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Hunger - Special Edition (2-Disc-Set)
 
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Hunger - Special Edition (2-Disc-Set)

Michael Fassbender , Liam Cunningham , Steve McQueen    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Michael Fassbender, Liam Cunningham, Stuart Graham, Brian Milligan, Liam McMahon
  • Regisseur(e): Steve McQueen
  • Komponist: David Holmes, Leo Abrahams
  • Format: Dolby, PAL, Special Edition, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 20. August 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 91 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002BW9NN0
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.385 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

HUNGER ist ein bemerkenswerter Film, dem weniger daran liegt, dem Publikum eine Identifikationsfigur zu geben, als vielmehr den Schrecken langsamen Sterbens im Kopf des Zuschauers zu verankern. Das ist nicht die Art Kino, an der man Spaß hat. Es ist vielmehr ein Film, der etwas zu sagen hat und heute so aktuell wie eh und je wirkt. Stilistisch wird dies großartig gegliedert. Es gibt das Vorspiel mit dem Gefängnis, ein an Theater erinnerndes Gespräch in der Mitte, das aus einer einzigen, gut 15 Minuten langen Einstellung besteht und das Finale, das fast ohne Worte zeigt, wie schrecklich der Hungertod ist.  Fazit: Kompromisslos!

Moviemans Kommentar zur DVD: Gutes Bild und passender Ton ergänzen sich hier.

Bild: Ein schonungsloser Film, der auf eine kalte Ausleuchtung setzt und mit harten Farben aufwartet. Der  Kontrast ist gut tariert und überzeugt auch im Halbdunkel. Selbst in absoluter Dunkelheit kann man die essenziellen Bildinformationen erkennen (00:22:47). Die Schärfe ist gut, wobei immer mal wieder Doppelkonturen auftreten (00:06:14). Bisweilen fällt Blockrauschen auf.

Ton: Der Film ist leise erzählt, einerseits reich an Dialogen, andererseits ganz und gar mit Bildsprache arbeitend. Das akzentuiert der Ton recht schön. Man versteht das gesprochene Wort immer. Dazu kommt, dass es einiges an Geräuschkulisse gibt, so etwa Stockschläge oder das Gemurmel von Gefangenen.

Extras: Die Special Edition beinhaltet zahlreiche Extras, die jedoch nicht zur Bewertung vorlagen. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Für die einen ist er ein Held und Märtyrer, für die anderen ein Terrorist oder ein gewöhnlicher Krimineller. Bobby Sands ist 1981 im Alter von 27 Jahren im Maze-Gefängnis in Nordirland verhungert - aus freiem Willen. Mit seinem Tod wollte er die britische Regierung zur Anerkennung der IRA-Häftlinge als politische Gefangene zwingen.

Nacheinander sind ihm noch neun Mithäftlinge in den Hungertod gefolgt. Sands starb am 5. Mai 1981. Fünf Monate später erlaubte die britische Regierung den Gefangenen, Zivilkleidung zu tragen. Auch die meisten übrigen Forderungen wurden in der Folgezeit erfüllt, wenn die IRA-Häftlinge auch nie offiziell als politische Gefangene

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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Marc Jozefiak TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Was dem Regie-Neuling Steve McQueen (nein, nicht der legendäre Schauspieler) gleich mit seinem Langfilm-Debut gelungen ist, kann man recht schwer in Worte fassen, da man von diesem Werk auch nachhaltig extrem beeindruckt ist. Erzählt wird die Geschichte des IRA-Mitglieds Bobby Sands, der 1981 im Gefängnis Mate bei Lisburn den Hungertod erlitt. Er tat dies aus freien Stücken und wollte damit die britische Regierung dazu bringen, die IRA-Häftlinge nicht wie gewöhnliche Kriminelle zu behandeln, sondern sie als politische Häftlinge anzuerkennen.

Nun ist "Hunger" ganz sicher ein Film, der wieder einmal die Meinungen spalten könnte, denn wer hier einen actiongeladenen Knastfilm mit reihenweise wilden Schlägereien erwartet, der sollte sich diesen Film erst gar nicht anschauen, denn so etwas wird hier nicht geboten. Dafür wird dem Zuschauer hier eine Geschichte präsentiert, die man wohl kaum härter und intensiver hätte in Szene setzen können. Erstaunlich daran ist, das die vorhandene Intensität daraus ensteht, das während der gesamten Laufzeit so gut wie nicht gesprochen wird, fast die einzige Ausnahme bildet hierbei ein fast 20-minütiger Dialog zwischen Bobby und einem Geistlichen, der allein es schon wert ist, sich diesen Film anzusehen. Ansonsten werden zwischendurch einige Sätze gesprochen, aber zum größten Teil herrscht Stille.

