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Hunger. Roman [Unbekannter Einband]

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • ASIN: B004QT2W8Y
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hamsuns Hunger nach Weltliteratur! ... ist Weltliteratur! 14. September 2010
Format:Taschenbuch
Hamsun gehört zu den ganz großen seiner Zunft. Denn diesen Literatur-Nobelpreisträger, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirkte, zeichnete sich durch moderne Themen und Literaturformen aus, die ihn bei seinen Zeitgenossen zu einem ganz Modernen gemacht hatten. Doch hatte er erst spät richtigen Erfolg, und als alter Mann tendierte er mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in eine falsche ideologische Richtung, auch dann noch, als das 3. Reich Europa mit einem Weltkrieg überzogen hatte, der seinesgleichen in der Weltgeschichte sucht. Daher suchen die Norweger bis heute die richtige Form, um ihrem großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts in ausreichend differenzierender Weise doch noch gerecht zu werden.

Trotz dieser Schwierigkeiten mit der Causa Hamsun gehört Hamsun heute zu den ganz Großen der europäischen Literatur. Er hatte den Nobelpreis für Literatur zurecht erhalten. In seinem Buch Hunger schildert er die Geschichte eines Mannes, der von seinem Talent und der Idee seines Lebens getrieben, ein ganz Großer der schreibenden Zunft sein zu können, vor allen Halbheiten und falschen Kompromissen zurückschreckt und alles, was ihn von diesem Weg seiner Tugend abbringt, ausschlägt, auch wenn es ihm kurzfristig nützte: der statt dessen seinen direkten Weg und den unmittelbaren Erfolg sucht. Er will mit dem, was er von Hunger getrieben mit den letzten Resten der ihm verbliebenen Schreibutensilien auf Papier bannt, reüsieren: Er will anerkannt und bekannt werden, einen anderen Weg weiß er nicht. So schildert dieses Buch die Leidensgeschichte eines Menschen auf seinem Weg, von dem er sich um nichts in der Welt abbringen lässt.
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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wandeln eines lebendigen Geistes am Abgrund 4. Februar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der junge Autor und Ich-Erzähler des Romans durchstreift die Straßen des alten Oslo (Kristiania) auf der Suche nach Arbeit zum Geldverdienen, nach Inspiration für seine Artikel, die er an die lokalen Zeitungen verkaufen will und es scheint auch auf der Suche nach sich selbst, nach einem Platz an den er gehört, nach Menschen, die ihn verstehen. Der Protagonist durchlebt ein ständiges Auf- und Ab zwischen kurzfristigen Erfolgen mit seinen (wohl teilweise brillianten) Zeitungsartikeln und gnadenlosen Rückschlägen, wiederholter Ablehnung seiner (nach anfänglichem Lob zur Mittelmäßigkeit geschrumpften) Werke, Verwahrlosung, Ein samkeit und ... Hunger. Letztere Empfindung ist das Leitmotiv des Romans, das vom Erzähler uneingestandene, beschämende Gefühl des Hungrigseins, nach Nahrung, nach Anerkennung, nach Kreativität und Liebe. Dieser Hunger scheint den Erzähler regelrecht zu paralysieren, ihn für die täglichen Aufgaben des Lebens unfähig zu machen, der Hunger scheint seinen Realitätssinn langsam zu vernichten. Wiederholt bringen krasse Fehleinschätzungen seiner Situation den Protagonisten dem Abgrund ein Stück näher, wiederholt kann er sich aus der Klemme befreien , doch die Anstrengung wird jedesmal größer. Er trifft eine (wohl doch recht biedere) Frau, die er mit dem exotischen Namen Ylajali betitelt, mit welcher eine letztlich nur Minuten dauernde erotische Begegnung stattfindet, die bei den Partnern einen seltsamen Widerwillen hervorzurufen scheint. Lesen Sie weiter... ›
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Hunger nagt sich in die Seele - das Buch auch 6. April 2012
Von Ramones 16 TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Ich fasse mich kurz - meine erster Hamsun wird sicherlich nicht mein letzter sein. Der 1890 erschienene Roman, aus der Ich-Perspektive erzählt und in Kristiana (heute Oslo) handelnd, ist von erschreckender Radikalität und erscheint mir vollkommen zeitlos. Das Elend des Literaten lässt sich auf jeden erfolglosen Künstler umlegen, und davon gibt es heute wahrscheinlich noch mehr als vor 120 Jahren. Besonders berührend fand ich, wie der Stolz des Protagonisten es ihm teilweise unmöglich machte, Gaben anzunehmen, trotz bereits lebensgefährlicher Hungerattacken. Die tiefe Verzweiflung wird gebrochen durch ein seltsam stoisches Verhalten des Protagonisten, man wird nicht ganz schlau aus ihm. Das gelungene Ende erzeugt Hoffnung und Trost. Ich bin äußerst beeindruckt von der Kraft dieses Buches, insbesondere berücksichtigend, das es das Erstlingswerk von Hamsun war. Ein Geniestreich allererster Güte!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von satsche
Format:Pappbilderbuch
"Hunger" ist eine autobiografische Novelle (1890 anonym erschienen), die aus der Ich-Perspektive einen hungernden Schriftsteller beschreibt, der auf den Straßen von Kristania (dem heutigen Oslo) umherwandert.

