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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wider das moderne Dogma der "political correctness", 5. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir retten die Welt!: Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen (Gebundene Ausgabe)
Bei solchen vielfach abschätzig als "Enthüllungsbücher" bezeichneten Veröffentlichungen meint man, den brisanten Inhalt gegenüber den vielen etablierten und mit hohen Ämtern und beruhigenden Geldeinnahmen ausgestatteten Meinungsbildnern übergehen zu müssen, könnte dieser doch für sie gefährlich werden. So stürzt man sich einseitig und emsig bemüht auf die Form, die angeblich einem wissenschaftlichen Buch nicht angemessen sei und den Inhalt von da her schon desavouiere. Am vorliegenden Buch stimmt sowohl Form wie Inhalt. Es könnte alles andere als einen trockenen, mit möglichst vielen Fremdwörtern gelehrt und allein seligmachend daherkommenden Stil ertragen. Das wäre in der Tat das Beste, was den Gegnern passieren könnte: niemand würde das Buch lesen. Die Form ist im vorliegenden Buch geradezu ein Katalysator, um den Inhalt verständlich und verdaulich für den Leser zu machen. Man liest das Buch in einem Zug. Man spürt, da wird eine Aussage nicht mit irgendeiner ideologischen oder wirtschaftspolitischen Brille getroffen, da geht es dem Autor mit Leidenschaft und ungeachtet des zu erwartenden Gegenwindes um eines: Aufwachen aus dem Halbschlaf, in den uns vorgefertigte und litaneimäßig in den Medien verbreitete Meinungen versetzt haben und neu für sich die Verpflichtung und dann auch die Lust zu entdecken, den Dingen einmal vorbehaltlos und selbstverantwortlich auf den Grund zu gehen. Und man entdeckt auf einmal, daß nicht nur die im Buch angesprochenen Themen unser Erwachen nötig haben. Also: man muß das Buch unbedingt lesen. Und man wird dann bewußt nach den kleinen, meist versteckt gehandelten Meldungen in den Medien zu fahnden beginnen, um zu sehen, wie recht doch Dirk Maxeiner hat. Es würde den Rahmen der Rezension sprengen, zu erläutern, warum der Meeresspiegel nicht angestiegen ist, warum es heute mehr Eisbären als vor 50 Jahren gibt, warum Klima nicht gemacht werden kann, schon garnicht vom Menschen. All das erfährt man aber von ausgewiesenen Fachleuten und mindestens mit ebenso guten Argumenten belegt, wenn man nach einer so belebend-ernsthaften Lektüre (denn ich wüßte nicht, wie die landesweit üblichen Horrormeldungen sich jemals auf Menschen belebend auswirken könnten, leisten sie doch eher einem allgemeinen Fatalimus Vorschub)ein Auge für abweichende Meinungen bekommen hat. Denn mit denen lohnt sich dann eine aktive Auseinandersetzung, um der Wahrheit hinter vielen marktschreierisch angebotenen Dingen einen entscheidenden Schritt näher zu kommen.
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90 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Stimme gegen das Gebrüll der Klimakatastrophenfanatiker, 15. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir retten die Welt!: Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen (Gebundene Ausgabe)
Dirk Maxeiner geht der Frage nach, wie gesichert die Erkenntnis ist, dass der Mensch für die stattfindende weltweite Erwärmung verantwortlich ist. Dabei stellt er fest, dass die vermeintliche wissenschaftliche Sicherheit bei weitem nicht so sicher ist, wie in den Medien und von vielen Wissenschaftlern dargestellt. Die Bedeutsamkeit dieses Buches kann nicht überschätzt werden. Wenn ein Prof. Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimaforschung und Klimaberater der Bundesregierung, letztlich dazu aufruft, dass eine Kaste von elitären Wissenschaftlern der Welt und damit uns sagen sollen, wie wir zu leben haben, "Ablasshändler" existieren, die den mobilen Menschen "klimaneutral machen" und die Politik die Katastrophenszenarien dazu nutzt, davon abzulenken, dass sie nicht in der Lage ist, die heutigen Probleme wie Altersarmut, Arbeitslosigkeit, fehlende Bildung, miserable Schulen, Gesundheitskosten oder Rentenversicherung zu lösen, dann ist es wichtig auch kritische Stimmen zu hören, die dem Geschrei der Klimakatastrophenfanatiker ein "Denk doch noch mal." entgegen halten. Da das Buch von einem ehemaligen Chefredakteur des Umweltmagazines "Natur" geschrieben worden ist, kann der Leser erwarten, dass sich das Buch leicht und mit Vergnügen lesen lässt. Dieser Erwartung entspricht Dirk Maxeiner vollständig. Es ist ein Buch, dass jeder lesen sollte, der für sich in Anspruch nimmt, zu dem denkenden Teil der des Deutschenmächtigen Teil dieser Republik zu sein
