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Hypercannibal
 
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Hypercannibal [Gebundene Ausgabe]

Flavian Kurth
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Kontrovers Verlag; Auflage: 1. (1. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3905763001
  • ISBN-13: 978-3905763003
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.535.956 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Flavian Kurth
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Von außen betrachtet sieht es ja so aus, als ob der Kannibale sein Ich erweitert, indem er das Opfer verspeist. In Wahrheit erweitert auch das Opfer sein Ich, indem es in den Kannibalen hineinwächst. Opfer und Täter dringen ineinander, um sich gegenseitig aufzulösen." Ein Mann steht vor Gericht, weil er seine Freundin umgebracht und teilweise verspeist hat. Anstatt die Tat zu bereuen, stellt er sie als gemeinsam erschaffenes Kunstwerk von Opfer und Täter dar.

Über den Autor

Flavian Kurth ist Inhaber einer Werbeagentur (www.bluegummy.com) und arbeitet daneben als freischaffender Konzeptkünstler (www.flaviankurth.com) und Buchautor.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin sonst ja eigentlich kein Freund von Literatur, die so offensichtlich vom vorhandenen Interesse an realen Ereignissen profitiert. Hier aber muß ich doch staunen. Der Autor, den ich nicht kannte, hat in einen Verlag den ich nicht kannte, das Thema des Kannibalismus (Rothenburg) nur als Anstoß zu einem brillanten eigenständigen Psychogramm/Roman genutzt. Was passiert denn, wenn Liebe, also der Wunsch nach Verschmelzung, so groß wird, daß mann jemanden "auffrisst"? Viel feiner und sensibler als diese plumpe Frage jedoch beschreibt Herr Kurt auf unglaublich spannende Weise den langen Prozess, der schließlich dazu führt, das "ein Mann vor Gericht steht, weil er seine Freundin umgebracht und teilweise verspeist hat". Hypercannibal ist kein "verrücktes" Buch, sondern ein brillantes Beispiel, wie "normale" Leute, nach einem langen geistigen Prozeß unaussprechliche, grausige Dinge Tun. Was in der Realität kriminell, bestialisch und abartig ist, wird hier geistig nachvollziehbar. Das ist beste Literatur mit hohem Unterhaltungswert und zudem gut geschrieben -

Herr Kurth, weiter so!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Psychologie und Spannung 5. März 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist die Geschichte zweier Brüder, die, beide befindlich in schwersten Identitätsnöten, lediglich einen gemeinsamen Schnittpunkt in ihrem Leben aufweisen können: ihr Opfer. Dabei ist der Sachverhalt bei weitem nicht so einfach, wie es der Titel unter Umständen vermuten ließe. Dem Autor gelingt es, eine weitverzweigte Handlung auf verschiedensten Ebenen zu konstruieren. Selbst der Akt des Ermordens hat bei beiden Tätern eine unterschiedliche Qualität, von deren jeweiliger gegenseitiger Existenz keiner der beiden auch nur etwas ahnt. Es ist daher am Ende des Romans für den Leser auch nicht verwunderlich, feststellen zu müssen, dass der kannibalische Akt selbst weit in den Hintergrund tritt, nahezu nebensächlich wird, was nicht zuletzt daran liegt, dass Kurth das Opfer durch intelligente Sprünge im zeitlichen Ablauf bis zum Schluss leben lässt, wobei es doch schon von Anfang an tot ist. Äußerlich ist die Handlung ebenfalls verworren, aber nicht undurchsichtig. Zu jeder Zeit gelingt es dem Leser, den Taten und Erlebnissen der Personen zu folgen, was sich bei deren Gedankenwelt nicht gleichermaßen einfach gestaltet. Alle drei sind durchweg auf der Suche nach Identität, Erfüllung, Liebe und Lust. Die Maßnahmen, in denen sie glauben, eben diese Sehnsüchte erfüllt zu finden, gestalten sich jedoch denkbar unterschiedlich. Um so interessanter ist es zu verfolgen, wie sich alle drei durch ihre Handlungsweisen kennen lernen und entfremden, wie sie sich und ihre jeweiligen Gegenüber definieren, um im beiderseitigen Einverständnis eine Verbesserung ihrer verzweifelten Lage zu erhoffen. Der Autor spielt förmlich mit den Identitäten, nie kann man sich gewiss sein, auf gleichem Zeit -und Wissensniveau wie die Protagonisten zu sein, selbst dann nicht, wenn man der Meinung ist, die Handlung und vermeintlichen Täter" durchschaut zu haben. Das Erstaunliche daran ist, dass man nicht weiß, ob, und wenn ja, mit wem man sympathisieren soll, wer Mitleid erregt, wer Recht, wer Unrecht hat. Man kann sich nicht einmal sicher sein, ob man über den physischen Tod des Opfers mehr trauern sollte als über die Bestrafung der Brüder, in dieser für sie zum Gefängnis verkommenen Welt weiterleben zu müssen.

Die Lektüre des Romans war spannend, mitreißend und stets für eine Überraschung gut. Nicht zuletzt waren es die lehrhaften Kleinsequenzen, die das Buch zu einem positiven Leseerlebnis gemacht haben.
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