Der Erzähler erfährt zuerst Armut, dann Obdachlosigkeit, schließlich Hunger und Delirium. Er bewegt sich am Rand des Wahnsinns, bevor er durch gewisse Umstände genug Essen bekommt, um am leben zu bleiben und zumindest einige seiner Fähigkeiten wiederherstellen kann.

Obwohl einige der Erzählungen aus dieser Zeit geschrieben wurden, um auf soziale Missstände und menschliches Leiden hinzuweisen, ist "Hunger" nicht diese Art von Geschichte. Stattdessen ist es eine psychologische Studie eines menschlichen Abstiegs in die Erbärmlichkeit, die größtenteils durch eigene Handlung verursacht wurde. Der Ich-Erzähler, auf den Weg heraus aus diesem Elend allein aufs Schreiben fixiert, zieht keine Alternativen in Betracht. Er sieht sich nicht nach Arbeit um, oder nimmt Nächstenliebe in Anspruch. Sein verzerrter Stolz, der allmählich zum Wahn führt, tötet ihn fast.

Es ist bestimmt keine leichte Aufgabe, eine "erste Person" Geschichte über jemanden zu schreiben, der den Verstand verliert. Hamsun war dazu jedoch auf eine klare und überzeugende Art aus eigener Erfahrung in der Lage. Der Leser weiß irgendwie immer, was Realität ist, und was nicht - sogar wenn es offensichtlicht ist, dass die erzählende Person dieses nicht zu unterscheiden vermag.

Es ist nicht immer angenehm oder leicht dieses Buch zu lesen, aber es ist ein wichtiges und aufschlussreiches Werk.

Für mich das beste Buch von Hamsun, das ich bisher gelesen habe.
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4.0 von 5 Sternen Rätselhaft
Die Handlung ist schwer nachzuvollziehen,ich hätte mir mehr erfreulicheres gewünscht.Vor allem eine sinnvollere Lösung des ganzen Geschehens. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Theresia Flür veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Herzzerreissend, packend, unglaublich eindrücklich. Ein Buch, das...
Das Buch schildert das ewige Scheitern, Bangen und Hoffen eines jungen Journalisten in der Stadt Kristiana. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von SK veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bewegend, eindringlich, spannend!
Ich habe diesen frühen Roman von Hamsun bis jetzt nicht gekannt. Er war so spannend, packend, aber auch mit großer Feinfühligkeit, Geist und Humor geschrieben, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Christine Lier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker, gekürzt
Als Buch am Stück durchgelesen, hört man die CD auch am Stück. Allerdings gekürzter Text, dennoch sind wesentliche Stellen beibehalten worden. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von neptundritterfebruar veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Oskar Werner liest Roman "Hunger"
Der Roman "Hunger" an sich ist schon sehr intensiv, aber als Lesung von Oskar Werner vorgetragen ist es ein Sahnehäubchen.
Vor 18 Monaten von doreanne veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Poeten !
Da ist einer, dessen Berufung, Sinn des Lebens und einziges Bestreben im Schreiben liegt, aber er bleibt ohne Erfolg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2011 von Kaktusblüte
4.0 von 5 Sternen Düster aber lesenswert!
Autobiographisch eingefärbt beschreibt Hamsun (in der Ich-Form) den Überlebenskampf eines vereinsamten, auf die elementaren menschlichen Bedürfnisse reduzierten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2010 von Joachim Klotz
5.0 von 5 Sternen Erschütternde Erzählung in stringenter Fassung
Wer so schreibt kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts und es so tut (und nicht anders), nämlich in kurzer, prägnanter Form, aber durchaus immer spannend, der ist sicher... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Mai 2010 von Klaus Grunenberg
5.0 von 5 Sternen Aktueller denn je
Sprachgewaltig und mit nüchterner Unbarmherzigkeit lädt Hamsun ein in eine Welt, in der Grenzen verschwimmen, in der nichts eindeutig ist: Wahn und Wirklichkeit, Stolz... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2010 von Susanne Preusker
5.0 von 5 Sternen weihnachtsgeschenk
versand und service total ok;
war ein weihnachtsgeschenk für einen oscar werner fan,
und wie ich jetzt erfahren habe auch ein treffer;
somit volle punktezahl... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 von justus
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