Hybrid 3D ist ein Low-Budget-Film, welcher aber immerhin in 3D gedreht worden ist. Die Geschichte um ein Killerauto erinnert dabei ein wenig an "Christine", wenngleich Stephen Kings Killerauto dann doch bei weitem besser und spannender geraten ist. Zwar kann "Hybrid" hier und da mit einer guten Atmosphäre überzeugen und von der FSK 12-Freigabe sollte man sich auch nicht abschrecken lassen (eigentlich typischer FSK 16-Horror-Stoff), jedoch geht dem Film, zum Ende hin, immer mehr der Saft aus und die billigen SFX geben dem Ganzen auch noch einen größeren Trash-Touch als wohl ursprünglich gewünscht. Zudem sollte man auch von den Darstellern nicht viel erwarten. Alles in allem mäßige aber nach ansehbare Horrorkost für den Allesgucker.
In Sachen Technik kann die Scheibe jedoch nur in Sachen Ton überzeugen. Die Soundabmischung in DTS-HD-Master-Audio geht soweit in Ordnung und läßt das Killerauto sehr gut rüberkommen.
Anders sieht es da beim Bild aus. Während die ersten 60 Minuten noch ganz solide wirken und mit einer guten Schärfe überzeugen können, sumpfen die Werte im letzten Drittel dann wirklich spürbar ab und aus dem Schwarz wird plötzlich ein matschiges Grau. Dazu sinkt auch der Kontrast spürbar ab und aus dem erst soliden Bild wird dann plötzlich ein Bild, dass eher an eine DVD erinnert. Womit dies zusammenhängt ist mir jedoch nicht begreiflich.
Und so geht es dann auch mit dem 3D-Effekt spürbar bergab. Zwar muss der Film schon von Anfang an mit so manch heftigem Ghosting kämpfen (Erinnerungen an den grausigen "Shock Labyrinth 3D", vom selben Label, werden wach), doch zumindest die Räumlichkeit kann sich hier und da sehen lassen. Zudem fliegen einem ab und an auch ein paar Autoteile um die Augen und das ebenfalls in durchaus gelungener Form. Zwar alles in allem sicher immer noch nicht so gut, wie bei Referenztiteln alla "Tron: Legacy" oder "Lichtmond 3D", aber für einen Low-Budget-Film ist es Okay. Doch sobald das Bild dann im letzten Drittel absumpft, geht auch der 3D-Effekt flöten und man kann eigentlich getrost die Brille absetzen und auf 2D schalten. Schade, da gerade der Showdown sonst noch ein paar Schauwerte zu bieten hätte.
Als Extras gibt es ein paar interessante Featurettes, Interviews, sowie ein FSK-Wendecover.
Fazit: Alles in allem eher eine Scheibe zum ausleihen als zum kaufen. Der Film ist alles in allem ganz Okay, doch die Technik der Scheibe überzeugt nur zu Beginn. Am Ende sumpft das Bild ab und der solide 3D-Effekt geht flöten. Zum einmal gucken reichts, mehr aber nicht!