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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Interessant,
Rezension bezieht sich auf: Hyperkulturalität: Kultur und Globalisierung (Taschenbuch)
In der Pop-Musik von heute vermischen sich Klänge aus unterschiedlichsten musikalischen Traditionen und Stilen. Von der regionalen Identität abgekoppelt, bringt sie ein Neben- und Durcheinander des Verschiedenen zum Klingen, das sich aus einem globalen Musikarchiv speist. Die Musik funtioniert nun wie ein Netzwerk, das hybride Formen generiert. Auch in der klassischen Musik ist diese Tendenz zu beobachten. Der berühmte Komponist Heiner Goebbels etwa vermischt in seiner Oper indische und westliche Klänge. Es entsteht eine globale Musik ohne Grenzen, wobei oft nicht mehr erkennbar ist, aus welcher Tradition ein bestimmter Sound kommt. Byung-Chul Han nennt diese Kultur, die eine Nähe des Verschiedenen hervorbringt, die Hyperkultur. Kulturelle Ausdrucksformen aus unterschiedlichen Traditionen drängen sich in einem Nebeneinander, in einem globalen Hyperraum. Die hyperkulturelle Nähe des Verschienenen hat nicht mehr die Räumlichkeit der Inter-, Multi- oder Transkultur. Das Buch hilft einem, tiefere Zusammenhänge zwischen Globalisierung und Kultur zu erkennen. Auch eine mögliche Ethik der Globalisierung wird thematisiert. Angesichts der Nähe des Verschiedenen reflektiert er über eine "Kultur der Freundlichkeit".
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Empfehlenswert,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hyperkulturalität: Kultur und Globalisierung (Taschenbuch)
Die Globalisierung findet nicht nur auf der ökonomischen, sondern auch auf der kulturellen Ebene statt. Sie erzeugt eine besondere kulturelle Dynamik. Der Autor gibt ihr den Namen "Hyperkulturalität".Kulturen, die bisher an einen Ort gebunden waren, werden "ent-ortet" oder "ent-grenzt" zu einer Hyperkultur. Kulturelle Formen platzen gleichsam aus allen Nähten und zirkulieren in einem kulturellen Hyperraum, wobei die Erinnerungen an den ursprünglichen Ort verblassen oder erlöschen. Der Autor zeigt überzeugend, inwiefern die heutige Kultur über die Inter-, Multi- oder Transkultur hinausgeht. Die heutige Kultur ist dem Autor zufolge auch insofern hyper-kulturell, als sie "ent-naturiert" oder "de-faktifiziert". Sein ist, so seine These, mehr denn je ein "Entwurf". Die Hyperkulturalität wendet sich also gegen Heideggers Konzept der "Faktizität" und "Geworfenheit", die das Überlieferte, das Ererbte als etwas Unveränderliches hinnimmt oder sakralisiert. Die Hyperkulturalität, die de-faktifizierend wirk, wird dagegen als ein Phänomen der Freiheit beschrieben ("homo liber"), die die "Geworfenheit" abstreift. Mit der Hyperkulturalität formuliert der Autor letzten Endes ein verändertes Seinsverständnis, das sich auch auf das Identitätskonstrukt auswirkt. Die kulturelle Globalisierung bedeutet also nicht einfach, dass ein Ort einen anderen Ort kulturell beeinflusst. Vielmehr beruht sie auf einem veränderten Verständnis von Ort, Grenze, Identität, Raum und Zeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragend,
Rezension bezieht sich auf: Hyperkulturalität: Kultur und Globalisierung (Taschenbuch)
Das Nebeneinander des Verschiedenen charakterisiert die Verfassung der heutigen Kultur. Dieses Nebeneinander der unterschiedlichen kulturellen Ausdrucksformen ist, so die These des Buches, nicht mehr inter-, multi- oder transkulturell. Unterschiedliche kulturelle Formen drängen sich nun, so der Autor, „abstandslos" im globalen Hyperraum, vermischen sich und generieren neue Formen. Dieser kulturelle Prozeß wird durch die technisch-mediale Entwicklung (z. B. Internet) beschleunigt. „Hyperkulturalität" nennt der Autor die kulturelle Konstellation, daß unterschiedlichste kulturelle Ausdrucksformen (Klänge, Bilder, Gewürze etc.), aus dem ursprünglichen Ort gelöst, sich im Nebeneinander drängen. Diese Nähe des Verschiedenen weist über die Inter-, Multi- oder Transkulturalität hinaus. Die Räumlichkeit des Hyper ist aufgrund der abstandslosen Nähe des Verschiedenen nicht transkulturell. Sie ist ebenso wenig interkulturell. Die Interkulturalität setzt getrennte Kulturen voraus, die in Dialog treten. Das hyperkulturelle Nebeneinander hat keine Dialogstruktur mehr. Und im Gegensatz zur Multikulturalität, die oft zu einem gleichgültigen Nebeneinander erstarrt, ist das hyperkulturelle Nebeneinander aktiv generierend und aneignend.Der Autor entwickelt sein Konzept der Hyperkulturalität ausgehend vom Konzept des Hypertextes, der ebenfalls ein Nebeneinander des Verschiedenen realisiert. Der Autor bringt darüber hinaus sehr interessante Gedanken zur Sprache, die dafür geeignet sind, die heutige Kultur und Welt besser zu verstehen. Der Autor argumentiert sehr klar und überzeugend. Er überrascht auch positiv mit interessanten Einsichten. Wer sich mit dem Thema der Globalisierung beschäftigt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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