ruft, nach Kiffen, besser: dass hier auf jeden Fall einer aufgebaut werden musste. Lily und ich ließen die Oma im Stich und gingen auf den Strip. Samstagabends ist der Strip die Tangente am Scheitelpunkt der Jugend. Da ist der Mittelstreifen, mit Palmen bepflanzt; die geben im roten Abendlicht ein exotisches Miami-Feeling ab. Rechts wummern Bars, und es rauscht der Strand, ein warmer Abendwind, der Geruch gekaufter Sachen: Bitte, geben Sie ihr Geld hier ab. Miniröcke.
Keiner geht hier einfach so. Du stellst Titten oder Geld zur Schau, dein Auto oder die modelreife Nutte an deiner rechten Hand, Haare bis zum Arsch, Ficken: fünfzig Euro, Ritz oder Hilton. Wir sind in Acapulco, und das vergisst du keinen Moment. Was du auch machst, du wirst stereotyp, ein neonbeleuchtetes Symbol deiner Persönlichkeit, so wie dieser Ort selbst seit Jahrzehnten ein Symbol ist für Sex und Sonne und die Wohltaten amerikanischer Direktinvestitionen. Ich war längst besoffen.
Ich sah die langbeinigen, großtittigen, eng gekleideten, sich die Zähne leckenden, arschwackelnden, an unseren Tisch schielenden, äh, Transen. Ich sah in den Himmel gestreckte Zungen, hörte Techno und dachte: Ecstasy. Ich fraß Fische für zweihundert Pesos und sah und fühlte und dachte viel und stets: Acapulco. Schnell kauften wir Gras. Ins Auto und heim ins Hotel. Man kann bekifft einfach besser küssen, besser ist gar kein Ausdruck; auf Gras küsst du, und nüchtern knutschst du. Wir küssten uns also. Das Gefühl, dieses Gefühl, und mein Leben lang will ich nur küssen, Liebe und Schweiß und Liebe: So war Acapulco bei Nacht.
Am nächsten Tag das Ganze in Blass. Man ist dann ja halb breit, hat in der Früh vor dem Fick einen kleinen Joint geraucht und sich auf dem Weg zum Strand ein Bier gegönnt, und am Strand leert man das nächste, alles schon langsamer; man vertraut darauf, dass in der Nachtder Bock wieder durchkommt und hängt schlaff im Wasser. Und so breit wie man da vor sich hin chillt, das Hotelpanorama im Blick, schwimmt oder nicht schwimmt, sich gut bedient treiben lässt und langsam dem nächsten gegrillten Fisch entgegenfühlt: Bei Nacht ist dann alles wieder da.
Man könnte es Party nennen. Aber Acapulco ist nur die Freiheitsstatue des Konsums...." -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mach weiter! 19. November 2011
Von Marsch
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Hey Airen, du kannst nicht nur saufen, kiffen, koksen, rumpillen und mit Menschen schlafen (um es mal zensurfrei auszudrücken), sondern vor allem saugut schreiben. Deshalb möchte ich dich hiermit motivieren, weiterzumachen. Deine beiden Bücher waren für mich mit das Beste, was ich seit vielen Jahren gelesen habe. Unbedingt Teil 3 und erst dann...!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen -subjektives- Urteil 19. Dezember 2011
Von einname
Format:Taschenbuch
Erst vor ein paar Wochen bin ich auf die beiden Bücher "Strobo" und "Airen Man" aufmerksam geworden. Von Blogs habe ich wenig Ahnung. Ungewohnt, aber doch als sehr bequem empfand ich den Schreibstil.

Wenn man sich selbst auf den floor's, die lautstark beschallt und euphorisch betanzt werden, heimisch fühlt, ist "Strobo" sowas wie eine Art schizophrenes Tagebuch. Orte, Zustände, Empfindungen, die ganze story kommt einem sehr bekannt vor. Innerhalb küzester Zeit hat man das Gefühl er ist einer von deinen Freunden, Bekannten und du bekommst Bock nächstes Wochenende mit ihm zusammen auf die Piste zu gehen!

