"Majas Macht" und "Hunger nach weniger", zwei Bücher, die ich absolut nicht weiterempfehlen kann, weder für Außenstehende noch für Erkrankte. Ob nun jung oder alt, die Krankheit wird viel zu vereinfacht und verharmlost dargestellt und man könnte den Eindruck bekommen, so eine Essstörung ist eine Phase oder gar eine Kinderkrankheit, die nach drei Wochen wieder vorbei ist. Doch es ist viel mehr, wobei mir sicher jeder Betroffene zustimmen kann, egal ob jung oder alt! Ich war selbst an MS erkrankt und weiß, was eine Esstörung ist. Die Autorinnen dieses Buches scheinen es nicht wirklich zu wissen oder aber mit Absicht nicht richtig darauf einzugehen, vielleicht weil es Kinderbücher sein sollen. Kinderbücher über ein Thema, über das man eigentlich keine Kinderbücher schreiben kann. Ich weiß nicht, ob man auf diese Weise Kindern das Thema näher bringen kann, das kann ich schlecht beurteilen, da ich nicht viel Erfahrung mit Kindern habe. Sicherlich ist dieses Thema wichtig und bedarf mehr Auseinandersetung seitens unserer Gesellschaft, ob es auf diese Weise etwas bringt, finde ich fragwürdig, will es aber nicht ausschließen.