Um eins gleich zu Anfang klarzustellen: Fast alle Songs auf dieser CD verdienen das Prädikat "Extraklasse", keine Frage. Nun aber zu den Kritikpunkten, aufgrund welcher ich nur 4 statt 5 Sterne als Bewertung vergeben habe. Die re-masterten Stücke klingen selbst für einen geübten Virgin Steele - Hörer wie mich ziemlich gleich, dafür brauche ich die CD nicht. Interessant sind vor allem die neuen Versionen von "Crown of Glory (unscarred)" und "A Symphony of Steele". Ein Segen hingegen ist die Akustik-Version von "The Spirit of Steele", hier kann man fast schon von einem neuen Song sprechen. Während die Noble-Savage-Version eher mitreißend war, ist die neue Version ein eher getragenes Stück ist, meinem Eindruck nach mit einer traurigen Atmosphäre im Vergleich zum "Original" auf dem Noble Savage - Album. Was aber "Saturday Night" auf dieser CD zu suchen hat, ist mir ein Rätsel! Hätte man doch statt eines bisher unveröffentlichten, schlechten Songs doch "Victory is mine" von "The Marriage of Heaven and Hell, Part II" genommen. Allein diese Tatsache reicht schon, um nicht die Höchstwertung zu vergeben. Wenigstens kann der andere neue Song, "Mists of Avalon", überzeugen. Eine Ballade, wie man sie von Virgin Steele in der Form noch nicht vorgefunden hat. Und bei allem Gemecker zwischendurch: Wenn Virgin Steele in 20 Jahren bei der nächsten Best-of-Auskopplung immer noch Songs von höchster Qualität dabei hat wie auf "Hymns to Victory" ja en masse, dann sollten wir einfach nur hören, genießen, und uns auf die nächsten Jahre mit Virgin Steele freuen. Hoffen wir nur, dass die beste Zeit nicht schon vorüber ist...