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Hungrige Zeiten. Überleben mit der Magersucht und Bulimie: Über Leben mit Magersucht und Bulimie [Broschiert]

Annika Fechner
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

8. Januar 2008
Eindringlich schildert Annika Fechner die inneren Konflikte, das Gedankenchaos, die Leiden und die desaströsen Zwänge, denen man bei einer Eßstörung ausgesetzt ist. Selbst den schambesetzten Bereichen der Störung weicht sie nicht aus. In jeder Zeile spürt man den Wunsch, zu erklären, was ein Leben mit der Eßstörung bedeutet. Man begreift als Leser, daß die Welt der Eßstörung ein eigenes Universum mit eigenen Regeln, Werten und Prioritäten ist, die mit denen der "normalen" Welt kaum Gemeinsamkeiten haben. Deshalb ist diese Welt Freunden und Angehörigen der Betroffenen oft schlechterdings unverständlich. Die Innenansicht dieser bestürzenden Welt wird in diesem Buch anschaulich. In ausdrucksstarken Bildern übersetzt es die Gefühle der Kranken in die Sprache der Gesunden. Dieses Buch macht es möglich, die fremde Welt der Eßstörung zu verstehen.

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Produktinformation

  • Broschiert: 303 Seiten
  • Verlag: Beck C. H.; Auflage: 2 (8. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406547664
  • ISBN-13: 978-3406547669
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 198.072 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Fechner

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Kundenrezensionen

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr ehrlich, aber nicht unbedenklich 21. Oktober 2008
Von Diomira
Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch lässt den Leser sehr offen und ungeschönt in die Seele einer Magersüchtigen blicken. Betroffen macht die Kälte, mit der die Hauptperson zwar zur Kenntnis nimmt, daß ihre Familie leidet, diese Tatsache jedoch keinerlei weitere Beachtung zollt- eine Begleiterscheinung der Krankheit, die zu oft verschwiegen wird. Der Leser kann hier erleben, wie sehr einen der Strudel der MS gefangen nehmen kann, wie sehr man den Bezug zur Realität und die Empathie gegenüber anderen Menschen verliert.

Ein ehrliches Buch, jedoch nicht ganz unbedenklich. Wer selbst betroffen ist und noch mitten in der Krankheit steckt, sollte es wegen Triggergefahr nicht lesen. Genügend Abstand ist hilfreich. Dieses Buch zeigt uns auch, daß es Fälle gibt, in denen niemals eine vollständige Gesundung erfolgen kann. Man mag körperlich wieder einigermaßen hergestellt sein- "ANA" ist IM KOPF, und sie geht dort auch so schnell nicht wieder raus. Nach wie vor scheint ANA eine bedeutende Rolle im Leben der Autorin zu spielen- was keinesfalls selten ist.Auch in meinem Kopf ist ein Teil nach wie vor "Pro Ana". Dazu stehen macht sympathischer.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Buch für Angehörige! 24. Oktober 2008
Von S. Schell
Ich habe, wie vermutlich viele Angehörige von Magersüchtigen und/oder Bulimikern, viel zu dem Thema gelesen, jedes Buch auf der Suche nach Erklärungen und Antworten verschlungen ' und die meisten enttäuscht zur Seite legen müssen, weil ich außer klugen Worthülsen und einigen verbreiteten Klischees nichts hilfreiches darin entdecken konnte.

