Inhalt:
Ein alter Mann und ein Mädchen leben alleine auf einem Boot. Seit der Fischer das Mädchen im Alter von sechs Jahren bei sich aufnahm, hat sie das Boot nicht verlassen. Mittlerweile ist sie 16 und in drei Monaten soll die Hochzeit der beiden sein. Die intimen Rituale, die sie schweigend begehen, werden jedoch jäh unterbrochen, als ein junger Student, der das Boot besucht, das Interesse des Mädchens weckt. Der Bogen, mit dem der Mann sonst Orakel oder auch zarte Melodien spielt, entwickelt sich zum Gegenstand sexueller Macht und bringt die Schicksalsgemeinschaft auf dem Boot aus dem Gleichgewicht.
Der Film zeigt sich gerne, was er ist: Ein stiller Vertreter des koreanischen Kinos. Ein weiteres Juwel von Kim Ki Duk, Koreas Starregisseur.
Hypnotische Bilder, rar gesäte Dialoge machen den Film zu einem Fest für die Augen!
Der Bogen, das Corpus delicti des Filmes, als ein Sinnbild für Stärke, Potenz und Schicksal erlangt zentrale Bedeutung.
Auch die Schauspieler überzeugen mit Authenzität, Emotionen, gelungener Synchronisation und deutscher Sprachausgabe.
Wer stille Filme mag und sich besinnen möchte, darf ohne weiteres einen Blick riskieren!