"Hungry Years" ist, wie der Titel schon aussagt, eine Zusammenstellung von Accept-Stücken ihrer frühen (hungrigen) Jahre. Der Schwerpunkt des Pakets besteht aus Werken von ihren epochalen Alben drei und vier ("Breaker" und "Restless and Wild"). Höhepunkte wie "Fast as a Shark", "Burning", "Princess of the Dawn", "Breaker" und andere werden ergänzt durch "I'm a Rebel" und "The King" - bessere Songs von ihrem nicht so überzeugenden Zweitling. Das Debütalbum wurde leider völlig ignoriert.
Soweit das noch Positive. Was dieses Werk abwertet, ist die Produktion. Man wollte die Songs klanglich aufmotzen, was sich aber nicht auf Remixe beschränkt, sondern man fügte einigen Stücken (überflüssige) klangliche Gimmicks hinzu, wie z.B. Rückwärtshall-Effekte bei den Drums (grausig bei "Princess...") und andere künstliche Spielereien. Man fühlt sich erinnert an damalige 12"-Maxisingle-Untaten, wo alles auf Disco-Tauglichkeit getrimmt wurde. Auch wenn "Princess..." hier endlich einen vernünftigen Schluß hat, bleibe ich daher lieber beim Original.
Schade um die Schokolade, denn ansonsten ist der Sound wirklich eine Verbesserung. Was die kurze Spielzeit angeht, lag es an der begrenzten Kapazität der LP's, bei denen man ab 40 Minuten aufwärts längere Spielzeit nur mit Soundeinbußen erkaufen konnte. Daß auf der CD keine Bonustracks (z.B. von "Balls to the Wall") draufgepackt wurden, ist bei den hier vorgenommenen Verhunzungen nur zu begrüßen.
Puristen: Hände weg von dieser Veröffentlichung! Aber wem diese Soundspielereien nichts ausmachen, der kann gerne zugreifen.