Dieses Buch ist anders. Natürlich liefert es nicht 'die Antwort' ' aber ganz einfach aus dem Grund, dass es so leicht nicht ist, eine Krankheit wie die Essstörung zu verstehen und zu bekämpfen, geschweige denn, zu heilen.
Dennoch habe ich beim Lesen dieses Buches zum aller ersten Mal den Eindruck gehabt, dass der schwere, bleierne Vorhang um das Geheimnis Hungern, Fressen, Kotzen ein wenig angehoben wurde. Vieles, was ich dort fand, kam mir als Angehörigem nur zu bekannt vor, es hätte unsere Familie sein können, von der dort die Rede war. Doch war ich beim Lesen nun nicht mehr nur außen vor ' ich wurde mit einbezogen, ich lernte die Krankheit von innen heraus kennen ' sofern das einem Gesunden nur möglich ist. Die Autorin schildert mit gnadenloser Ehrlichkeit, Ehrlichkeit dem Leser wie sich selbst gegenüber, was sich hinter dem Vorhang versteckt. Wie groß die innere Not ist, die diese Menschen umtreibt, wie entsetzlich die beständige Selbstkasteiung, die Selbstvorwürfe, der Selbsthass sind, wie weit ihre Einsamkeit reicht. Mit schmerzlicher Deutlichkeit (mehr als einmal standen mir tatsächlich die Tränen in den Augen und ich musste das Buch zur Seite legen) wurde mir bewusst, wie kurz der Gedanke:' Er/sie muss doch nur wieder normal essen und zunehmen!' gegriffen ist ' und wie viel mehr sich hinter dieser scheinbaren 'Macke' versteckt. Dadurch wurde es mir möglich, zum ersten Mal seit langem mit meiner Tochter ein offenes und ehrliches Gespräch zu führen. Nach all der Zeit mit Streiterei und Auseinandersetzungen konnte ich ihr wohl wieder vermitteln, wie viel mir an ihr liegt und wie sehr ich mir wünsche, dass sie kämpft und dass ich sie in diesem Kampf unterstützen will, so gut ich nur kann.
Meine Tochter (sie ist 20 und seit drei Jahren magersüchtig) hat das Buch einige Wochen später selber gelesen, obwohl sie sich bis dahin immer geweigert hatte, etwas zu diesem Thema zu lesen. Sie hatte es in einer Nacht durch und sagte hinterher, es sei, als hätte ihr jemand in die Seele geguckt und aufgeschrieben, was er dort vorfand.
Vieles, was in dem Buch thematisiert wird ' Krankenhaus, künstliche Ernährung, Psychiatrie ' hat uns erschreckt und ich bin froh und dankbar, dass unsere Tochter mittlerweile eine ambulante Therapie macht und langsam an Gewicht zunimmt. Ich wünsche der Autorin sehr, dass auch sie den Ausstieg aus dieser Krankheit schafft und möchte mich bei ihr aber auch für dieses Buch bedanken ' meiner Ansicht nach ist es das Beste, das diesbezüglich auf dem deutschen Markt ist und ich kann es v.a. Angehörigen nur sehr ans Herz legen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das "Wir" geht gar nicht! 3. November 2009
Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch ist einfach und verständlich geschrieben. Es zeigt das Leben einer essgestörten jungen Person sehr deutlich. Es beschreibt die Essstörung gut, jedoch mehr auf Annika Fechner selbst bezogen, aber sie spricht immer im "wir", womit ich mich, ebenfalls seit 12 Jahren unter Essstörung leidend, persönlich nicht identifiezieren kann. Sie verallgemeinert zu stark. Ich komme mir wie "über einen Kamm geschert" vor.

Sie durchläuft ca. 9 Klinikaufenthalte und ist mehr bulimisch als anorektisch.
Mich hat das Buch nach ca. dem 2 drittel aggressiv gemacht. Sie erschreckte mich mit ihren Fressatacken und so wie sie mit ihrer Familie umsprang. Ihnen den Kühlschrank leer fras, ohne Rücksicht, und sich ein kugelrundes Bulimie-Gesicht kotzte. In den meisten Fällen neigen anorektisch Erkrankte Personen eher dazu ihre Familie zu bekochen und zu bebacken und sie tun alles, damit es ihnen besser geht als einem selbst, aber das ist nun nicht Thema hier.
Ich schließe mich meinen "Vorschreibern" an, dass sie das Ausmaß, was ihre Familie durchlebte, nicht nachvollziehen kann, sondern äußerst egoistisch um Toleranz gebeten hat, was natürlich Eltern, die zusehen, wie sich ihr Kind Schritt für Schritt dem Tode nähert, nicht einfach akzeptieren können. Ihre Eltern fuhren sie von Klinik zu Klinik, kauften für ihre Fressanfälle ein und sahen hilflos zu, wie sich ihre Tochter zerstörte. Mir hätten irgendwann auch die Worte gefehlt.
Hinzu ständig dieses "wir", wenn es um die Beschreibung der Essstörung geht.

Ich habe selbst die Diagnose "anorexia nervosa", habe etliche Therapien und einen Klinikaufenthalt hinter mir, gelte derzeit als stabil, aber Rückfallgefährdet, ich konnte mich wie gesagt, nicht wirklich in sie hinein versetzen, zudem wurde ihr Borderline diagnostiziert, was eher für diese "Ich hasse euch alle- aber verlasst mich micht und seid lieb zu mir" Erscheinung zutreffend ist.

