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Hurra, wir dürfen zahlen: Der Selbstbetrug der Mittelschicht
 
 
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Hurra, wir dürfen zahlen: Der Selbstbetrug der Mittelschicht [Taschenbuch]

Ulrike Herrmann
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492264859
  • ISBN-13: 978-3492264853
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 256.968 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrike Herrmann
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein gut geschriebenes und faktenreiches Buch – eine Lesehilfe für Nachrichten über praktisch alle heißen Themen: Steuersenkung, Pisa, Hartz und sogenanntes Unterschichtenfernsehen. Und dafür, wie das alles zusammenhängt.« Tagesspiegel • »Ein dichtes und elegant geschriebenes Buch … Dem in bestem Sinn aufklärerischen Buch von Ulrike Herrmann sind möglichst viele Mittelschichtleser zu wünschen. Vielleicht geht diesen Verblendeten danach doch noch ein Licht auf.« Berliner Zeitung

Kurzbeschreibung

Die Mittelschicht in Deutschland betrachtet sich gerne und immer häufiger als Opfer. Ständig hat sie den Verdacht, sie würde vom Staat ausgebeutet. Doch: Stellt die Mittelschicht nicht die Mehrheit in dieser Gesellschaft? Warum stimmt sie zum Beispiel für Steuergesetze, die die Oberschicht einseitig privilegieren? Warum benimmt sich die Mittelschicht so irrational? Ulrike Herrmann untersucht den bundesdeutschen Alltag, analysiert die wundersame Vermehrung der Milliardäre, die Renaissance des Adels, die Rückkehr der Dienstboten, die Verachtung der Unterschicht und den fatalen Glauben der Mittelschicht, sie sei privilegiert. Aber die Zeit drängt. Die Mittelschicht muss zu einem realistischen Selbstbild finden und ihren Elitedünkel aufgeben, sonst wird sie auch weiterhin allein für die Folgen der Finanzkrise zahlen.“ -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grandioses Buch 23. Dezember 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Hervorragendes Buch. Alle Rezensenten, die weniger als 5 Sterne vergeben haben es nicht verstanden. Es ist das erste Buch, das ich kenne, dass klar formuliert, was ich im Alltag erlebe.

BTW: Mein Jahreseinkommen beträgt momentan brutto ca. 100.000 ¤. Damit zahle ich fast den Spitzensteuersatz. Krass oder? Warum bezahlt den keiner mit 250.000 ¤ oder 500.000 ¤? Ich will nicht weniger zahlen. Aber warum zahlt jemand mit 1.000.000 ¤ Jahreseinkommen nicht noch ein paar Prozentpunkte mehr? Was spricht dagegen?

Warum zahle ich den höchsten Beitrag für die Krankenversicherung, warum wird danach gedeckelt? Welche Begründung gibt es für sowas?

Früher war der Spitzensteuersatz für Einkommen, die das 20fache des durchschnittlichen Einkommens betrugen. Jetzt beginnt er bei Einkommen, die das doppelte des durchschnittlichen Einkommens betragen.

Das versteht nur keiner, weil sich die breite Masse nicht für Wirtschaft interessiert. Bis sich das ändert werden wir auch keine anderen Gesetze bekommen.

Ich stamme aus Ostdeutschland aus einer fünfköpfigen Familie. Mein Vater war Werkzeugmacher, meiner Mutter Bürokauffrau. Beide haben sich nach der Wende selbständig gemacht und ein wenig "hoch" gearbeitet. Dabei haben sie es zu einem eigenen Haus und zwei Wohnungen gebracht.

Ich habe sehr gut studiert und ein wenig Glück gehabt.

Jetzt bin ich oben angekommen. Weiter geht es für mich nicht.
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75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Superreichen und Industriellen verdienen heute mehr als zu Beginn der Industrialisierung. Geschuldet ist dies einer Mittelschicht, die glaubt, dazuzugehören, wenn sie die FDP/CDU wählt oder über das Prekariat schimpft.

Geschuldet ist dies auch einem vermeintlichen Reichtum, der niemand mehr verhungern lässt. Geschickt wir diese Zugabe genutzt, um Geld immer mehr nach oben zu transferieren. Das oberste Zehntel unserer Bevölkerung hält über 60% des gesamten Vermögens aller Deutschen, Tendenz: steigend.

Geschickte psychologische Tricks und Meinungsbeeinflussungen suggierieren einen Gleichklang zwischen Superreichen und der (zahlenden) Mittelschicht. Letztere wählen ihren eigene Schlachter selbst, indem sie Gesetze zulassen, die nur Denen-da-Oben nutzen.

