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Hyperion
 
 
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Hyperion [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Hölderlin
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Anaconda (31. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938484195
  • ISBN-13: 978-3938484197
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 259.395 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Friedrich Hölderlin
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 03.04.2003
Ulrike Schwarzbrock verfasst ihre Besprechung von Hölderlin Briefroman selbst als einen Brief an die "Liebe Helene", in dem sie bittet, dem Buch doch eine Chance zu geben, wobei sich der Sinn des Unterfangens dem Leser nicht ohne weiteres erschließt. Die Rezensentin jedenfalls ist dem Zauber des Buches Zauber voll und ganz erlegen. In beschwörender Rede preist sie Hölderlins verdichtete Sprache, die bleibenden Schilderungen der Landschaft und der Stimmungen. Vor allem aber der ergreifenden Liebe zu Diotima und der Dynamik von Revolution und Terror, die der Roman entfalte, müsse auch die liebe Helene erlegen, glaubt die Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

Pressestimmen

Hölderlins 'Hyperion' gilt neben dem 'Faust' als Inbegriff klassischer deutscher Dichtung. Seine Wirkung insbesondere auf Kunst und Künstler des 20. Jahrhunderts ist von einmaliger Intensität.
"Dieser lyrisch-elegische Roman vereint Utopie und verzweifelte Resignation mit der Haltung des Nicht-Aufgebens. Er bewahrt den Traum einer erneuerten Gemeinschaft in der desillusionierenden, eiskalten Geschichte des Tags. Aber er lehnt implizit auch die Diktatur der Jakobiner grundsätzlich und tief schockiert ab. Die Reinheit des Ideals findet keinen Weg in die brutale Wirklichkeit." (Wolfgang Heise)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Friedrich Hölderlins „Hyperion", ein mit Worten schwer zu fassendes, faszinierendes, ja geradezu erschlagendes, komplexes, unendlich reiches Gebilde voll sprachlicher Schönheit, ein Kind des Idealismus und Höhepunkt klassischer Literatur, gehört vielleicht zum Bedeutendsten, wohl aber auch zum Befremdlichsten, was je in deutscher Sprache verfasst wurde.
Im Zentrum des Briefomans des ausgehenden 18. Jahrhunderts steht Hyperions idealtypische Entwicklungsgeschichte, die vom Paradies der Kindheit über die Erziehung durch Adamas, die Freundschaft mit Alabanda und die Liebe zur göttlichen Diotima reicht, schließlich in den Aufbruch in den griechischen Freiheitskampf mündet, um mit der Desillusionierung und Läuterung zum Eremiten- und Dichtertum mit visionärer, prophetisch anmutender Verkündigung abbricht. Hyperion erzählt dabei aus der Retrospektive, wobei sich die verschiedenen Perspektiven des erlebenden, reflektierenden und das Ganze deutenden Protagonisten zu einer festen Einheit fügen.
Ausgangs- und Zielbild ist das Ideal des schönen, harmonisch entfalteten und entwickelten Menschen, das Hyperion in sich trägt, immer wieder verliert, um es schließlich in seiner Naturgesetzlichkeit der exzentrischen Bahn zu erfahren, wiederzuerkennen und zu verkünden:
„Wie der Zwist der Liebenden sind die Dissonanzen der Welt. Versöhnung ist mitten im Streit und alles Getrennte findet sich wieder. Es scheiden und kehren im Herzen die Adern und einiges, ewiges, glühendes Leben ist alles."
Alles hat Hyperion verloren hat: das Paradies der unschuldigen, unbewussten Kindheit, den bewunderten Erzieher Adamas, den geliebten Freund Alabanda, die göttliche, inspirierende Diotima und den Glauben an eine Revolution der Gesinnungen (Enttäuschung über die Ergebnisse der Französischen Revolution). Und doch endet der Roman mit einer hymnischen Naturfeier, deren Gesetzlichkeit Hyperion in apokalyptischer Manier als Lehre von den letzten Dingen verkündet, die in schärfstem Gegensatz zu seinen Klagen über die gottlosen, gefühllosen und barbarischen Menschen seiner Zeit in seiner vernichtenden, berühmten Scheltrede an die Deutschen steht.
Die Auflösung der Dissonanzen in einem elegischen Charakter, darum hat der lange Zeit unverstandene, unbeachtete Tübinger Dichter, der die letzten 35 Jahre seines Lebens in geistiger Umnachtung in seinem Turm am Neckar hindämmerte, lange gerungen, wie die zahlreiche Vorstufen belegen. Was ihm im Leben nicht gelang, ist ihm zumindest in der Kunst gelungen.