Und genau diese Stille ist es, die diesem Werk eine unglaubliche Härte und Intensität verleiht, denn sie ist absolut zermürbend und greift selbst die Psyche des Betrachters an, es entwickelt sich ein starkes Gefühl der Beklemmung, das man einfach nicht abschütteln kann, selbst wenn man es wollte. Es ist nervenzerreissend, vor dem Bildschirm zu sitzen und hoffnungsvoll darauf zu warten, das endlich einmal einige Worte gewechselt werden, was aber wie gesagt, nur sehr selten passiert. Durchbrochen wird diese fast gespenstische Stille lediglich durch einige wenige, aber dafür umso härtere und brutale Übergriffe der Wärter auf einige Gefangene. Die Insassen werden körperlich maltretiert und das auf eine extrem harte Art und Weise.

Und es ist gerade dieser starke Kontrast zwischen der unheimlichen und beunruhugenden Ruhe und den eingestreuten Gewaltakten, die "Hunger" wie einen Keulenschlag in die Eingeweide des Zuschauers wirken lassen, den man nicht so schnell verdaut. Man ist schockiert und angeekelt und erschreckt sich sogar teilweise, wie realistisch und autenthisch das gante Geschehen auf die eigene Psyche einwirkt. Phasenweise hat man nicht das Gefühl, eine DVD zu schauen, sondern vielmehr selbst in diesem gefängnis zu sein, um alles live mitzuerleben. Dabei ist es äußerst schwer, die gewonnenen Eindrücke ziemlich zeitnah zu verarbeiten, da das gezeigte einem ordentlich zusetzt und seine markanten Spuren hinterlässt.

Perfekt ausgewählt für dieses aussergewöhnlich intensive Drama sind auch die agierenden schauspieler, wobei man eine Person ganz besonders hervorheben sollte, denn Michael Fassbender's Darstellung des Bobby Sands kann man ganz einfach nur als brillant bezeichnen. Die Hingabe, mit der er diese Rolle spielt, ist ganz einfach grandios wie auch der ganze Film an sich. Er spielt diesen Charakter nicht einfach nur, er lebt in richtiggehend, was man in jeder einzelnen Sequenz förmlich spüren kann.

So kann man letztendlich zu dem Fazit kommen, das hier ein aussergewöhnlich guter Film entstanden ist, der eine Thematik so intensiv und eindringlich bearbeitet, wie man es besser kaum hätte machen können. Das ist Kino vom Feinsten und auf ganz hohem Niveau. Ein anspruchsvoller Film für anspruchsvolle Filmliebhaber, die sich diesen Filmgenuß keinesfalls entgehen lassen sollten, denn ansonsten würden sie es sicherlich irgendwann bereuen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Caesar
Format:DVD
Dieser Film ist nicht einfach zu greifen. Er erzählt die Geschichte des Hungerstreiks der IRA im Maze-Gefängnis in Nordirland 1981 aus verschiednen Perspektiven. Zu einem aus der Sicht des Wachpersonals und zum anderen aus der Sicht des IRA Mitgliedes Bobby Sands. Und statt aus diesem Thema einen dialoglastigen politischen Film zu machen, hat der Künstler und Filmdebütant Steve McQueen einen sehr visuellen und persönlichen Film mit wenig Dialog gemacht.

Punkten kann der Film mit seinen tollen Bildern und sehr guten Schauspielern. Bewunderswert ist auch, dass hier nicht der übliche Gefängnisfilm abgeliefert wird. Im Rahmen einer langen Dialogszene erfährt man auch etwa über die Motive des Hungerstreiks. Aber alles immer aus persönlicher Sicht der Beteiligten. Historische Zusammenhänge werden weniger klar. Aber das war auch nicht Ziel des Films. Thema ist eher das Verhalten der Wärter und Häftlinge in solchen Situationen. Der Zuschauer wird weder vor der Gewalt der Wärter, noch von Konsequenzen der Häftlinge verschont. Im letzten Drittel wird das Verhungern von Bobby Sands nüchtern und ergreifend dargestellt.

Das alles ist keine leichte Kost, aber ein außergewöhnlicher Film, der lange in Erinnerung bleibt. Die Kunstfertigkeit der Bilder hat mich begeistert. Zuerst war ich aber auch etwas enttäuscht, dass der Film wenig politische Zusammenhänge darstellt, jedoch ist das auch eine Stärke des Films. Er kann sich so von dem IRA-Konflikt lösen und ein allgemeingültiges Statement über Menschen in Extremsituationen abgeben.

