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4.0 von 5 Sternen
Gute SF, 22. April 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz [VHS] (Videokassette)
Es ist erstaunlich, wie stark dieser Film die Zuschauer polarisiert: entweder gefällt er überhaupt nicht oder er wird euphorisch beurteilt. Beides ist meines Erachtens überzogen, wobei man generell sagen muß, daß derartige Filme Geschmackssache sind. Daß der Streifen tricktechnisch absolut brillant ist, versteht sich bei den beteiligten Personen und Studios von selbst. Somit muß das Hauptaugenmerk auf den Inhalt gerichtet werden. Hierbei ist Kubricks Handschrift vor allem in der ersten Hälfte unverkennbar. Danach übernimmt zusehends Spielberg die Regie. Und hier kann man durchaus kritische Anmerkungen machen. Der Schluß zieht sich sehr lange hin, auch wenn die Bilder wunderschön sind. Leider ist auch eine Tendenz zur Verschnulzung nicht zu verkennen. Und ob der Teddy wirklich notwendig war ... Hinsichtlich der Aussage jedoch habe ich den Film als Offenbarung empfunden. Ein Roboterkind, befähigt zu Gefühlen, hergestellt, um kinderlosen Eltern als Ersatz zu dienen, wird von seinen Besitzern, die damit nicht zurande kommen, ausgesetzt. Nun hat es nur noch einen Wunsch: endlich ein richtiger Junge zu sein, damit seine Liebe von den Menschen erwidert wird. Diese Suche ist bewegend dargestellt und wird letztendlich belohnt. Ich habe mich gefragt, was wohl der gute alte Isaac Asimov zu diesem Film gesagt hätte, wenn er ihn denn noch hätte sehen können. Ich glaube, er hätte ihm gefallen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Pinnochio goes HighTech - Ob das gut geht?, 19. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz [VHS] (Videokassette)
In "Künstliche Intelligenz" steckt die Kreatvität zweier Filmgenies: Stanley Kubrick, der die Idee für den Film hatte und Steven Spielberg, der die Idee umsetzte. Herausgekommen ist dabei ein Werk dass zum einem verblüfft, zum einem aber auch ein zweifelhaftes Experiment eingeht, indem es ein klassisches Märchen, Pinnochio, in die Zukunft katapultiert. Anfangs gelingt das nicht schlecht, die Effekte und Darsteller überzeugen gleichermaßen, auch die Handlung läuft zu Beginn recht akzeptabel dahin. Im Verlauf der Geschichte wird die Story jedoch zu simpel, zu wenig Spannung kommt auf. Auch wenn Überraschungen ab und zu für "Ahhhh"-Momente sorgen, so sitzt man doch größtenteils vergebens da und wartet auf die große Wendung. Die Handlung wäre sicherlich besser rübergekommen, wenn man den Film um mindestens eine halbe Stunde kürzer gefasst hätte. Dennoch: "Künstliche Intelligenz" ist ein Gänsehaut Film voller Emotionen und wenn sich beim, zugegebenermaßen sehr kitschigen Schluss, Mutter und 'Sohn' engumschlungen im Bett liegen und dabei doch wissen, dass nie ein Morgen geben wird, kullern selbst Super-Machos kleine Tränchen die Wangen hinunter.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Prädikat: anschauen!, 29. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz [VHS] (Videokassette)
A.I. - Artificial Intelligence ist ein bemerkenswerter Film in nahezu jeder Hinsicht. Ähnlich wie beim Kultstreifen "Matrix" zieht sich ein unverkennbarer Look durch den gesamten Film. Der Zuschauer bekommt Science-Fiction und visuelle Effekte vom feinsten geboten. Dazu eine gehörige Portion Philosophie und Ethik - das erinnert alles etwas an "Blade Runner"! Gegen Ende hin erinnert der Film ein wenig an die psychedelisch-surrealistischen Endsequenzen von "2001 - Odyssee im Weltraum" (minutenlanges Schwelgen in Bild und Ton). Leider blieb aber auch A.I. nicht vom Hollywood-Kochrezept "Ein erfolgreicher Film braucht Action, Thrill und Liebe" verschont. So übertreibt es Spielberg am Schluß etwas mit der Sentimentalität, was so manchem Zuschauer zu platt sein dürfte und das Niveau des Filmes etwas herunterzuziehen droht. Denn der Film an sich kann schon als sehr niveauvoll bezeichnet werden. Ich bin, nachdem ich den Film gesehen habe, mit sehr viel philosophischer Inspiration aus dem Kino gekommen, so vielen Eindrücken, Visionen und Gefühlen... und obwohl es ein Science-Fiction-Film ist, lassen sich doch sehr viele Motive aus dem Film auf unseren Alltag übertragen und stimmen den Betrachter nachdenklich. Prädikat: anschauen!
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