Auch für Martin Walser ist Hölderlin ein Klassiker: „Er schafft das Nationelle. Positiv war es nicht zu haben. Nur als Ausdruck des Mangels, als ersehntes Einundalles. Wir haben seitdem den Text. Wenn uns danach ist. Die meisten gehen unangesehen, also fassungslos zugrunde. Aber seit der Hölderlintext existiert, dürfte mancher Unangesehene diesen Text zu seiner eigenen Vergewisserung gebraucht haben. Was für ein Mensch geht mit jedem von uns zugrunde: das haben wir von denen, von den Hölderlin bis Fichte. Lauter Antworten auf etwas, was einem die Sprache verschlagen möchte."

Wie schön wäre es, wenn noch mehr sich Hölderlin nähern könnten, dem Gipfel deutscher Literatur etwas von seiner Einsamkeit zu nähmen und ihn zu einem wahren Klassiker machten!
Vielleicht hilft diese neue ansprechend gestaltete Ausgabe zu so einem günstigen Preis mit.

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Sondereinband
Friedrich Hölderlin gibt demjenigen, der sich mit seiner Dichtung vertraut machen möchte, viel. Manchmal hat man den Eindruck, es ist wirklich zuviel, was er einem zumutet. Und wenn man seine Herkunft betrachtet, er wollte Geistlicher werden, hatte eine ziemlich pietistische Mutter und wuchs in einem Internat auf, so kommt man ihm schon ein wenig näher.

Die französiche Revolution traf ihn und seine Zeitgenossen tief.

Hier in seinem Briefroman aber zeigt er seine wahre Natur.

Hyperion liebt Diotima. Dazu muß man wissen, daß Hölderlin eine Zeit lang Hauslehrer beim Bankier Gontard in Frankfurt war und sich in die Frau des Bankiers, Susette Gontard (Diotima) verliebte.
Das führte zu einem Bruch und das ganze Werk des Dichters Hölderlin, der ja ein Naturtalent war und ein Naturanhänger (frei von allen möglichen Bindungen sich zu machen anschickte!), bekommt aus dieser Sicht einen eigenartigen Klang: nämlich den der Zukunft, des zukünftig Möglichen, was Freiheit im besonderen betrifft..

So ist dieser herrliche Briefroman ein Zeugnis seiner prophetischen Gabe, etwas zu kreieren, das zwar erst einmal in seiner Phantasie entstanden ist, dessen Verwirklichung er aber wirklich anstrebte.

Dadurch ist er vielleicht in die Krise seines Lebens gestürzt und zwar unaufhaltsam (weil dem Idealbild nicht nachzukommen war).

Somit legt niemand, der dieses Werk gelesen hat, es beiseite, ohne tief erschüttert zu sein, aber doch auch Wege aufgezeigt bekommen zu haben (und welche!), die sich lohnen einmal näher betrachtet oder auch nachgegangen zu werden.

Übrigens ist der Roman auch gleichzeitig eine Reisebeschreibung durch Griechenland.
Die Deutschen (das Spießige an den Deutsche eben) bekommen am Ende noch einige tüchtige Seitenhiebe ab und da meint man wirklich nicht, daß er eigentlich geistig etwas abseits steht, im Gegenteil.
Hölderlin erinnert an Kleist und an H.Heine, er ist aber entschieden radikaler, also auch deutscher.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Den Deutschunterricht in der Oberstufe empfinden viele Schüler als monoton und langweilig. Die Klassiker erreichen mit ihrer "antiquaren" Sprache die Schüler nicht. Wenn dann auch noch ein fader Lehrer den Stoff zu vermitteln versucht, ist es ganz aus. Goethe, Schiller, Hölderlin... gähn.

Doch manchmal sollte man den "steinigen" Weg noch einmal beschreiten, um die Schönheit am Wegesrand wahrzunehmen. Und siehe da: "Ich schlug sein göttlich Gedicht mir auf, und es war, als hätt ich es nie gekannt, so ganz anders wurd es jetzt lebendig in mir. (...) Bestehet ja das Leben der Welt im Wechsel des Entfaltens und Verschließens, in Ausflug und in Rückkehr zu sich selbst...", heißt es im einzigem (Brief)Roman Friedrich Hölderlins, des bekanntlich bald darauf (vermutlich) geistig erkrankten literarischen Einzelgängers. Man erliegt dem Zauber dieser verdichteten Sprache, den bleibenden Schilderungen der Landschaft und der Stimmungen.