"Airen Man" ist nicht mehr die "verpeilte ständig druff Party" wie es noch in "Strobo" der Fall war. Es sind vielmehr die dosierten Exzesse und jähe Errinnerungen an ekstatische verlebte Nächte. So skizziert dieses Buch vielmehr das Einfinden in Mexiko, die Entdeckung der Liebe -jedoch ohne überflüssigen sentimentalen Heulrotz- und hinterlässt nun das Bild eines besonneneren, vernuftsbegabten werdenen Vaters.
Totzdem klingt leise ein sehnsüchtiges Begehren nach vergangen Zeiten - TECHNO- durch das bepalmte Panorama Mexikos...

Wer weitere abgefuckte Episoden des unersättlichen Lechzsens nach Rausch sucht, findet vielleicht das sabbrige Lechzsen, tatsächlich tragen sich aber nur Ausschweifungen gewöhnlicher Manier zu. Was absolut nicht bedeutet das diese Lektüre lahm wäre, vielmehr ist diese Fortsetzung in Gestalt eines konformeren Lebens dem Autor sehr zu wünschen.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mexikos Himmel hängt voller Drogen 24. April 2010
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dass Helene Hegemann von ihm abgeschrieben hat, hat Airen berühmt gemacht. Sein ersten Buch Strobo war lange von Feuilleton und Buchhandel links liegen gelassen worden.

Zu Unrecht. Den es schilderte detailgenau mit viel Sprachgefühl Berlin, das berühmte Berghain, das Lebensgefühl dieser "Drugs and Techno"-Szene.

Kann da das zweite mithalten? Oder ist es nur ein Abklatsch des ersten Bandes?

Um es kurz zu machen: Mexiko ist Airen viel ferner als Berlin. Auch wenn er dort monatelang gelebt hat. Hier scheinen oft nur noch die Drogen eine Rolle zu spielen.

Von seiner Firma, einer Berliner Unternehmensberatung wird er nach Mexiko-City geschickt. Erstmals lässt er dort Kollegen an sich heran, die er in Berlin immer auf Abstand hielt. "Am schlimmsten ist, wenn die dann ganz arglos und freundlich auf einen zukommen und man die Angst nicht aus den Augen kriegt: Die Angst, erkannt zu werden."

Da klingt der Airen des ersten Bandes durch. Ehrlich, direkt, er schildert sein Leben, seine Gefühle und der Leser kann ihm folgen.

Doch die Arbeit verschwindet bald wieder im Drogenrausch, wochen-, monatelang lässt er sich krankschreiben, besorgt sich mit Geld falsche Atteste und der Text zieht wie eine endlose Junkiereise an dem Leser vorbei. Immer wieder mit Stellen, wie obige, die einen vom Hocker reißen, aber dazwischen Längen ohne Ende. Er wird von einer älteren Mexikanerin adoptiert und an deren Enkelin verkuppelt und stellt erstaunt fest, dass er verliebt ist. Doch das blitzt nur ganz kurz auf, zwischen endlos langen Drogenzeiten, die die beiden miteinander verbringen. Mal in Vera Cruz, dann in Acapulco, wieder zurück in Mexiko City.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für jedermann. 5. Juni 2012
Von cklewer
Format:Taschenbuch
Nichts für Zartbeseitete und Liebhaber von süßen Liebesromanen. Hier kommt keine Seite ohne Drogen oder Sex aus. Airen beschreibt direkt und ohne große stilistische Mittel über sein Leben abseits der deutschen Mittelschichtsnormalität. Der einzige Bruch in diesem Roman ist seine Erfahrung, dass die große Liebe doch Einiges ändern kann.
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3.0 von 5 Sternen B 12. Dezember 2013
Von scomp
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
das Buch ist die Fortsetzung von Strobo. Wie Strobo ist das Buch auch leicht zu lesen und man kann es in einem durch lesen, wenn man keine zu hohen Ansprüche bei der Geschichte hat. Es ist halt nur eine Erzählung, wie die Person nach der ersten Geschichte
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