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Die Geschichte einer Rückkehr, die Geschichte einer Wiederholung. Vor acht Jahren ist Martin (Alessandro Nivola) wegen Mordes an dem Vater seiner damals 14-jährigen Freundin Helen (Rachel Weisz) verurteilt worden. Nun ist er auf Bewährung wieder frei und kehrt zurück, weshalb sich die Tragödie von einst mit etwas anderen Konstellationen wiederholen kann. Wie Elvis Costellos düster-melancholischer Song I Want You", der die Geschichte gleich einem Leitmotiv begleitet, erzählt auch Michael Winterbottoms Film von einer Sehnsucht, die so groß ist, dass sie nur noch schmerzt, von einer Liebe, die so hoffnungslos ist, dass sie nur noch zerstören kann. Dabei funktioniert I Want You genau wie ein Song, der direkt ins Unterbewusste eindringt. Er ist Zelluloid gewordene Musik. Und Slawomir Idziaks von Farbfiltern verfremdete, vollkommen künstliche und doch absolut wahrhaftige Bilder gleichen Tönen, die in uns nachschwingen, Stimmungen von archaischer Kraft heraufbeschwören. Eine unvergessliche Elegie voll Sex und Tod ist dieses kleine Meisterwerk, die reinste Poesie des Kinos. --Sascha Westphal
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Cineastische Bedeutungshuberei?,
Von
Rezension bezieht sich auf: I Want You (DVD)
Ein Abgesang auf den Hippie-Kult? Möglicherweise. Die einstig bunte Welt ist grau und trist geworden. Das Leben am Strand sieht düster und kalt aus.Honda heißt der junge Held, ein Strandläufer, der plötzlich seine erste große Liebe trifft. Geradezu physisch trifft - es gibt einen Zusammenstoß mit der fahrradfahrenden Helen. Die aber tändelt derzeit mit dem Radio-Diskjockey Bob herum, und teilt mit Martin, der gerade wieder aus dem Gefängnis zurückkommt, ein dunkles Geheimnis. Honda ist gewissermaßen ein stiller Verehrer, er bleibt den ganzen Film über stumm (wie seine Schwester erzählt, hat er nach dem Tod der Mutter zu sprechen aufgehört), aber dafür hört er um so mehr (immer wieder macht er Tonbandaufnahmen mit Richtmikrophonen). Seine Schwester Smokey, als Sängerin im Strandhaus ahmt sie unverkennbar Julee Cruise nach, verkörpert das Hippie-Ideal der 'freien Liebe', und ist die Anspielstation für fast alle männlichen Protagonisten des Films. Aber es gibt auch eine Verbindung zu Helen, und so sind drei Männer mit zwei Frauen verknüpft: Honda-Helen / Honda-Smokey - Martin-Helen / Martin-Smokey - Bob-Helen / Bob-Smokey. Neben einem psychedelischen Soundtrack (von Adrian Johnston) gibt es diverse Lieder (von Elvis Costello ist der Titelsong, 'Sweeter' und einige andere Songs von Rare, 'With A Girl Like You' von den Troggs, 'Beautiful Love' von Julian Cope, und anderes), und irgendwie erinnert alles an die Hippie-Zeit. Vom berühmten Filmkritiker Georg Seeßlen wird der Film abqualifiziert als "Cineastische Bedeutungshuberei" mit einem "läppischen Ende" (filmzentrale.com). Mir erscheint der Film dagegen absichtlich verspielt, ohne große Intention, mit vielen netten kleinen und unkonventionellen Ideen - Kleinkunstkino sozusagen (auch wenn es diesen Begriff für das Kino nicht gibt). In diesem Sinne finde ich auch dieses Werk des sogenannten 'Ausnahmeregisseurs' Michael Winterbottom durchwegs gelungen, und das Ende gar nicht läppisch, sondern mit seiner bitterbösen Wendung ein sehenswertes Beispiel für den typisch-englischen schwarzen Humor. Bild und Ton sind überraschend gut (für einen Film aus den 90er Jahren), die 16:9-Auflösung ist tadellos, der Dolby-Digital 5.1 Ton akzeptabel. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannend und unterhaltsam,
Rezension bezieht sich auf: I Want You (DVD)
Ich bin eigentlich positiv überrascht. Nach diversen Filmkritiken im Netz war ich schon fast enttäuscht darüber, dass ich mir den Film zugelegt habe. Aber als Rachel Weisz-Fanatiker war ich allerdings trotzdem sehr gespannt darauf, was mich mit diesem Film vom viel gelobten Regisseur Michael Winterbottom erwartet.Anfangs werden verschiedene Charaktere vorgestellt, die auf den ersten Blick gesehen, in keiner Beziehung zueinander stehen. Doch mit zunehmender Laufzeit erkennt der Zuschauer, welches Geheimnis die Personen verbindet, bis es letzten Endes zu einer überraschenden und schockierenden Enthüllung ihrer Vergangenheit kommt. Die beiden Hauptakteure Rachel Weisz und Alessandro Nivola können mit ihrer Leistung überzeugen, besonders Rachel Weisz-Fans kommen auf ihre Kosten. Einzig der junge Verehrer von Helen (Rachel Weisz) stört manchmal durch seine Anwesenheit, der zwar eine wichtige Rolle im Geschehen übernimmt, aber irgendwie nichts anderes zu tun hat, als den ganzen Tag durch die Gegend zu rennen oder seine nymphomanische Schwester mit einem Tonbandgerät aufzunehmen. Auch die deutsche Stimme des Jungen klingt eher amateurhaft und sehr unprofessionell. Der Soundtrack besteht zwar leider nur aus einem Lied, dafür wird Elvis Costellos gleichnamiger Klassiker zum Ohrwurm und setzt in den richtigen Situationen ein. Zusammenfassend kann man sagen, das die düstere Atmosphäre gut durch die Darsteller vermittelt und vom Titelsong untermalt wird, wodurch der Film zu keiner Zeit langweilig wird. Meiner Meinung nach auf jeden Fall schon wegen der interessanten Story sehenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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