Sie verfällt stets in die Opferrolle und zeigt, meiner Meinung nach, in diesem Buch keinerlei Willen das Leben zu meistern. Sie schiebt die Schuld den Anderen zu, Menschen, die ihr helfen wollten und nicht mitansehen konnten, wie sie sich selbst zerstört. Doch denen begegnet sie mit Hass, Ablehnung und beteuert stets sowie vorwurfsvoll und gnadenlos unberechtigt, dass "Gesunde" Menschen es nicht nachvollziehen können, wie es ist mit einer Essstörung zu leben. Ich widerspreche dem, denn ich habe andere Menschen kennen gelernt...

Ebenfalls muss ich sagen, dass mir auch die Intention fehlt. Ich konnte dem Buch nach dem Lesen, markieren und analysieren keine eindeutige Aussage zuordnen. Ist das Leben jeder Magersüchtigen so?
Ebenfalls fehlt mir die Frage nach dem WARUM? Sie schafft es nicht den "Auslöser" zu finden bzw. ihr fehlt das Wichtigste: die Gründe, warum es so kam. War es nun Mobbing? Sich hässlich finden? Die Familie? Dies bleibt im Raum.

Andere Werke beschäftigen sich mehr mit diesem Thema und gehen ebenso hart mit sich ins Gericht.

Kurz und allgemein:
Wer einen Eindruck haben möchte, wie einzelne Gedankengänge einer Essgestörter sind, sollte es unbedingt lesen. Wer jedoch nach Motiven, Intentionen und Gefühlen sucht, sollte es bleiben lassen sowie auch akut Gefährdete Personen, da ich ebenfalls eine Spur der Verherrlichung erkenne.
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3.0 von 5 Sternen Auch für Angehörige empfehlenswert
Ein sehr ehrliches und verständliches Buch über Magersucht. Angehörige würden einen guten Einblick in das Denken einer Magersüchtigen bekommen und daher... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Stephie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Geschichte und man lernt sogar was!
In diesem Buch geht es um Annika, die erst Magersucht hat und dann in die Bulimie rutscht. Die Geschichte von ihr ist wirklich fesselnd und sie geht auch wirklich ins Detaill. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Nina Brunn veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Vom Hunger nach Leben...
Ein sehr ehrliches Buch, dass sowohl auf die Unterschiede als auch die Gemeinsamkeiten der beiden Erkrankungen hinweist (oft werden ja Magersucht und Bulimie immernoch in einen... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von C. Schmidt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tief beeindruckt von diesem Lebensbericht!!!
Eigentlich sollte dieses Buch nur der Anfang sein für die eigene Therapie meiner Bulimie jenseits der Therapeuten. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Glamööurös veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Deutsche Kopie von Marya Hornbachers "Wasted"
Das Buch ist eine gute Idee, jedoch nicht die der Autorin. Es hat sie nämlich schon einmal gegeben in Form von Marya Hornbachers "Alice im Hungerland" (deutscher Titel). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. August 2010 von Lidia
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit
Seit 2 Jahren leide ich ebenfalls wie die Hauptperson Annika an psychischen Störungen. Zuerst war es Magersucht, dann Bulimie und jetzt kommen auch noch Depressionen hinzu. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. April 2010 von Alice Bauer
5.0 von 5 Sternen Schonungslos und authentisch
Es ist kein Buch, wie man mit Magersucht und Bulimie überlebt. Vielmehr zeigt es gnadenlos die Gefühle und Gedankengänge der Autorin. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2010 von I. Weinert
3.0 von 5 Sternen Für Erwachsene gut, für Kinder anspornent, leider
Ich lese diese Art Bücher sehr gerne. Aber leider ist am Ende immer alles wieder gut und man bekommt den Eindruck das diese Art Krankheit nicht zu schlimm ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2010 von M. Nack
5.0 von 5 Sternen Sehr gut!
Das Buch hat mir echt super gut gefallen und auch echt sehr erschreckt. Endlich mal ein Buch über Magersucht, bei dem die Autorin es wirklich schafft, auf Papier zu bekommen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2009 von Mariesche
4.0 von 5 Sternen Dringend zu empfehlen!
Ich habe inzwischen auch die meisten Autobiographien und sonstigen Romane zum Thema Magersucht gelesen und muss sagen, dass dies das Buch war, das mir als Betroffene am besten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juni 2009 von Layla
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