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Hungern und hoffen. Jugend in Deutschland 1945-1950: 48 Geschichten und Berichte von Zeitzeugen
 
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Hungern und hoffen. Jugend in Deutschland 1945-1950: 48 Geschichten und Berichte von Zeitzeugen [Taschenbuch]

Jürgen Kleindienst
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 361 Seiten
  • Verlag: Zeitgut (Mai 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3933336066
  • ISBN-13: 978-3933336064
  • Größe und/oder Gewicht: 20,7 x 14,7 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 427.013 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

ZUM BUCH Morgen wird es besser sein Jugendliche im Nachkriegs-Deutschland Hessen, Frühjahr 1945. Der 15jährige Werner Schütz muß vom Berg oberhalb des Dorfes mit ansehen, wie die Amerikaner den elterlichen Hof in Brand schießen. Mit der weißen Fahne in der Hand rennt er übers Feld, um das Vieh aus den brennenden Ställen zu retten. - Für die Befreiung von den Nazis kann er nicht dankbar sein. "...es hat viele Jahre gedauert, bis ich Amerika und die Besatzer trennen konnte." Die 15jährige Christa Ronke schreibt Pfingsten 1945 in ihr Tagebuch: "Wie schön, nachts wieder ruhig zu schlafen." Und am 20. September: "Ich habe mich nun daran gewöhnt, Serviererin bei den ehemaligen Feinden zu sein. So wesensfremd sind sie uns eigentlich nicht." In dem Buch "Hungern und hoffen" zeigen 48 Zeitzeugen-Erinnerungen, wie deutsche Jugendliche damals lebten und was sie fühlten. Robert Beyer erlebt das Kriegsende und die amerikanische Besatzung im Sauerland: "Eine Welt brach für uns Jungen zusammen, als die vermeintlich unschlagbare deutsche Wehrmacht besiegt war." Nun gilt der Kampf dem Hunger. "Wir holten aus unseren Verstecken Ehrenzeichen, Armbinden, HJ-Fahrtenmesser, Fernrohre und Pistolen und tauschten sie gegen Kisten voller Lebensmittel." Willkür und Rechtsunsicherheit erlebt Carl-Gerold Arnold im sächsischen Crimmitschau. Der Vater wird von den Russen verhaftet, die Familie enteignet. Er selbst kann 1948 zwar das Abitur in der sowjetischen Zone ablegen, doch zum Studium muß er in den "Westen" gehen. Torturen erleiden Jugendliche aus den Ostgebieten. Hildegard Bolle aus Ostpreußen wird 17jährig nach Sibirien verschleppt. "Täglich wird der klapprige Karren, hochbepackt mit nackten, knochigen Leichen, zum Lagertor hinausgeschoben." Sie überlebt die Hölle, landet im August '45 per Güterwagen in Sachsen. Später erfährt sie, daß es kein Zurück nach Hause gibt. Andere Jugendliche schlagen sich allein im nun-mehrigen Polen durch, bis ihnen nach Jahren gestattet wird, nach Deutschland zu gehen. Gretl Hardeland erlebt in Salzburg das Ende des Krieges und die Ausweisung. Reichsdeutsche sind auch in Österreich fortan unerwünscht. Wer eine Lehrstelle findet, lernt zunächst Enttrümmern und Aufräumen. Norbert Geipel arbeitet auf einem Bauernhof im Erzgebirge, "Nicht nur für Geld", sondern "für Kartoffeln, Korn und ab und an ein Stück Speck". Diese Zeitzeugen-Erinnerungen sind wichtig und kostbar. Mit den Einblicken in ganz persönliche Schicksale läßt sich die Zeit gut verstehen. Auch junge Leser werden gefesselt und betroffen sein. ZUR REIHE ZEITGUT Lebendige Erinnerungen bewahren Die Buchreihe ZEITGUT beweist, daß Geschichte kein trockener Schulstoff sein muß. Mit