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Hunger: Roman [Gebundene Ausgabe]

Knut Hamsun , Daniel Kehlmann , Siegfried Weibel
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

13. Mai 2009
Am 4. August 2009 jährt sich der 150. Geburtstag des norwegischen Literaturnobelpreisträgers Knut Hamsun. Mit Hunger gelang ihm 1890 sein literarischer Durchbruch. Nie wurde menschliches Leid so schonungslos und genau geschildert wie in diesem weltberühmten Roman über einen zerlumpten, halb verhungerten Künstler. Die Moderne hält Einzug in Kristiania, dem heutigen Oslo. Die Stadt befindet sich im Aufbruch. Doch der namenlose Ich-Erzähler sieht sich in die Rolle des Zuschauers gedrängt. Unentwegt versucht er, unter schwierigsten materiellen Bedingungen als Journalist und Schriftsteller Beachtung zu finden - ohne Erfolg. Dabei ist der junge Mann ein begnadeter Fabulierer, auf den Straßen Kristianias erzählt er wildfremden Leuten erfundene Geschichten - und verschenkt schließlich sein letztes Geld an einen vermeintlich noch ärmeren Bettler. Ohne soziale Anklage wird das Bild einer Stadt präsentiert wie in einem Zerrspiegel: als pervertierte, fremde Welt, als Labyrinth einer Existenz am Rande der Gesellschaft. Zeitlos gültig ist dieser eindringliche Roman, der zu den bedeutendsten Werken der Moderne zählt und der zahlreiche Schriftsteller des 20. Jahrhunderts beeinflusste, darunter Marcel Proust und James Joyce. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel!

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Claassen (13. Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3546004493
  • ISBN-13: 978-3546004497
  • Originaltitel: Sult
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 747.729 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Der bekannteste autobiographische Roman Hamsuns

Damals, als noch niemand wußte, daß er ein Genie war und das Idol von Henry Miller, das Vorbild von Hemingway und der Lieblingsautor von Hermann Hesse werden sollte, damals, als noch niemand wußte, daß ihn Thomas Mann, Kafka, Brecht, Gorki oder Musil lesen würden und André Gide ihn sogar größer als Dostojewski findet, da wäre er fast in den Strassen von Kristiania (heute: Oslo, Norwegen) vor Krankheit und Armut gestorben.

Diese Zeit der äußersten Not greift Hamsun in seinem berühmten Roman auf und liefert mit seinem energiegeladenen, freizügigen Stil und seltsamen Galgenhumor eine erschütternde Geschichte, die dem Leser ans Herz geht, auch wenn man später von Robert Ferguson erfährt, daß Hamsun in Wirklichkeit nicht ganz so maßlos leiden mußte wie sein Held in Hunger. --Daphne Großmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein großes, Pionierdienst leistendes, aber keineswegs mysteriöses Buch. Es ist nur einfach sehr, sehr raffiiert.« (Bücher, Helmut Krausser, 04/2009)

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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
4.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hamsuns Hunger nach Weltliteratur! ... ist Weltliteratur! 14. September 2010
Format:Taschenbuch
Hamsun gehört zu den ganz großen seiner Zunft. Denn diesen Literatur-Nobelpreisträger, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirkte, zeichnete sich durch moderne Themen und Literaturformen aus, die ihn bei seinen Zeitgenossen zu einem ganz Modernen gemacht hatten. Doch hatte er erst spät richtigen Erfolg, und als alter Mann tendierte er mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in eine falsche ideologische Richtung, auch dann noch, als das 3. Reich Europa mit einem Weltkrieg überzogen hatte, der seinesgleichen in der Weltgeschichte sucht. Daher suchen die Norweger bis heute die richtige Form, um ihrem großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts in ausreichend differenzierender Weise doch noch gerecht zu werden.

Trotz dieser Schwierigkeiten mit der Causa Hamsun gehört Hamsun heute zu den ganz Großen der europäischen Literatur. Er hatte den Nobelpreis für Literatur zurecht erhalten. In seinem Buch Hunger schildert er die Geschichte eines Mannes, der von seinem Talent und der Idee seines Lebens getrieben, ein ganz Großer der schreibenden Zunft sein zu können, vor allen Halbheiten und falschen Kompromissen zurückschreckt und alles, was ihn von diesem Weg seiner Tugend abbringt, ausschlägt, auch wenn es ihm kurzfristig nützte: der statt dessen seinen direkten Weg und den unmittelbaren Erfolg sucht. Er will mit dem, was er von Hunger getrieben mit den letzten Resten der ihm verbliebenen Schreibutensilien auf Papier bannt, reüsieren: Er will anerkannt und bekannt werden, einen anderen Weg weiß er nicht. So schildert dieses Buch die Leidensgeschichte eines Menschen auf seinem Weg, von dem er sich um nichts in der Welt abbringen lässt.
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42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wandeln eines lebendigen Geistes am Abgrund 4. Februar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der junge Autor und Ich-Erzähler des Romans durchstreift die Straßen des alten Oslo (Kristiania) auf der Suche nach Arbeit zum Geldverdienen, nach Inspiration für seine Artikel, die er an die lokalen Zeitungen verkaufen will und es scheint auch auf der Suche nach sich selbst, nach einem Platz an den er gehört, nach Menschen, die ihn verstehen. Der Protagonist durchlebt ein ständiges Auf- und Ab zwischen kurzfristigen Erfolgen mit seinen (wohl teilweise brillianten) Zeitungsartikeln und gnadenlosen Rückschlägen, wiederholter Ablehnung seiner (nach anfänglichem Lob zur Mittelmäßigkeit geschrumpften) Werke, Verwahrlosung, Ein samkeit und ... Hunger. Letztere Empfindung ist das Leitmotiv des Romans, das vom Erzähler uneingestandene, beschämende Gefühl des Hungrigseins, nach Nahrung, nach Anerkennung, nach Kreativität und Liebe. Dieser Hunger scheint den Erzähler regelrecht zu paralysieren, ihn für die täglichen Aufgaben des Lebens unfähig zu machen, der Hunger scheint seinen Realitätssinn langsam zu vernichten. Wiederholt bringen krasse Fehleinschätzungen seiner Situation den Protagonisten dem Abgrund ein Stück näher, wiederholt kann er sich aus der Klemme befreien , doch die Anstrengung wird jedesmal größer. Er trifft eine (wohl doch recht biedere) Frau, die er mit dem exotischen Namen Ylajali betitelt, mit welcher eine letztlich nur Minuten dauernde erotische Begegnung stattfindet, die bei den Partnern einen seltsamen Widerwillen hervorzurufen scheint. Lesen Sie weiter... ›
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von satsche
Format:Pappbilderbuch
"Hunger" ist eine autobiografische Novelle (1890 anonym erschienen), die aus der Ich-Perspektive einen hungernden Schriftsteller beschreibt, der auf den Straßen von Kristania (dem heutigen Oslo) umherwandert.

