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5.0 von 5 Sternen
Mit einem Bungee-Seil bis vor die Fleischtheke!, 29. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: In Hypnose (Audio CD)
Habe leider das Konzert verpasst, als der Mann - als Geheimtip vorgestellt - bei mir nebenan gastiert. Stattdessen habe ich mir das Album geholt. Ich möchte mich nicht in Details verlieren - deswegen kurz mein Eindruck: Eingängige Melodien, die in einer Hülle aus Gitarren oder Synthi-Pop zunächst plump, dann lustig wirken. Aber die Lieder entledigen sich beim Hören nach und nach Ihrer Bedeckung und geben Ihre Botschaft Preis. Ist es Schlager? Nein - irgendwie ist das Klangbild dafür zu aberwitzig gestrickt. Witzig hingegen die Texte - und mit der Prise Ironie, die einen zum Nachdenken anregt. So zum Beispiel bei Theke mit den Toten - eine Hymne für den Vegetarismus. Gerne wird in den Liedern auch das "Reich und schön"-Ideal mit Zynismus begossen. Aber nicht, dass wir uns missverstehen - die Stimmung der Lieder passt in jede Dorfdisco. Vielleicht Gassenhauer der Moderne. Selber hören macht reich.
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5.0 von 5 Sternen
Taub vom Applaus, 1. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: In Hypnose (Audio CD)
Niemand geringeres als Alfred Hilsberg meldet sich eines Tages telefonisch bei Herrn Friebe um ihn zu fragen: "Wie lange brauchst du, um ein ganzes Album aufzunehmen?" 2004 erschien das Debut Album "Vorher Nachher Bilder" des Wahl-Berliners. Mit "Hypnose" vervollständigte Jens Friebe seine Meisterwerke der Musik, die irgendwo zwischen Punk und Elektropop zu suchen sind. Früher ("Vorher Nachher Bilder") wurden Elektronik und Gitarrengeschrammel noch sehr separiert. Auf "Hypnose" schafft er es jedoch beides perfekt zu vereinen. Ob Vegetarismus, Ermordete Präsidenten oder Aberglaube. Man wird auf 12 grandiosen Songs sicherlich auf das ein oder andere Thema stoßen, dass sich nie ein Popstar zu besingen getraut hätte. Und Jens Friebe wäre nicht Jens Friebe, würde er nicht genau das tun. Man wird zwar provokant, doch immer mit einem zarten Lächeln von Song zu Song getragen. Ich kann einfach nicht anders, als von morgens bis abends, ob ich aufsteh oder schlafen geh, Jens Friebe zu hören. Die wahrscheinlich gesündeste Droge der Welt... (Anspieltipp: 1. Kennedy, 2. Lawinenhund, 9. 10000 Zeichen)
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Großartiges Entertainment für die Ohren!, 25. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: In Hypnose (Audio CD)
Jens Friebe hat uns mit seinem zweiten Album nicht enttäuscht! Wer dachte, dass sein erstes Album schon ein großer Wurf war und sich sowas nicht so schnell wieder wiederholen wird, liegt relativ daneben. Zugegeben: die Naivität und die Unbescholtenheit sind Jens verloren gegangen, irgendwo zwischen dem großen Erfolg und der Aufnahme der neuen Stücke. Dafür hat sich mehr Erfahrung in sein Leben geschlichen, was sich vor allem auf das Songwriting auswirkt. Aber keine Angst: die gewollten, witzigen und irgendwie immer wie die Faust aufs Auge passenden Reime sind ihm erhalten geblieben, genau wie der manchmal versteckte und manchmal zu offensichtliche Humor. Die Themen? Die sind auch die selben, nur jetzt vielleicht durch Schlagwörter wie "Kennedy" etwas mehr ins Rampenlicht gestellt, diese inneren Befindlichkeiten. Eine Coverversion von der Regierung ist übrigens auch dabei: "Es hat keinen Namen". Wer sich schon live von den Stücken überzeugen konnte, wird wissen, dass es eine gute Mischung aus Romantik und Disko ist. Glamour ist immer mit dabei, genau wie das Spiel mit der Homo-/Metrosexualität. Ein gelungenes Zweitwerk, dass man als Liebhaber der ersten Platte nicht missen sollte!
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