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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Helge besser als je zuvor!, 19. Januar 2007
Lange musste man auf das neue Album von Helge warten - nun ist es endlich da! Einen ersten Vorgeschmack auf "I Brake Together" wollte ich mir holen, indem ich ein Konzert seiner neuen gleichnamigen Tournee besucht habe. Und es war gut - sehr gut!
Helge ist musikalisch wie immer ausgezeichnet und so spielt er jeden Song des Albums selbst - egal ob mit Trompete, Klavier oder Mundharmonika - er kann es einfach! Dazu hat er noch brilliante Unterstützung an der Gitarre aus Italien, am Kontrabass aus Australien oder am Schlagzeug aus England! Die Songs sind allezu eingängig und besonders "Käsebrot" oder das Duett mit Udo L. "Pinguine können nicht fliegen" sind einen Kauf wert! Wer sich dieses Ablum kauft, muss unbedingt eines seiner Konzerte der neuen Deutschland-Tournee besuchen, ihr werdet nicht enttäuscht werden und könnt jeden Song mitsingen - TIPP!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach Helge pur!, 21. Januar 2007
Nach dem eher durchwachsenen Album "Out of Kaktus" (2003) legt Helge nun wieder ein wahres Meisterwerk mit einem Mix aus skurrilem Humor und eingängiger Jazz-Musik vor. Neben neuen Songs gibt es auch ein paar Neuaufnahmen alter Klassiker und ein gut 14minütiges "Interview" zu hören, bei dem ich sofort an Beckmann & Co. denken musste ;-).
Im Gegensatz zum Vorgänger, wo fast nur Keyboards und Drumcomputer zum Einsatz kamen, spielt Helge hier wieder mit Band. Es ist gleichzeitig auch die Live-Band auf seiner aktuellen Tournee: am Schlagzeug der weltberühmte Pete York, an der Gitarre Sandro Giampietro und an Kontrabass und Tuba Rudi Olbrich. Das Album erinnert stark an alte Klassiker wie "Es rappelt im Karton" (1995) und ist musikalisch vielleicht sogar noch einen Tick besser. (Vielleicht aber auch deshalb, weil offenbar weniger "absichtlich falsch" gespielt wurde, als sonst.)
Fazit: Helge bleibt sich treu! Wer ihn nicht mag, wird auch mit dieser CD nichts anfangen können. Wer ihn aber mag, für den ist diese Scheibe ein absolutes MUST TO HAVE! 100%ige Kaufempfehlung!!!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jazz, Rock'n'Roll, Latin, Rock und allerhand unkontrollierte Pointen, 22. Januar 2007
Helge "bremst zusammen" - und zwar mit seinem vielleicht besten Album überhaupt! Die Gags sind wieder echte Kracher, und musikalisch ist "I Brake Together" brillante Handarbeit. Vergessen sind die elektronischen Möchtegern-Modern-Experimente und seichten Blödeleien des schwächelnden Vorgängers "Out of Kaktus" (2003). Hier präsentiert Helge auf einem ausgesprochen Musik-betonten Werk zehn Eigenkompositionen am Stück, eingespielt mit seiner Tourband bestehend aus Kult-Drummer Pete York, Gitarrist Sandro Giampietro und Rudi Olbrich an Kontrabass und Tuba. Die Bandbreite umfasst Swing, Jazz, Rock'n'Roll, Rock, Blues und Lateinamerikanisches - der Titelsong könnte gar ein echter Beatles-Rocker sein. Die Qualität ist die einer 1A-Jazz-Combo samt virtuoser Saxofon- und Klaviersoli, die Helge mitunter auch mal mitten im Song selbst ankündigt. Die schiefen Töne dazwischen sind Programm! Sie gehören zum genialsten Soundtrack, der je zu Blödelei geschrieben wurde. Denn die Texte sind ausnahmslos echte Schenkelklopfer im Helge-Style. Wer sonst kann sich minutenlang über das Abnehmen des Telefonhörers auslassen? Oder die sexuelle Anziehungskraft des "Käsebrots" beschwören? Es sind vor allem die alltäglichen Fragen, die auf "I Brake Together" beantwortet werden. Was tut ein Mann alles für eine Frau? Er legt die Set-Deckchen hin und kocht Mus. Warum ist die Welt so erbärmlich? Weil im Fernsehen Fettabsaugen läuft und auf der Verkehrsinsel geparkt wird. Und "Mädchen wollen küssen. - Günter Netzer aber auch".
Schon fast drollig unpassend wirkt die Tuba als stampfender Taktgeber bei "Bitte geh nicht vorbei", Helges Hommage an das Wunder der Liebe, die er mit inbrünstiger Stimmkraft darbietet und dabei unnachahmlich die Töne verfehlt - eine mit zunehmender Spielzeit immer unverschämtere Parodie auf Schlager-Schnulzen. Die Steigerung dessen bieten "Die Trompeten von Mexico", die derart schief spielen, dass das Traumschiff zur Titanic wird und man sich den Sombrero am liebsten bis zu den Füßen runterziehen möchte ("Die Trompeeeeeeee-heeheeeeeten von Mexiko, sie laden Dich ein, zu Kaffee und Kuchen, und glasiertem Schwein,...."). So viel zur Schlager-Abteilung.
Unglaublich, wie unterschiedlich dieser Mann klingen kann! Eben noch Jodel-Versuche unter der Sonne Mexikos, dann singt er bei der bluesigen Slow-Rock-Nummer "Lady Suppenhuhn" mit Elvis-Presley-Einschlag, bei "Texas", einer Hommage an den Wilden Westen gibt er den verruchten Cowboy; und "Pinguine können nicht fliegen" ist ein sensationelles Duett mit dem zumindest gedanklich anwesenden Udo Lindenberg und ohne jeden roten Faden.
Unter den zehn Songs ist kein einziger Lückenfüller - alle glänzen mit typischem, unvorhersehbarem Helge-Witz. Wenn der Reim nicht passt, wird er passend gemacht, und wo er passen würde, da findet er nicht statt. Helge korrigiert sich zwischendurch und vergisst schon mal den. So gut war er seit "Es rappelt im Karton!" nicht mehr.
Nach zehn Songs folgt schön abgetrennt die Cover-Abteilung mit Helges ganz privaten Versionen der Jazz-Klassiker "Fly Me To The Moon" und "Georgia On My Mind". Ein echter Höhepunkt ist dann noch mal der "Jailhouse Rock" zusammen mit Mickey Mouse: Ein High-Speed-Helge auf Helium - einfach der Hammer!
Aber wo bleiben die Blödeleien jenseits der Musik? Die werden in geballter Form nachgeliefert, mit einem 14-minütigen Interview: Helge Schneider interviewt sich selber! Seitenhiebe an die Kritiker inklusive. Warum hat er die neue Platte aufgenommen? Woher hat er seinen gestählten Körper? Wird mit dem Titel nicht die englische Sprache verhohnepiepelt? Welche politischen Themen kommen in "Käsebrot" vor? Was frisst der Schlagzeuger so auf 100 Kilometer?
Der klare Aufbau des Albums - zehn Songs, drei Coversongs plus ein Klaviersolo mit "Käsebrot"-Variationen und dann eine viertel Stunde Blödelei par excellence - ist super gelungen und macht das Album öfter hörbar als wenn sich Songs und Sprech-Tracks abwechseln würden. Für Helge-Fans, besonders jene mit "Out of Kaktus"-Skepsis ein MUSS!
"So jetzt ruf ich... ach, ach ich ruf einfach keinen an. Bin zwar Telefonmann, aber ist egal." ("Meine Supermaus")
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