Der Erzähler erfährt zuerst Armut, dann Obdachlosigkeit, schließlich Hunger und Delirium. Er bewegt sich am Rand des Wahnsinns, bevor er durch gewisse Umstände genug Essen bekommt, um am leben zu bleiben und zumindest einige seiner Fähigkeiten wiederherstellen kann.

Obwohl einige der Erzählungen aus dieser Zeit geschrieben wurden, um auf soziale Missstände und menschliches Leiden hinzuweisen, ist "Hunger" nicht diese Art von Geschichte. Stattdessen ist es eine psychologische Studie eines menschlichen Abstiegs in die Erbärmlichkeit, die größtenteils durch eigene Handlung verursacht wurde. Der Ich-Erzähler, auf den Weg heraus aus diesem Elend allein aufs Schreiben fixiert, zieht keine Alternativen in Betracht. Er sieht sich nicht nach Arbeit um, oder nimmt Nächstenliebe in Anspruch. Sein verzerrter Stolz, der allmählich zum Wahn führt, tötet ihn fast.

Es ist bestimmt keine leichte Aufgabe, eine "erste Person" Geschichte über jemanden zu schreiben, der den Verstand verliert. Hamsun war dazu jedoch auf eine klare und überzeugende Art aus eigener Erfahrung in der Lage. Der Leser weiß irgendwie immer, was Realität ist, und was nicht - sogar wenn es offensichtlicht ist, dass die erzählende Person dieses nicht zu unterscheiden vermag.

Es ist nicht immer angenehm oder leicht dieses Buch zu lesen, aber es ist ein wichtiges und aufschlussreiches Werk.

Für mich das beste Buch von Hamsun, das ich bisher gelesen habe.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Rätselhaft
Die Handlung ist schwer nachzuvollziehen,ich hätte mir mehr erfreulicheres gewünscht.Vor allem eine sinnvollere Lösung des ganzen Geschehens. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Theresia Flür veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Herzzerreissend, packend, unglaublich eindrücklich. Ein Buch, das...
Das Buch schildert das ewige Scheitern, Bangen und Hoffen eines jungen Journalisten in der Stadt Kristiana. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von SK veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bewegend, eindringlich, spannend!
Ich habe diesen frühen Roman von Hamsun bis jetzt nicht gekannt. Er war so spannend, packend, aber auch mit großer Feinfühligkeit, Geist und Humor geschrieben, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Christine Lier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker, gekürzt
Als Buch am Stück durchgelesen, hört man die CD auch am Stück. Allerdings gekürzter Text, dennoch sind wesentliche Stellen beibehalten worden. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von neptundritterfebruar veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Oskar Werner liest Roman "Hunger"
Der Roman "Hunger" an sich ist schon sehr intensiv, aber als Lesung von Oskar Werner vorgetragen ist es ein Sahnehäubchen.
Vor 20 Monaten von doreanne veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Hunger nagt sich in die Seele - das Buch auch
Ich fasse mich kurz - meine erster Hamsun wird sicherlich nicht mein letzter sein. Der 1890 erschienene Roman, aus der Ich-Perspektive erzählt und in Kristiana (heute Oslo)... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. April 2012 von Ramones 16
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Poeten !
Da ist einer, dessen Berufung, Sinn des Lebens und einziges Bestreben im Schreiben liegt, aber er bleibt ohne Erfolg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2011 von Kaktusblüte
4.0 von 5 Sternen Düster aber lesenswert!
Autobiographisch eingefärbt beschreibt Hamsun (in der Ich-Form) den Überlebenskampf eines vereinsamten, auf die elementaren menschlichen Bedürfnisse reduzierten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2010 von Joachim Klotz
5.0 von 5 Sternen Erschütternde Erzählung in stringenter Fassung
Wer so schreibt kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts und es so tut (und nicht anders), nämlich in kurzer, prägnanter Form, aber durchaus immer spannend, der ist sicher... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Mai 2010 von Klaus Grunenberg
5.0 von 5 Sternen Aktueller denn je
Sprachgewaltig und mit nüchterner Unbarmherzigkeit lädt Hamsun ein in eine Welt, in der Grenzen verschwimmen, in der nichts eindeutig ist: Wahn und Wirklichkeit, Stolz... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2010 von Susanne Preusker
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