Ich nehme jetzt einfach mal die Solo-Single von Ex-"Nightwish"-Frontfrau Tarja Turunen zum Anlaß, meine Meinung über den Split und die darauffolgenden bzw. noch kommenden Alben kund zu tun:
"Nightwish" sind kompositorisch sicherlich in ihrem Genre unerreichte Spitzenklasse. Und durch die neue Sängerin steht die Musik völlig im Vordergrund und man wird nicht mehr, wie zu Tarjas Zeiten, durch den Gesang etwas davon abgelenkt. Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich mochte die alten "Nightwish", allerdings ist die Musik an sich schon so atemberaubend genial nach meinem Geschmack (Filmscores ohne Film), daß es einer Opernstimme eigentlich gar nicht mehr bedarf. Und wenn doch, kann man diese ja schließlich einbauen (siehe "The Poet an the Pendulum" von "Dark Passion Play"). Tuomas Holopainen, der Komponist von "Nightwish", hat ja auch betont, dass die neue Sängerin variabler ist als es Tarja war. Was er damit meint, ist wohl, dass er sie jederzeit "einpassen" kann, ohne dass sie sich in den Vordergrund drängt. Die richtige Richtung für "Nightwish", wie ich finde.
Allerdings wäre es ja schade, wenn Tarja nun völlig verschwände. Mitnichten, sie macht dann halt alleine weiter. Und mit den richtigen Produzenten/Komponisten kann sie dort weitermachen, wo sie mit "Nightwish" aufgehört hat. Natürlich werden die Kompositionen sich anfangs eher noch nach Kopien von alten Songs von "Nightwish" anhören, aber das ist ja auch nicht verkehrt. Denn so hat man als Fan schlichtweg die doppelte Portion! Der Split ist dann wohl auch das beste, was passieren konnte. Tarja und Tuomas können sich nun beide voll ausleben und wir als Fans können uns die besten Sachen aus beiden Welten raussuchen, denn jeder für sich hat ja auch seine schwachen Momente.
Alles in allem: ein Gewinn für jeden Fan der alten "Nightwish", denn nun haben wir die doppelte Dosis und jeder wird zufrieden sein. In diesem Sinne. Ach ja: für die erste Single gibt es nur 4 Sterne, denn die Komposition ist jetzt nicht gerade besonders innovativ, aber gelungen und geht gut ins Ohr. Ich freue mich auf das Album.