Aus der Rückschau korrespondiert der Titelheld mit einem gewissen "Bellarmin" über Ereignisse in Griechenland zur Zeit der Griechisch-Türkischen Kriege. Eine große, rückwärtsgewandte Sehnsucht nach einem verlorenen Ideal, ist Hyperion, dem literarischen Helden, zu Eigen, die das "Geschehen" in einem zentralen Konflikt leitet. Diotima und Alabander inszeniert Hölderlin als Kontrastfiguren, an denen sich Hyperion aufreizt. Da ist zum einen die Inbrunst an die Geliebte und Rückzug in das private Glück des Idylls versus militanter Einsatz für eine bessere Welt im Bund mit dem besten Freund.

Die Disharmonien und Kontroversen führen zur Auslöschung der Kontrastfiguren, so dass schließlich der desillusionierte Hyperion allein überlebt und in Deutschland unter all den "Barbaren von alters her (...), tief unfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark zum Glück der heiligen Grazien (...), dumpf und harmonielos wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes" sein Credo resignativ gebrochen zu Papier bringen kann.

"Wo ein Volk das Schöne liebt, wo es den Genius in seinen Künstlern ehrt, da weht wie Lebensluft ein allgemeiner Geist, da öffnet sich der scheue Sinn, der Eigendünkel schmilzt, und fromm und groß sind alle Herzen, und Helden gebiert die Begeisterung." Hölderlins "Hyperion" entfacht wahrhaftig eine freudige Erregung, ob der wunderschönen Sprache und der tiefen Reflexionen über die Frage nach der Selbstverwirklichung im Spannungsverhältnis von Ideal und Wirklichkeit. "Wie die Zephyre irrte mein Geist von Schönheit zu Schönheit selig umher. (...) Und all dies war die Sprache eines Wohlseins..."

Fazit:
"Die Sprache ist ein großer Überfluss. Das Beste bleibt doch immer für sich und ruht in seiner Tiefe wie die Perle im Grunde des Meers.", schreibt Hyperion an Bellarmin. Friedrich Hölderlin macht diese Perle seinem Leser zugängig. Man muss gar nicht so tief nach ihr tauchen.
"Es ist ein köstlich Wohlgefühl in uns, wenn so das Innere an seinem Stoffe sich stärkt, sich unterscheidet und getreuer anknüpft und unser Geist allmählich waffenfähig wird."
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Die neuesten Kundenrezensionen
Ein wunderbarer Text
In diesem Briefroman fügen sich rätselhaft tiefgründige Gedanken und ein berückender Wohlklang der Sprache zu einem wahren Kunstwerk zusammen. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Prof. veröffentlicht
Grandios mit offenen Fragen
Über die poetischen Qualitäten des Hyperion müssen keine Worte verloren werden, sie sind grandios. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von K. Schneider veröffentlicht
Erschlagend!!!
Dessen was etwa Faust schön, Poesie verleiht, Shakespeare so dramatisch, erscheint hier um ein so unendliches größer, tiefer, wahrer, schöner - nein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Mai 2010 von C. Müller
Große Literatur!
Friedrich Hölderlin schuf mit seinem "Hyperion" ein wahres Meisterwerk der deutschen Literatur, das den Dichter fast so bedeutend macht wie seine Zeitgenossen Goethe und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2010 von Helge Kreisköther
"Was ist der Mensch?"
Hölderlin hat hier ein sprachlich sehr schönes Werk geschrieben und es gehört sicherlich zu den deutschen Klassikern. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. März 2010 von Jürgens "Bücher"
Sehr schwere Kost
Ich brauchte das Buch für ein Deutschreferat in der Schule. Ich hab wirklich versucht es zu lesen, bin aber gescheitert. Eine Zubettgehgeschichte ist es sicherlich nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2009 von Janina
Eine der schönsten Liebesgeschichten der Deutschen Literatur
Selten wurde in der Deutschen Literaturgeschichte eine erotische Liebe so sinnlich und so gefühlsvoll wie die Liebe zwischen Hyperion und Diotima geschildert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Januar 2008 von suleika
Schwere Kost
Ist natürlich schon starker Tobak das Teil, aber nicht uninteressant. Hat man sich erst mal auf die ungewohnte, weil inzwischen veraltete, aber sehr schöne Sprache... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Januar 2005 von Udo Kaube
Einsamer Gipfel deutscher Literatur  ein Klassiker?
Friedrich Hölderlins „Hyperion", ein mit Worten schwer zu fassendes, faszinierendes, ja geradezu erschlagendes, komplexes, unendlich reiches Gebilde voll sprachlicher... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Mai 2004 von Christian Busch
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