Zeitzeugen-Erinnerungen öffnet sie den Blick auf den Alltag der Menschen. Jeder Band stellt in 35 bis 45 lebendigen Erinnerungen einen markanten Abschnitt deutscher Geschichte vor. Die Buchreihe ist einzig in ihrer Art. Die Texte der Sammelbände stammen von Menschen aus allen Gegenden Deutschlands und repräsentieren zugleich die soziale Bandbreite der Gesellschaft. Die Bücher sind ein Stück "oral history" im besten Sinne und sprechen damit ein breites Publikum an: diejenigen, die die Zeiten miterlebt haben, und ihre Kinder und Enkel, die mehr erfahren wollen, als in den Schulbüchern steht. Junge Menschen haben mit den Texten der Reihe ZEITGUT die Möglichkeit, das Leben der Eltern- und Großeltern-Generation in großer Bandbreite kennen und verstehen zu lernen. So werden geschichtliche Vergangenheit und eigene Herkunft gut begreifbar. Mit Hilfe eines Ortsregisters und einer chronologischen Übersicht der wichtigen Ereignisse der jeweiligen Zeit kann sich der Leser orientieren. Fotos und Dokumente, meist aus dem Besitz der Zeitzeugen, ergänzen die Texte. Immer mehr Pädagogen setzen die Reihe ZEITGUT ein, um ihren Schülern Geschichte lebendig zu vermitteln. Die Bände sind auch für die politische Bildungsarbeit gut geeignet. Daher empfehlen viele Buchhändler und Bibliothekare ZEITGUT auch als Geschenk für Kinder und Jugendliche. Einsendungen von eigenen episodenhaften Erinnerungen aus Deutschland im 20. Jahrhundert sind jederzeit erwünscht an Zeitgut Verlag GmbH, Lektorat, Klausenpaß 14, 12107 Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Grauen der beiden Weltkriege ist Vergangenheit, doch längst nicht vergessen. Es grub tiefe Furchen in Biographien. Jürgen Kleindienst hat die Arbeit seines Verlages der Dokumentation der damaligen Realitäten gewidmet. In seiner Buchreihe ZEITGUT bringt er dem Leser durch Zeitzeugen die Zeit ab 1914 nahe. Jetzt erschien der zehnte Band: "Hungern und hoffen" - Jugend 1945 - 1950. 43 Männer und Frauen berichten darüber, mit welchen Problemen sie in diesen Jahren zu kämpfen hatten. Sie kommen u.a. aus Breslau und Oberschlesien, aus dem Riesengebirge, aus Königsberg, Berlin, Leipzig, Bremen, Wolgast, Hamburg. Sie stammen aus allen sozialen Schichten. Doch sie hatten eines gemeinsam: den Kampf um das Überleben, Fragen nach der Zukunft, die Suche nach vermissten Familienangehörigen. Die Schlesier, Ostpreußen und Pommern mussten zusätzlich mit dem Verlust der Heimat fertig werden. Die Oberschlesierin Elisabeth Schmack verschlug es nach dem Krieg nach Thüringen, wo sie in der Lederfabrik in Hirschberg schwere, schmutzige Arbeit leisten musste. 39 Pfennig betrug der Stundenlohn. Es reichte gerade für die Waren auf Lebensmittelkarten. Für sie war es die einzige Arbeitsmöglichkeit am Ort. Eines Tages bekam sie für ihre besonders gute Arbeit ein Paar Schuhe, leider nicht in der Größe, die für sie passte. Also tauschte sie sie bei einem Bauern gegen ein knuspriges Vier-Pfund-Brot. Den köstlichen Duft wird sie nie vergessen. Der Herausgeber der Buchreihe hat es erneut geschafft, in engagierter Recherche Menschen zu finden und Beiträge zu lektorieren, die oft noch unbekannte Alltagsdetails und Zeitgeschichtliches authentisch vermitteln. Ergänzt werden die lebendigen Schilderungen durch persönliche Fotos und noch vorhandene amtliche Dokumente.
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