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Moviemans Kommentar zur DVD: Das farblich recht schöne Bild wird leider von Rauschen und Artefakten stark eingetrübt. Akustisch bietet sich eine vital gestaltete Kulisse, die spielerisch Weiträumigkeit vermittelt. Ein sehr hintergründiges Bonusprogramm bietet eine Vielzahl von Informationen zur Produktion, die äußerst interessant aufgearbeitet wurden und kaum Fragen offen lassen.
Bild: Gleich die erste Einstellung des Filmes demonstriert, wie brillant die Schärfewerte stellenweise angelegt sind (Hautporen, 00:01:03). Im Detail fallen diese wirklich sehr gut aus, auf geringen Abstand lassen sie, je nach Lichteinfall aber auch sehr stark nach (Gesicht, 00:01:46), so dass die meiste Zeit eher aufgeweichte Ansichten geboten werden. Auch die Schwarzwerte könnten sich hier etwas mehr aufgefächert darstellen (Haare, 00:03:31). Die Kontraste tendieren bei schwachem Licht dazu, grobe Konturen entstehen zu lassen. Dabei bleibt das Farbspektrum aber stets gesund und natürlich. Lediglich das fast durchgängig vorhandene Rauschen (00:19:29) lässt hin und wieder einen gewissen Graustich zu. Artefakte finden sich häufiger im Kunstlicht und treten in Form von Doppelkonturen oder flimmernden Kanten in Erscheinung (Nachtclub, 00:07:36). Insgesamt lässt die generelle Grobkörnigkeit und das permanente Rauschen keine wirklich klaren Ansichten zu, die nur selten im Detail geboten werden.
Ton: Der in DD 5.1 vorliegende Ton verteilt sich recht schön auf den gesamten Raum. Einzelne Soundsignale überraschen immer wieder mal wieder durch ihre Richtungsspezifik (Schlag auf Auto von rechts, 00:10:48). Dies verleiht der Kulisse eine natürliche Lebendigkeit, die sich auch in den Dialogen fortsetzt, die gerne von den Seiten über die Front in den Center wechseln und sich damit stets motiviert den Bildbewegungen anpassen. Effekte sind satt und ziehen mit basslastiger Präsenz durch den Raum. Donnergrollen (00:06:52) geht durch Mark und Bein und Musik besetzt alle Kanäle mit voluminöser Kraft. Solch volle Momente kommen nur leider nicht vollkommen durchgängig vor. Die deutsche Synchronisation fällt zwar weniger authentisch aus als das von Slang geprägte, empfehlenswerte Original, gegen die türkische Synchronisation, die nicht nur leiser, sondern auch nicht ganz so ideal auf die Mundbewegungen abgestimmt ist, kann sie sich aber einwandfrei durchsetzen.
Extras: Das untertitelte Bonusmaterial setzt sich zusammen aus einem Audiokommentar von Drehbuchautor und Regisseur Craig Brewer, einem Feature "Was dahinter steckt" (27:22 Min.), das über zahlreiche Kommentare illustriert, wie die Vorbereitungen zum Film verliefen, was am Set geschah und was die Mitwirkenden an interessanten Anekdoten zu erzählen hatten. Die Auseinandersetzung ist vielfältig und intensiv. "Auf alle Fälle wichtig" (14:42 Min.) demonstriert den Verlauf der Organisation des Filmes, die Geschichte, die erzählt wird und wie da Drehbuch entstand. Auch dieses Feature gestaltet sich sehr hintergründig und wurde mit zahlreichen interessanten Details des Regisseurs ausgestattet. "Die Geburt des Crunk" (13:44 Min.) verdeutlicht, was das Besondere des südlichen Raps ist und wie die Musik zum Film entstand. Ein weiteres Extra beschäftigt sich mit der "Premiere in Memphis" (4:53 Min.). Vorbereitungen, Publikumsmengen und die Ankunft der Stars werden gezeigt. Dabei vermittelt sich die grandiose Stimmung sehr eindrucksvoll. Als letztes Extra bietet die Disc noch sechs Promotion Spots an (4:11 Min.). Insgesamt eine hübsche Auswahl, die vor allem auf Inhalte setzt. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hustle & Flow (DVD)
