Die zentrale These dieses Buches lautet, daß man abnimmt, wenn man sich, selbstgewählt, an 3 Mahlzeiten pro Tag hält.
Damit werde die sich als Gier äußernde Existenzangst eher in offensivere Lebensäußerungen umgewandelt...
Das Buch schließt mit Detailerörterungen dieser These anhand von fiktiven Interwievfragen ab und gibt allgemeine Hinweise zur gesunden Ernährung.
Damit befasst sich der Autor mit einem selten in der betreffenden Populärliteratur behandelten zentralen Aspekt des Abnehmens: dem des Hungers. Soweit gut.
Leider schafft er es nicht, sich vom wissenschaftlichen Diktum der Fachsprache zu lösen und sich halbwegs lesbar auszudrücken. Hinzu kommt ein fataler Hang zum Satzverschachteln.
Hier mein Lieblingssatz:
Zit. S.39:
"Dies ist die Grundlage der Wirkung und nicht etwa der Gegensatz von hehrem Pflichtbewußtsein zu profaner Wunscherfüllung oder der behauptete Vorzug einer wie auch immer gehobenen 'planmäßigen Vernunft', die man einem vorgefassten Plan im Vergleich zur 'momentanen Vernunft' die aktuellen, oft stärker emotional geprägten Überlegungen zugrunde liegt, unterstellen könnte." Zit.ende.
Die Sprache, der Preis des Buches und die Verlagswahl dürften die interessante zentrale These einem breiteren :) Publikum wirksam vorenthalten.
Zudem mag sich der Autor nicht zu dem aus seinen Erklärungen eigentlich logischen Schluss einer kohlehydratarmen Ernährungsweise durchringen.
Die Ansicht, daß Milch und Milchprodukte helfen, Kalzium u. damit Knochen etc. aufzubauen, ist schlichtweg falsch. Es gibt evidente Beweise, dass das Gegenteil der Fall ist.
Dem anspruchsvollen Untertitel "Vitalcoaching für ambitionierte Übergewichtige" wird so kaum Rechnung getragen. Eine Verifizierung der vorgebrachten These steht aus. Wir gieren nach mehr...