Ulrike Herrmann decouvriert dieses wachsende Ungleichgewicht mit klaren Analysen, die uns alle schockieren müssten. Viele Einzelhändler spüren schon heute die steigende Kaufzurückhaltung und dies wird über kurz oder lang auch auf die Superreichen zurückschlagen. Sie sind zu gierig, Geld macht immer durstiger, auch wenn man Milliarden besitzt. Es mündet in die Fluten der Macht und Gottgleichheit. Es war im Mittelalter so und auch heute ist es nicht anders.

Problem ist, dass die deutsche Mittelschicht schuftet und schuftet und die wahren Zusammenhänge nicht mehr kennen (will). Sie sieht sich als der Elite zugehörig, die aber in Wahrheit langsam zur Dienstleistungsbotengesellschaft der Milliardäre, Millionäre und des alten, neuen Adels degradiert.

Die Mittelschicht besteht aus den neuen Sklaven der Banken- und Konzernmacht, sie wird in Zeiten der Globalisierung immer mehr zum Meer der Handlanger, die für fast jeden Lohn arbeiten müssen. Man ist schon dankbar, wenn die Arbeitsplätze erhalten bleiben.

In der Schweiz ist das Gesamtvermögen weithaus homogener unter der Bevölkerung verteilt und dies wirkt sich letzten Endes auf die Zufriedenheit bzw. die Kaufkraft aller aus. Dies muss auch für Deutschland ein relevantes, politisches Ziel werden, die Ausbeutung der Mittelschicht hat fatale Folgen.

Ein falsch verstandenes Elite-Denken, die unsägliche deutsche Autoritätsgläubigkeit, Heldenverehrung und Medienkonsum - sie alle sind dafür verantwortlich, dass wir nicht aufbegehren und endlich für unsere Recht einstehen.

Dieses Buch ist ein erster Schritt, um hinter diese unsägliche Nebelwand zu sehen, Fakten zu erhalten und der Beginn von Änderungen.

Sehr empfehlenswert.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch macht wütend. Nicht aber nur auf die immer gleichen Zielgruppen der Vorstandsvorsitzenden, Kapitaleigner und Manager (auch, aber eben nicht nur), sondern primär auch auf einen selbst. Zumindest sehe ich darin eine der Hauptintentionen dieses Buches. Es soll den Leser wachrütteln, und genau das tut es. Man erkennt sich in fast allen Kapiteln auf irgendeine Art und Weise wieder, zumindest sofern man offen für solche Themen ist und über ein gewisses Maß an Selbstreflexion und -kritik verfügt.

Der im Titel angesprochene "Selbstbetrug der Mittelschicht" ist auch mir bisher nicht offensichtlich gewesen. Zu sehr lebt man halt doch in seiner eigenen "heilen Welt" und denkt nicht weit genug. Aber bei genauerem Betrachten der Aussagen von Ulrike Hermann wird einem klar, dass sie Recht hat. Frau Hermann liefert allerdings keine Schritt-für-Schritt-Anleitung "Wie stürzen wir die Oberschicht?". Von dieser Hoffnung sollte man sich frei machen. Was sie aber liefert, sind Denkanstöße und Sichtweisen die man bisher so vielleicht nicht gesehen hat. Und das kann am Ende vielleicht sogar effektiver sein als ein bloße Anleitung. Bevor unser System wirklich grundlegend reformiert werden kann, muss sich Hermanns Meinung nach "die Mittelschicht" einen und zwar nicht mit der "Oberschicht", wie sie das momentan tut, sondern "nach unten". Und genau dort setzt sie an.

Rainald Grebe, ein Kabarettist dem ich sehr gerne zuschaue, sang bereits vor einigen Jahren in einem seiner Lieder: "Chancengleichheit gibt es nicht / In solchen Verhältnissen". Auch das ist eine Kernaussage dieses Buches. Wir glauben größtenteils alle noch, dass jeder die gleichen Chancen hat, in diesem Land etwas zu werden. Dass die Wirklichkeit anders aussieht, wird von Frau Hermann äußerst plastisch dargestellt.

Das Buch ist leicht verständlich geschrieben. Einziger Kiritikpunkt meinerseits ist die teilweise doch recht häufige Wiederholung von bestimmten Aussagen. Was allerdings auf der anderen Seite auch den Vorteil hat, dass sich genau diese Aussagen einprägen.

Fazit:
Wer nicht gewillt ist, sich oder sein Handeln kritisch zu hinterfragen, der sollte dieses Buch nicht zur Hand nehmen. Allen anderen empfehle ich die Lektüre. Und vielleicht hilft uns dieses Wachrütteln letztenendes allen!
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Hurra, wir dürfen zahlen
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Vor 22 Monaten von Pregetter Werner Robert veröffentlicht
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