aber wahr: man kann es doch mal schaffen, einen herausragenden Film in diesem Genre zu veröffentlichen:Etwas zögernd griff ich in der Videothek zu "Hustle & Flow", denn solche Filme hat man ja schon zig mal gesehen und irgendwann wird man dieser überdrüssig, weil nur noch vom Vorgänger abgekupfert wird. Um so überraschter war ich, dass dieser Film mal nicht in das übliche Klischee greift! Der Film ist ausnahmsweise mal nicht oberflächlich, sondern geht auch mal in die Tiefe. Die Prostituierten sind nicht abstoßend oder zu hübsch, wie es sonst der Fall ist, sondern man fühlt tatsächlich mit ihnen. Allen voran die naiv und trotzdem tough auftretende Nola (Taryn Manning) und ebenso Shug (Taraji P. Henson) überzeugt als schwangere Mitbewohnerin beim Zuhälter D-Jay (Terrence Howard, spätestens aus "L.A. Crash" bekannt), der sein Leben ändern will und mit seinem Kumpel Key (Anthony Anderson) ein paar Songs aufnehmen will. Die will er dann natürlich groß rausbringen und wartet auf den Tag, an dem Skinny Black (fies: Ludacris), der erfolgreiche Rapper schlechthin, der damals auf die Nachbarschule von D-Jay ging, in der Stadt auftaucht. Bis dato braucht er aber noch jede Menge Geld, um das ganze zu finanzieren. Also darf Nola härter ran und hat darunter auch zu leiden. Als Skinny Black dann tatsächlich auftaucht, läuft alles anders als geplant... Ein ganz großer Film, auch wenn er "nur" als Independent-Film gefeiert wird. Ganz anders als die MTV-Produktion "8 Mile" geht dieser Film einem doch ans Herz, weil er eben nicht diese übliche Oberflächlichkeit solcher Filme vorweist. Noch dazu stimmt die Musik, die zwar nicht jederman's Sache ist, aber da der Film nicht einzig von der Musik lebt, können auch andere Musikliebhaber beruhigt zugreifen. Nur noch zur Info: der Song "It's hard out here for a pimp" hat in diesem Jahr den Oskar bekommen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Tolles Hip Hop Drama!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hustle & Flow (DVD)
Keine Frage: Die Geschichte ist atmosphärisch stimmig und mit Liebe zum Detail (und zum Drehort Memphis) in Szene gesetzt. Dennoch balanciert dieser Film auf einem schmalen Grad- schließlich ist es kein Leichtes, die Lebensträume eines Schmalspur Zuhälters zu machen, ohne hässliche Realitäten zu beschönigen oder im Gegenzug die Prontagoniste lächerlich zu machen. Auch wenn das Drehbuch nicht frei von Sentimentalitäten und Klischees ist-wie der Zuhälter DJay, der gerne HipHop-Star sein möchte und sein alter Schulfreund Key, ein bibletreuer Mittelschichts-Schwarzer, durch die Musik ihre Gemeinsahmkeiten wiederfinden, ist zu schön um wahr zu sein. Aber unterm Strich funktioniert das Ganze. Regisseur und Drehbuchautor Craig Brewer nimmt seine Protagonisten ernst und vermeidet sozialromantische verkleisterungen. Der einzig wirkliche Kritikpunkt: Die Characktere der drei Frauen in DJays Leben sind nicht annähernd so komplex gezeichnet wie der exzellent vo Terrence Howard (L.A. Crash) gespielte DJay. Dennoch ein Film, der eines nahe legt: Es lohnt sich, für seine Träume zu kämpfen - auch wenn die einen vielleicht nicht dort hinbringen, wo man hin wollte.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Einblicke in eine anderen - amerikanischen - Teil der Realität,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hustle & Flow (DVD)
Ich habe mir den Film ohne große Erwartungen ausgeliehen, leider sind die Stories des black cinema meist etwas flach . Hier aber sind mehrere Faktoren bemerkenswert, der Hauptdarsteller spielt seine Rolle sehr gut und überzeugend, erst in der Englishen Sprachversion kommt m.E. das richtige Ghetto Feeling an, ich glaube nicht das man das wirklich synchoniseren kann. Gut beleuchtet auch die keineswegs "Glitterwelt " - ähnliche Realität vieler der amerikanischen Erfolgsgeschichten in diesem Genre. Auch der Hauptdarsteller zeigt menschliche Schwächen, auch menschliches Versagen wird überzeugend dargestellt. Einige Sprüche sind ganz cool und tiefsinnig. Wirklich gut wird der Film dann wenn der Musik mit groovender Musik unterfüttert wird. Auch wenn ich mich immer wieder gefragt habe, kann die Pseudoausrüstung wirklich diese Performance bringen. Fazit : gute, nicht langweilige Unterhaltung , keine stereotypen Schlecht-Gut Charaktere , gute Musik . Ob es wirklich das "Reality-prooven" Siegel bekommen kann, ist mir etwas unsicher. Ansonsten fand ich gut, daß Rassismus hier eigentlich keine Rolle spielte.
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