Hellsongs: Klingt verdächtig nach Grunzgesang und brachialen Gitarren. Nur passt das Cover überhaupt nicht dazu: Ein grüner VW-Bus zockelt durch einen Regenbogen über eine hügelige Landstraße ins Nirgendwo, Blümchen fliegen hinter ihm her. Doch die zum Metalgruß gereckte Hand aus dem Fenster verrät, wohin die Reise geht: Klassiker aus Hardrock und Metal, neu interpretiert und zu einer Art "Loungemetal" verarbeitet. Hier klingt "We're not gonna take it" nach Dido und "Paranoid" nach The Corrs. Und wer behauptet, Metal hätte keine anspruchsvollen Melodien, wird deutlich eines Besseren belehrt. Das Trio aus Göteborg gestaltet drumherum wunderschöne Arrangements aus Akustikgitarre, Streichern und Klavier; viele Originale sind nur noch zu erahnen. Der Zauber wird dadurch aber nicht gebrochen. Denn der hauchzarte Gesang von Harriet Ohlsson fungiert nicht nur als Klammer, er macht auch süchtig. (es)
Kurzbeschreibung
Lange Zeit drehte sich Heavy Metal nur um die eine Frage: Wer ist hart, härter, am härtesten? Wie können wir das toppen?, dachte sich das schwedische Trio Hellsongs. "Inzwischen ist das Härteste und Mutigste im Metal, sanft zu spielen", findet Kalle Karlson, Gitarrist der Wattebausch-Rocker Hellsongs aus Göteborg. Das Gegenteil von ohrenbetäubendem Heavy-Sperrfeuer ist gaaanz entspannte Lounge Music.
Die Entdeckung des LOUNGE METAL.
Das Hellsongs-Albumdebüt "Hymns In The Key Of 666" versammelt eine Art Greatest Hits des Heavy Metal. Von AC/DC über Metallica und Slayer bis zu Iron Maiden, von denen sie gleich zwei Songs covern, sind hier die Giganten des Genres am Start.