Die Extras sind mit 200 Minuten (hauptsächlich Interviews) sehr umfangreich und sprechen nahezu sämtliche Aspekte des Films an. Leider wird die Gelegenheit nicht genutzt, hier eine Doku über den IRA Konflikt unterzubringen, der eine Einordnung des Films erleichtert hätte. Schade. Dafür einen Stern Abzug. Bleiben vier Sterne für einen beeindruckenden Film.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
... kann dies schwer erträglich, aber nicht weniger beeindruckend sein. Es sind vor allem die Körper, die im Film im Vordergrund stehen. Bereits die erste Szene zeigt, wie körperliche Verwundungen prägen, aber zusammenspielen mit geistigen Anstrengungen: Ein Mann taucht seine Hände in Wasser, um Linderung für seine aufgeschürften Fingerknöchel zu erlangen. Er nimmt wortlos sein Frühstück ein, prüft Auto und Straße sehr genau, bevor er losfährt und erreicht schließlich den Umkleideraum der Gefängniswärter. Erst viel später erfährt der Zuschauer, warum diese Knöchel verwundet sind und warum dieser Mann so schweigsam und so besorgt ist.
Nach ca. 35 Minuten kommt die eigentlich Hauptfigur, Bobby Sands, zum ersten Mal ins Bild und hat dann seine zentrale Szene: ein ca. 20 Minuten dauerndes Gespräch mit einem katholischen Priester. Überwiegend aufgenommen in nur einer einzigen Einstellung, die Figuren werden von hinten beleuchtet, so dass der Zuschauer lange nur Silhouetten sieht - eben nur Körper in einem kargen Raum.
Das Gespräch teilt den Film in zwei fast gleich große Teile: Im ersten stehen die Körper in der Konfrontation, in der Gewalt und in ihrer Nacktheit im Vordergrund. Die Weigerung der IRA-Kämpfer Gefängniskleidung anzuziehen, sich zu waschen und das Beschmieren der Zellen mit eigenem Kot wird von den Wärtern mit Bestrafungs- und Zwangsreinigungsaktionen beantwortet - beides ist gleichermaßen schwer erträglich. Dieser erste Teil des Films ist von einem verstörenden Wechsel zwischen extremer Gewalt und großer Ruhe bestimmt.
In der zweiten Hälfte wird der im Gespräch angekündigte Hungerstreik am Beispiel Bobby Sands gezeigt. Der Körper zeigt nun den stillen Protest, verfällt, wird liebevoll gepflegt und gewinnt am Ende etwas nahezu sakrales. Obwohl sich kaum noch etwas ereignet, ist die zweite Hälfte nicht weniger eindrucksvoll und fesselnd als die erste Hälfte dieses ungewöhnlichen und sehr sehenswerten Filmes.
Lange Interviews mit Regisseur McQueen und den Hauptdarstellern auf der Bonusdisk geben sehr guten Einblick in Konzeption und Machart des mit der goldenen Kamera in Cannes und dem europäischen Filmpreis prämierten Spielfilmes. Ein Film, der in seiner Machart und dem Gezeigten deutlich über die historische Ausgangssituation - der Hungerstreik der IRA-Gefangenen im Jahr 1981, bei dem 10 Gefangene starben - hinausweist und etwas über die Macht des Geistes und die Ausdrucksstärke des Körpers, über Menschlichkeit und Unmenschlichkeit erzählt.
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Alle Forderungen erfüllt!
9 Gefangene IRA-Kämpfer verhungert, 18 Gefängnisaufseher ermordet, Jahre voll Gewalt, Erniedrigung, Fäkalien und gebrochene Seelen wohin das Auge reicht. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Tagen von ernst huttegger veröffentlicht
Fassbender ist unglaublich
Ich hatte "Hunger" im Kino verpasst, obwohl er mir mehrfach empfohlen wurde. Nun sah ich das zweite Werk von Steve McQueen "Shame" im Kino und sah seinen Hauptdarsteller Michael... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Nino di Bari veröffentlicht
Packendes Thema enttäuschend verfilmt.
Die Thematik um den Hungerstreik von Long Kesh und die Story von Bobby Sands liefert eigentlich genug Background um einen guten Film zu drehen - leider hat dieser Film den Anspruch... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Andreas Grieshaber veröffentlicht
Handlung im Hungerstreik
Mit diesem offenbar als Protestfilm gegen die menschenunwürdige Behandlung irischer Untergrundkämpfer im Gefängnis während der Ära Thatcher gedachten Werk,... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Dr. M. veröffentlicht
Darf ich diesen Film überhaupt "nicht mögen"?
Ein "cineastisches Meisterwerk", das "emotional berührt" und gleichzeitig "das Denken herausfordert", so wird mir "Hunger" auf dem DVD-Cover angepriesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Januar 2010 von Laura Winter
Die letzte Waffe....
Im berüchtigten nordirischen Maze Prison, 1981: Die dort in den sogenannten H-Blocks inhaftierten IRA-Mitglieder protestieren gegen die dortigen Haftbedingungen und wollen vor... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2010 von Ray
Faszinierend, bewegend...
Der Film stellt eines der dunkelstens Kapitel britischer und irischer Geschichte extrem hart aber auch sehr bewegend dar... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2010 von Birgit Müller
90 Minuten fesselndes Kino
Ein heikles Thema, hervorragend gespielt, in Deutschland so nicht möglich darzustellen, obwohl Parallelen
in der Geschichte vorhanden wären. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2009 von The Lizard King
Politik mit anderen Mitteln.
Die Gefängniszellen sind mit zwei Personen belegt. In den Räumen gibt es keinen Möbel. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. September 2009 von Lothar Hitzges
Verstörender und sehr gut gemachter Film.
Bobby Sands war ein IRA-Häftling, der im Gefängnis in den Hungerstreik trat und nach sechsundsechzig Tagen starb. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juli 2009 von Ralf K Berlin
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