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88 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Antidot gegen Hysterie und Katastrophismus, 3. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Hurra, wir retten die Welt!: Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen (Gebundene Ausgabe)
Gute Wissenschaftsjournalisten sind rar, nicht nur in Deutschland. Die meisten schreiben über Dinge, von denen sie kaum eine Ahnung haben. Doch es gibt rühmliche Ausnahmen. Spontan fallen mir Gero von Randow, Rolf Degen, Bas Kast, Dieter E. Zimmer, Udo Pollmer, Michael Miersch und ... Dirk Maxeiner ein. Dirk Maxeiner tritt publizistisch fast nur im Tandem mit seinem Freund und Kollegen Michael Miersch auf. Dass Maxeiner auch solo schreiben kann, beweist er nachdrücklich mit diesem Buch. Und er beweist auch, dass er seine Neigung zur Polemik (die ich sehr schätze) durchaus zurücknehmen kann, auch wenn sie an einigen Stellen doch gegen die Mäßigung siegt, z. B. wenn er unter der Überschrift "Die zehn Gebote des Öko-Glaubens" schreibt: "Die Natur ist unser gütiger Gott! Sie besteht aus Pandabären, Robbenbabys, Sonnenuntergängen und Blumen. Erdbeben, Wirbelstürme und Killerviren sind Folgen menschlicher Hybris. [...] Wisse, die Schuld ist weiß, männlich, christlich und westlich! Die Unschuld ist eine Urwaldindianerin." Für Lesefaule und Leute mit angespanntem Zeitbudget gibt es auf den Seiten 200 bis 223 ein "kleines Klimalexikon". Sofort erfahren wir dort, dass Klimawandel normal ist, weil sich das Klima schon immer geändert hat. (Halbwegs Kluge wissen dies auch, allerdings kann man es gar nicht oft genug wiederholen.) Und "Klimakatastrophe" ist ein Kampfbegriff, ähnlich wie "Internationales Finanzjudentum", "Kapitalismus", "Neoliberalismus" und "Patriarchat". Der Haupttext besteht aus zwei Teilen: "I. Zwischen Himmel und Erde" und "II. Zwischen Politik und Religion". In Teil I wird Klimawissenschaft sehr gut verständlich dargestellt, in Teil II werden die aktuellen Untergangs- und Heilsgesänge vorgestellt und kritisiert. "Klima ist die Statistik des Wetters" (S. 18). Wer auch nur ein klein wenig Ahnung von Statistik (einer der wichtigsten Wissenschaften überhaupt!) hat und überdies gelegentlich die Prognosen des Wetterberichts hört oder sieht und sie auch überprüft, weiß, dass es in Klima- und Wetterdingen nicht deterministisch, sondern probabilistisch zugeht. Meteorologie und Klimaforschung befassen sich mit hochkomplexen Gegenständen, die eben wegen ihrer Komplexität nur sehr unvollständig verstanden werden. Ein prominentes Beispiel für die damit einhergehenden Wissenslücken ist die "Klimaempfindlichkeit". Dieser Begriff bezeichnet die entscheidende Variable der aktuellen Treibhaus-Theorien. Um wie viel Grad erwärmt sich die Luft, wenn sich ihr Kohlendioxidgehalt erhöht? Dieser Wert resultiert nun keineswegs aus der Wirkung des CO2 allein, diese Wirkung ist anscheinend relativ gering. Vielmehr scheint es eine positive Rückkoppelung zwischen der Menge des Wasserdampfes und der Temperaturentwicklung zu geben, und Treibhausgase bestehen offenbar zu mindestens zwei Dritteln aus Wasserdampf. Es dürfte mithin eine beträchtliche Illusion sein, zu glauben, dass man zum Beispiel durch eine Reduktion des CO2-Austoßes von Autos um 5, 10 oder 20 % einen nennenswerten Einfluss auf klimatische Prozesse ausüben kann. Der Autor arbeitet auch sehr klar heraus, dass sich die Erklärungen und Prognosen der gängigen Klima-Theorien beträchtlich voneinander unterscheiden. Und genau diesen wichtigen Aspekt unterschlagen die Medien und die Politiker. Die Medien sind an eindeutig schlimmen Nachrichten interessiert ("Only bad news are good news!"), die Politiker müssen drohendes Unheil an die Wand malen, um sich als Retter vor diesem Unheil präsentieren zu können. Regine Shelley Westphal, ihres Zeichens approbierte Apothekerin, die in ihrer kargen Freizeit sehr viel Wissenschaftsliteratur liest, hat mir erst kürzlich berichtet, sie habe selten ein so informatives und wohlformuliertes Buch wie "Hurra, wir retten die Welt!" gelesen. Ich kenne Regine als eine Person mit vortrefflicher Urteilskraft.
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