Also, ich weiß ja nicht, aber ich kann mich dem negativen Urteil nicht anschließen. Sicher ist, das Coco Montoya hier sein Gitarrenspiel etwas mehr in den Hintergrund rückt und seinen Gesang mehr in den Vordergrund stellt. Aber deswegen dieses Album gleich so abzuurteilen, scheint mir ein Schnellschuß gewesen zu sein. Klar, man geht mit einer anderen Erwartung an dieses Album heran, und deshalb zündet es beim ersten hören auch nicht gleich so richtig, aber, und das ist doch viel wichtiger, wenn man die Scheibe öfter hört, gefällt sie zum einen einem immer besser und man entdeckt gleichzeitig immer wieder neue Sachen, die einem zeigen, das hier wirklich Profis ein Zeugnis Ihres Könnens abgeliefert haben. Denn nur weil nicht gleich irgendwelche Solis abgeschreddert werden oder ähnliches "Guck-mal-und-lobe-mich,nee-watt-bin-ich-nen-fixen-Jung-mit-meine-Fingers" geboten wird, ist das Gitarrenspiel hier mittelklassig... oder war da nicht doch mittelmäßig gemeint?! So what, jeder hat seinen eigene Geschmack, mir gefällt das Album sehr gut, zumal es nicht nur eine einfache weitere Coco-CD ist, die man sich ins Regal hämmert, um zu zeigen wie groß die eigen Sammlung doch ist... Nee nee nee...
Für Blues-Puristen sei indes gesagt, dass dieses Album allerdings nichts für sie ist, es sei denn, man ist schon über das einfache zwölf-takter-Denken hinaus.
Meine Anspieltipps lauten übrigens völlig entspannt und mit ruhigem Gewissen "Hey Senorita" und "Fannie Mae" und dann noch am Besten alle anderen Songs dazu!
Übrigens, auf seinen Konzerten zeigt er immer noch so manchem Gitarristen der was drauf hat, was ne Harke ist. In diesem Sinne
Lasst die Musik Musik sein und Euch unterhalten, anregen, etc....